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katzenwelt

Erstausstattung für Katzenbabys: die Checkliste vor dem Einzug

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Kleines süßes Kätzchen spielt mit Plastikball
Kleines süßes Kätzchen spielt mit Plastikball
Inhalt9 Abschnitte
  1. Bevor das Kätzchen einzieht
  2. Die Checkliste für den ersten Tag
  3. Katzentoilette und Streu
  4. Näpfe und Futter
  5. Kratzbaum und Schlafplatz
  6. Transportbox, Pflege und Spielzeug
  7. Die Wohnung kätzchensicher machen
  8. Die ersten Tage
  9. Häufige Fragen

Zur Erstausstattung für ein Katzenbaby gehören eine Katzentoilette mit Streu, ein Futter- und ein Wassernapf, das Futter, das das Kätzchen vom Züchter oder Tierheim kennt, ein Kratzbaum, ein Schlafplatz mit Versteck, eine Transportbox und ein paar Spielsachen. Genauso wichtig wie der Einkauf ist eine gesicherte Wohnung, denn Kätzchen erkunden alles – mit Pfoten und Zähnen. Alles andere kann warten, bis Sie wissen, was Ihr Kätzchen mag.

Bevor das Kätzchen einzieht

Ein Kätzchen sollte frühestens mit zwölf Wochen von Mutter und Geschwistern getrennt werden. In dieser Zeit lernt es von ihnen das richtige Katzenverhalten, und es ist dann meist schon entwurmt und zweimal geimpft. Warum das Alter so wichtig ist, lesen Sie unter Katzenbabys: das richtige Alter für die Abgabe.

Ein einzelnes Kätzchen langweilt sich schnell und lernt ohne Spielgefährten schlechter, wie weit es mit Krallen und Zähnen gehen darf. Wenn niemand tagsüber zu Hause ist, sind zwei Kätzchen, am besten Geschwister, die bessere Wahl. Die Ausstattung verdoppelt sich dann bei Toiletten und Näpfen, nicht beim Kratzbaum.

Planen Sie außerdem einen Tierarzttermin in den ersten Tagen ein, besprechen Sie Impfungen, Entwurmung, Chip und den Zeitpunkt der Kastration, und klären Sie, wer das Kätzchen im Urlaub betreut.

Die Checkliste für den ersten Tag

Katzentoilettemit niedrigem Einstieg für kleine Beine, dazu Streu und Schaufel
Näpfeein Futternapf, mindestens ein Wassernapf; Keramik, Glas oder Edelstahl
Futterdas bisher gewohnte Kittenfutter für die ersten ein bis zwei Wochen
Schlafplatzein Körbchen, eine Höhle oder ein Karton mit Decke an einem ruhigen Ort
Kratzmöglichkeitein standfester Kratzbaum oder mindestens eine Kratzsäule
Transportboxstabil, gut zu reinigen, mit Öffnung von oben und vorn
SpielzeugKatzenangel, Bälle, Fellmäuse ohne verschluckbare Kleinteile
PflegeBürste oder Kamm passend zum Fell, Flohkamm, Krallenschere

Katzentoilette und Streu

Für die ersten Wochen braucht ein Kätzchen eine Toilette mit niedrigem Rand, über den es bequem steigen kann. Später sollte die Toilette etwa anderthalbmal so lang sein wie die erwachsene Katze. Viele Katzen mögen offene Toiletten lieber als Hauben, weil sie dort alles im Blick haben und Gerüche sich nicht stauen. Als Faustregel gilt: eine Toilette mehr als Katzen im Haushalt, also zwei für ein Kätzchen, drei für zwei.

Nehmen Sie anfangs dieselbe Streu, die das Kätzchen kennt. Die meisten Katzen bevorzugen feinkörnige, unparfümierte Streu. Die Toilette gehört an einen ruhigen Ort, nicht neben den Futterplatz. Setzen Sie das Kätzchen nach dem Aufwachen und nach dem Fressen hinein; die meisten Kätzchen verstehen das Prinzip sehr schnell. Klumpstreu und Silikat gehören übrigens in den Restmüll, nicht in die Toilette.

Näpfe und Futter

Näpfe aus Keramik, Glas oder Edelstahl sind schwer, stabil und leicht zu reinigen. Kunststoffnäpfe verkratzen mit der Zeit, und in den Rillen halten sich Keime. Flache, breite Näpfe sind angenehmer, weil die Tasthaare nicht an den Rand stoßen. Stellen Sie Wasser nicht direkt neben das Futter; viele Katzen trinken lieber an einem anderen Ort. Mehrere Wasserstellen oder ein Trinkbrunnen regen zum Trinken an.

Füttern Sie in den ersten Tagen genau das Futter, das das Kätzchen bisher bekommen hat, und fragen Sie beim Abholen nach Sorte und Menge. Ein Futterwechsel zusammen mit dem Umzug führt oft zu Durchfall. Danach stellen Sie über etwa eine Woche langsam um. Kätzchen brauchen ein vollwertiges Kittenfutter (ein Alleinfuttermittel für Wachstum), weil ihr Bedarf an Energie, Eiweiß und Mineralstoffen höher ist als bei erwachsenen Katzen. Verteilen Sie die Tagesmenge nach Herstellerangabe auf drei bis vier Mahlzeiten. Kuhmilch ist tabu, sie verursacht häufig Durchfall; Wasser ist das einzige Getränk, das eine Katze braucht. Mehr zu den Grundlagen unter Die richtige Ernährung für die Katze.

Kratzbaum und Schlafplatz

Ein Kätzchen will klettern, kratzen und von oben auf die Welt schauen. Ein standfester Kratzbaum mit mehreren Ebenen, einer Höhle und Liegeflächen ist deshalb die Anschaffung, die sich am längsten lohnt. Achten Sie auf einen schweren Sockel oder eine Wandbefestigung – ein Kratzbaum, der beim Sprung wackelt, wird gemieden. Für junge Kätzchen sind niedrige Stufen wichtig, damit sie nicht abstürzen. Mehr zu Größen und Materialien lesen Sie unter Katzenkratzbaum.

Einen Schlafplatz sucht sich jede Katze letztlich selbst, oft auf Ihrem Sofa. Trotzdem hilft ein weicher, geschützter Platz, gern eine Höhle oder ein Karton mit einer Decke, in den sich das Kätzchen zurückziehen kann. Eine Decke oder ein Tuch mit dem Geruch von Mutter und Geschwistern, das Sie beim Abholen mitnehmen, erleichtert die ersten Nächte.

Kleines Kätzchen in einem blauen Katzentunnel
Ein kleines Kätzchen schaut aus einem blauen Katzentunnel

Transportbox, Pflege und Spielzeug

Die Transportbox brauchen Sie schon für die Abholung. Am praktischsten sind stabile Kunststoffboxen, die sich auch von oben öffnen lassen – so muss die Katze beim Tierarzt nicht herausgezerrt werden. Stellen Sie die Box später offen mit einer Decke in die Wohnung, dann wird sie zum normalen Möbelstück und nicht zum Vorboten des Tierarztes.

Zur Pflege gehören ein Kamm oder eine Bürste passend zum Fell, bei Langhaarkatzen von Anfang an, damit sich das Kätzchen daran gewöhnt. Ein Flohkamm zeigt, ob Flöhe mitgekommen sind. Eine Krallenschere brauchen vor allem Wohnungskatzen gelegentlich; lassen Sie sich das beim ersten Mal in der Tierarztpraxis zeigen. Wichtig: Floh- und Zeckenmittel für Kätzchen nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt und nie ein Hundepräparat – Spot-ons mit Permethrin für Hunde sind für Katzen tödlich.

Beim Spielzeug reicht wenig: eine Katzenangel für gemeinsames Spiel, ein paar Bälle und Fellmäuse, ein Tunnel oder ein Karton. Spielzeug mit Schnüren, Federn oder Kleinteilen gehört nach dem Spiel weggeräumt, weil Kätzchen es gern verschlucken. Spielen Sie nie mit Händen und Füßen – was beim Kätzchen niedlich ist, tut beim erwachsenen Kater weh.

Die Wohnung kätzchensicher machen

Diese Punkte sollten Sie vor dem Einzug erledigen:

  1. Kippfenster sichern. Kätzchen klettern hinein und klemmen sich ein. Ein Schutzgitter oder Fenster nur ganz auf oder ganz zu.
  2. Balkon sichern. Mit einem lückenlosen Katzennetz, siehe Balkon katzensicher gestalten.
  3. Kabel verstecken. Besonders Ladekabel werden gern angekaut. Kabelkanäle oder Schutzschläuche helfen.
  4. Giftige Pflanzen entfernen. Vor allem Lilien, die schon in kleinen Mengen ein Nierenversagen auslösen können. Übersicht unter giftige Pflanzen für Katzen.
  5. Kleinkram wegräumen. Nähgarn, Gummibänder, Haargummis, Lametta, Medikamente und Putzmittel.
  6. Geräte kontrollieren. Vor dem Einschalten von Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler hineinschauen, ebenso in Schränke und Schubladen vor dem Schließen.
  7. Toilettendeckel schließen. Ein kleines Kätzchen kann in einer Toilette oder einem vollen Eimer ertrinken.

Die ersten Tage

Geben Sie dem Kätzchen anfangs ein Zimmer mit Toilette, Näpfen, Schlafplatz und Kratzgelegenheit. Von dort erkundet es die Wohnung in seinem Tempo. Lassen Sie es kommen, statt es hervorzuziehen, und halten Sie Besuch in den ersten Tagen klein. Frisst ein Kätzchen länger als einen Tag nicht, hat es anhaltenden Durchfall, erbricht wiederholt oder wirkt schlapp, gehört es zum Tierarzt – Kätzchen trocknen schnell aus.

Die Empfehlung lautet: Kaufen Sie das Nötige vor dem Einzug, das Schöne danach. Bei Kratzbaum, Transportbox und Toilette lohnt sich Qualität, bei Spielzeug entscheidet das Kätzchen selbst, was ihm gefällt.

Häufige Fragen

Was kostet die Erstausstattung für ein Kätzchen?

Für Toilette, Näpfe, Kratzbaum, Transportbox, Schlafplatz, Pflegezubehör und Spielzeug sollten Sie grob mit 150 bis 400 Euro rechnen, je nachdem, wie groß der Kratzbaum ausfällt. Dazu kommen laufende Kosten für Futter und Streu sowie die Tierarztkosten für Impfungen, Chip und Kastration.

Braucht ein Kätzchen Katzenmilch?

Nein. Ein Kätzchen ab zwölf Wochen braucht keine Milch mehr, sondern Kittenfutter und Wasser. Katzenmilch ist laktosereduziert und als gelegentliches Leckerli in Ordnung, ersetzt aber kein Getränk. Kuhmilch führt bei vielen Katzen zu Durchfall.

Ab wann darf ein Kätzchen nach draußen?

Erst wenn es vollständig geimpft, gechippt, registriert und kastriert ist und das neue Zuhause gut kennt, in der Regel frühestens mit etwa sechs Monaten. Wie Sie Freigang vorbereiten, lesen Sie unter Die Freigänger-Katze.

Offene oder geschlossene Katzentoilette?

Für Kätzchen ist eine offene Toilette mit niedrigem Einstieg besser. Viele Katzen bevorzugen auch später offene Modelle. Wer eine Haube möchte, kann sie später ausprobieren und beobachten, ob die Katze sie annimmt.