Katzentoilette: Größe, Form und Standort richtig wählen

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Eine gute Katzentoilette ist groß, sauber und steht an einem ruhigen Ort. Als Richtwert sollte sie etwa anderthalbmal so lang sein wie Ihre Katze von der Nase bis zum Schwanzansatz. Ob offen, mit Haube oder mit Einstieg von oben, hängt vor allem davon ab, was Ihre Katze annimmt. Wer Größe, Anzahl und Standort richtig wählt, verhindert die meisten Probleme mit Unsauberkeit, bevor sie entstehen.
Warum das Katzenklo so wichtig ist
Katzen sind von Natur aus reinlich und vergraben ihre Ausscheidungen. Kitten lernen das Katzenklo meist ganz von selbst, oft durch Beobachten der Mutter. Trotzdem ist Unsauberkeit eines der häufigsten Probleme in der Katzenhaltung. Meist liegt es nicht an der Katze, sondern am Klo: zu klein, zu schmutzig, falsch platziert, die falsche Streu, oder es gibt zu wenige für mehrere Katzen. Auch Freigänger brauchen eine Toilette im Haus, spätestens nachts, bei Krankheit und nach Operationen.

Die richtige Größe
Die internationalen Richtlinien der Katzenmedizin-Fachgesellschaften ISFM und AAFP zum Thema Unsauberkeit empfehlen Klos, die mindestens anderthalbmal so lang sind wie die Katze ohne Schwanz. Für eine durchschnittliche Hauskatze sind das rund 50 bis 60 cm Länge; für große Rassen wie die Maine Coon entsprechend mehr. Viele handelsübliche Klos sind kleiner. Die Katze muss sich darin umdrehen, eine saubere Stelle suchen und scharren können, ohne mit den Pfoten über den Rand zu treten.
Wer kein ausreichend großes Katzenklo findet, greift zu einer großen Aufbewahrungsbox aus Kunststoff und schneidet an einer Seite einen niedrigen Einstieg hinein. Das ist günstig und oft größer als jedes Fertigmodell.
Auch der Rand zählt: Junge, alte und an Arthrose erkrankte Katzen brauchen einen niedrigen Einstieg von etwa 10 cm oder weniger. Hohe Ränder halten dafür Streu besser in der Schale.
Die Formen im Vergleich
| Form | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
| Offene Schale | leicht zu reinigen, gute Übersicht für die Katze, günstig | Streu fliegt heraus, Geruch nicht abgeschirmt | fast alle Katzen, besonders Kitten und Senioren |
| Schale mit hohem Rand | weniger Streu im Raum, trotzdem offen | Einstieg höher | Katzen, die heftig scharren |
| Haubentoilette | Geruch und Streu bleiben eher drin, sichtgeschützt | Geruch staut sich für die Katze, schwerer einzusehen, ob sauber | Katzen, die Rückzug mögen |
| Top-Entry (Einstieg von oben) | kaum Streu im Raum, sicher vor Hunden und Kleinkindern | Sprung nötig, ungeeignet für alte, kranke oder junge Katzen | junge, gesunde, sportliche Katzen |
| Katzenklo mit Sieb | Klumpen werden beim Anheben abgesiebt | nur mit fester Klumpstreu | Halter, die sich das Schaufeln sparen wollen |
| Selbstreinigendes Klo | entfernt Klumpen automatisch | teuer, laut, manche Katzen haben Angst, Kontrolle des Urins fällt weg | Katzen ohne Scheu vor Geräuschen |
Mehr zu einzelnen Formen: Katzenklo mit Deckel, Katzenklo mit Sieb und selbstreinigendes Katzenklo.
Mit oder ohne Haube?
Die Haube ist vor allem ein Zugeständnis an den Menschen: Sie verbirgt den Anblick und hält Streu im Klo. Katzen sind dabei geteilter Meinung. Manche fühlen sich unter der Haube geschützt, andere mögen es nicht, weil sich der Geruch staut und sie beim Verlassen keinen Rundumblick haben – in einem Haushalt mit mehreren Katzen kann eine andere Katze am Ausgang lauern. Aktivkohlefilter in der Haube mildern den Geruch für uns, ändern aber nichts daran, dass das Innere für die empfindliche Katzennase stärker riecht. Die Schwingklappe am Eingang wird von manchen Katzen nicht akzeptiert und lässt sich meist abnehmen.
Wenn Sie unsicher sind, stellen Sie beide Varianten nebeneinander auf und beobachten, welche Ihre Katze wählt.
Wie viele Klos und wo?
Die Faustregel lautet: ein Klo mehr als Katzen im Haushalt. Eine Katze bekommt also zwei, zwei Katzen bekommen drei. Zwei Klos direkt nebeneinander zählen dabei wie eines. Verteilen Sie sie auf verschiedene Räume, in mehrstöckigen Wohnungen auf jede Etage.
Ein guter Standort ist:
- ruhig, aber nicht versteckt in der hintersten Ecke eines Kellers
- jederzeit erreichbar, ohne geschlossene Türen dazwischen
- nicht neben Futter und Wasser – Katzen fressen nicht dort, wo sie ihr Geschäft machen
- nicht neben lauten Geräten wie Waschmaschine oder Trockner, die plötzlich anspringen
- mit Fluchtweg, also nicht in einer engen Nische, aus der die Katze nur an einem Weg heraus kann
Wer das Klo im Wohnraum unterbringen möchte, findet mit einem Katzenklo-Schrank eine Lösung, die wie ein Möbelstück aussieht. Auch hier gilt: Die Katze muss sich darin wohlfühlen und genug Platz haben.
Reinigung und Pflege
- Täglich ausschaufeln, bei mehreren Katzen zweimal täglich.
- Streu regelmäßig komplett wechseln, bei Klumpstreu alle zwei bis vier Wochen. Welche Streu passt, steht im Beitrag über Katzenstreu.
- Die Schale dabei auswaschen mit heißem Wasser und mildem Spülmittel. Phenolhaltige Desinfektionsmittel sind für Katzen giftig; stark riechende Reiniger und Chlor können dazu führen, dass die Katze das Klo meidet.
- Die Schale ersetzen, wenn sie stark zerkratzt ist, meist nach ein bis zwei Jahren. In den Kratzern setzen sich Urin und Bakterien fest.
Beim Reinigen sehen Sie nebenbei, ob mit Ihrer Katze alles stimmt: Menge und Größe der Urinklumpen, Konsistenz des Kots, Blut oder Würmer. Ein Klo ist ein ziemlich guter Gesundheitsmonitor.
Wenn die Katze nicht mehr ins Klo geht
Prüfen Sie zuerst, ob sich etwas geändert hat: neue Streu, neuer Standort, ein neues Klo, ein neues Tier, Besuch, Umzug. Oft löst sich das Problem, wenn die Ursache rückgängig gemacht wird. Strafen helfen nie; sie verknüpfen das Klo mit Angst und verschlimmern alles. Urinstellen reinigen Sie mit einem enzymatischen Reiniger, weil normale Reiniger den Geruch für die Katze nicht entfernen – mehr unter Katzenurin entfernen.
Hält die Unsauberkeit an, muss die Katze zum Tierarzt. Häufige medizinische Ursachen sind Blasenentzündung, Harnsteine, Arthrose, Verstopfung oder Nierenerkrankungen. Sofort zum Tierarzt muss eine Katze, die häufig ins Klo geht, presst und keinen oder kaum Urin absetzt – besonders bei Katern kann ein Harnröhrenverschluss innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich werden. Weitere Hintergründe: Warum pinkelt die Katze überall hin?.
Die Empfehlung: Kaufen Sie das größte Klo, das Ihr Platz zulässt, beginnen Sie offen und mit feiner, parfümfreier Streu, und stellen Sie ein Klo mehr auf, als Sie Katzen haben.
Häufige Fragen
Wie gewöhne ich ein Kitten an die Katzentoilette?
Setzen Sie es nach dem Aufwachen, nach dem Fressen und nach dem Spielen ins Klo und loben Sie es, wenn es sein Geschäft dort macht. Ein flacher Einstieg ist Pflicht. Ausführlich: Katzenklo-Training.
Darf ich das Katzenklo umstellen?
Ja, aber schrittweise und nicht in stressigen Zeiten. Lassen Sie am besten für einige Tage am alten Platz ein zweites Klo stehen, bis die Katze das neue zuverlässig nutzt.
Ist eine Katzentoilette mit Wasserspülung sinnvoll?
Systeme, die Katzen an die Menschentoilette gewöhnen, sind umstritten. Die Katze kann ihr natürliches Scharrverhalten nicht ausleben, Sie sehen nicht mehr, ob Urin und Kot normal sind, und über das Abwasser gelangen Erreger wie Toxoplasmen in Gewässer. Eine normale Katzentoilette ist die bessere Wahl.
Wie oft sollte ich das ganze Katzenklo reinigen?
Die Schale bei jedem Komplettwechsel der Streu, also alle zwei bis vier Wochen bei Klumpstreu, bei nicht klumpender Streu häufiger. Täglich werden nur Klumpen und Kot entfernt.



