Junge Kätzchen stubenrein bekommen: Tipps und Tricks

Wenn eine kleine Katze zu Hause einzieht, hat der Halter in den ersten Tagen meist alle Hände voll zu tun. Alles ist neu, für Halter und Katze und beide müssen sich erst einmal aneinander gewöhnen. Nun gilt es für den frischgebackenen Halter herauszufinden, wie es um die Bedürfnisse der kleinen Katze bestellt ist, erst so kann dieser erkennen, wenn es Zeit ist, die Katze auf ihre Toilette zu bringen. Denn die Stubenreinheit muss vielen kleinen Katzen erst antrainiert werden.

Die Reinheit des jungen Kätzchens führt über die Kommunikation

Es gibt junge Katzen, bei denen hat diese Aufgabe bereits ihre Katzenmutter erledigt und diese Tiere sind stubenrein. Aber es gibt durchaus junge Katzen, die noch nicht stubenrein sind und ihnen muss die Stubenreinheit vom Halter anerzogen werden. Grundsätzlich gilt es zu sagen, jede Katze kann stubenrein werden, das ist weder vom Alter, noch vom Geschlecht abhängig. Es ist nur der Ehrgeiz des Halters gefragt, wie lange es dauert, bis das Kätzchen stubenrein ist.

In den ersten Lebensmonaten zeigen sich Katzen sehr lernbegeistert und sehr lernfähig. Ein guter Zeitpunkt also, die Stubenreinheit zu trainieren. Denn eine junge Katze stubenrein zu bekommen hat nur etwas mit laufendem Training zu tun.

Klappt das Training einwandfrei, spielt die Kommunikation zwischen Halter und Tier dabei eine wesentliche Rolle. Nur wenn die Kommunikation von beiden Seiten einwandfrei funktioniert, ist die Reinheit bei dem Tier gegeben.

Stubenreinheit – Ein klassischer Lernprozess?

Ja, das ist er! Jede Katze ist im Stande, klare Vorgaben von ihrem Halter anzunehmen. Je konkreter die Anweisungen sind, umso besser klappt es mit der Reinheit des Tieres. Klar, sind hinterlassene Urinpfützen und kleine Häufchen am Beginn des Trainings keine Seltenheit. Aber je intensiver sich der Lerneifer bei Halter und Tier entfaltet, umso besser klappt es mit der Stubenreinheit.

Die kleine Katze wird von ihren ursprünglichen Instinkten geleitet und die Aufgabe des Halters ist es, diese Instinkte richtig zu deuten. Das kann aber nur dann perfekt umgesetzt werden, wenn auf eine ausgereifte Kommunikation mit dem Tier aufgebaut werden kann.

Die Katze muss erkennen können, dass der Toilettengang etwas Positives ist. Das kann sie aber nur, wenn sie mit diesem etwas Positives verbindet, wie die Reichung von diversen Leckerlis. Wenn sie belohnt wird, weil sie etwas Gutes gemacht hat, wird sie auch gewilligt sein, dieses Verhaltensmuster weiter aufzuzeigen. Es muss auf das Tier eingegangen werden, das Tier muss belohnt werden, damit die Erziehungsmaßnahme Stubenreinheit Früchte trägt. Ein wiederkehrendes Training ist gefragt. Über diverse Missgeschicke muss am Beginn des Trainings hinweggesehen werden, denn Katzenerziehung braucht Zeit. Stubenreinheit ist ein Meilenstein in der Katzenerziehung.

Am besten werden kleine Kätzchen spielerisch an die Katzentoilette herangeführt

In der Katzentoilette das Spielabenteuer ausleben

Klingt vielleicht etwas verrückt –  zeigt aber sicher seine Wirkung. Denn junge Katzen müssen spielerisch an das Reinwerden herangeführt werden. Die Katze muss erfahren, dass das Puddeln in der Streu etwas Tolles ist, das sie gerne macht. Nur so bleibt die Wohnung in Zukunft sauber. Katzenmütter wissen, wenn es Zeit ist, ihre Kinder an den richtigen Ort zu bringen. Katzenhalter hingegen müssen das erst herausfinden. So darf ausreichend Zeit im Bereich der Toilette verbracht werden. Auch der Halter darf mit der Einstreu zu spielen beginnen und die sauberen kleinen Kügelchen dürfen spannend in den Händen hin- und herbewegt werden. Das weckt das Interesse der kleinen Katze von ganz allein.

Den Urinstinkt der kleinen Katze wecken

Wie funktioniert das? Hat das Jungtier gemeinsam mit seiner Mutter und den Geschwistern gefressen, kommt anschließend die Mutter und leckt dem Jungen das Bäuchlein. So wird die Verdauung beim Jungtier angeregt und ein Kotabsetzen lässt nicht lange auf sich warten. Auch der Halter kann die Verdauung anregen, indem er mit einem feuchten Tuch den Bauch der kleinen Katze behutsam reibt und diese anschließend auf seine Toilette setzt. Davon profitiert die Verdauung des kleinen Kätzchens und ein Erfolg ist zu vermerken. Wird die Stubenreinheit trainiert, findet die Katze auch schnell von sich selbst heraus, wenn es Zeit ist seinen Bedürfnissen nachzugehen. Sei es beim Harnlassen oder Kotabsetzen. Aber im Vorfeld muss deswegen gemeinsam mit der Katze immer wieder ihre Toilette aufgesucht werden.

Immer wieder aufs Neue –  Der Gang zur Katzentoilette

Die Katze muss erinnert werden, es ist wieder an der Zeit in der Toilette Platz zu nehmen. Nach jeder Fütterung, nach jedem Spiel, nach jedem längeren Nickerchen ist es wieder soweit. Auch im Spiel kann die Katze zum Ort ihrer Toilette gelenkt werden. Nur so ist ein späteres routinemäßiges Verhalten sichergestellt.

Die Katze zeigt sich unruhig – Ein Gang zur Katzentoilette ist ratsam

Immer dann, wenn sich die Katze unruhig zeigt, kann das ein klares Zeichen dafür sein, dass sie einmal muss. Wenn sie zu miauen beginnt und in der Wohnung umher irrt, ist es an der Zeit, sie auf die Toilette zu setzen. Auch das Schnüffeln ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die Katze ihr Geschäft verrichten will. Denn so sucht sie sich ein Plätzchen aus, auf dem sie urinieren kann. Eine Katze setzt ganz klar Signale, wenn es an der Zeit ist, die Katzentoilette aufzusuchen, diese müssen aber vom Halter richtig gedeutet werden.

  • Nach jeder Fütterung bleibt der Gang zur Toilette nicht aus. Eine gute Stunde nach der Einnahme des Futters ist es soweit. Die Toilette ruft!
  • Auch nach jedem längeren Nickerchen führt der 1. Weg über die Toilette. Wacht die Katze auf, ist sie auf die Toilette zu bringen und abzuwarten was nun geschieht.
  • Nach jeder Spieleinheit ist die Blase zu leeren. Denn junge Katzen vergessen gerne in der Aufregung des Spieles, dass sie einmal müssen und schon ist es passiert. Eine Urinpfütze am Boden.

Gerade bei Kätzchen, die noch unerfahren sind mit der Stubenreinheit, gestaltet sich das Erlernen und das Training als sehr zeitintensiv. Aber dieses Training zahlt sich aus! Wurde das Geschäft dann tatsächlich verrichtet, ist es an der Zeit die Katze entsprechend zu loben. Die Katze muss erkennen können, dass sich der Mensch über diese Handlung freut. Die Katze erfährt eine Streicheleinheit und sie bekommt ein Leckerli gereicht. Wenn die Katze in ihre Toilette pinkelt, dann muss sie dafür ausreichend belohnt werden, egal in welcher Form.

Bei jungen Katzen ist es durchaus ratsam, die Hinterlassenschaften nicht umgehend zu beseitigen. Denn nur wenn der Urin und der Kot in der Toilette verbleiben, entsteht ein Geruch, an dem sich die Katze dann orientieren kann. Wer das beim 1. Toilettengang so praktiziert, der kann sicher gehen, dass sich die Katze in Folge von ihrem guten Geruchssinn leiten lässt.

Hat die Katze doch einmal auf den Teppich oder Boden uriniert, sollte sie umgehend auf das Klo gebracht werden

Oh je – Ein Malheur!

Auch das ist keine Seltenheit beim Erlernen der Stubenreinheit. Wurde die Katze auf frischer Tat ertappt, darf sie ein bestimmtes Nein zu hören bekommen. Sie muss am Verhalten und an der Stimme des Menschen erkennen können, das war jetzt nicht richtig, was ich gemacht habe. Auch wenn bereits Kot abgesetzt wurde oder eine Pfütze am Boden erscheint, ist die Katze umgehend auf seine Toilette zu bringen. Ein striktes Nein, gefolgt vom Gang zur Toilette ist nun die richtige Handlungsweise. Die Stelle, wo das Malheur passiert ist, muss desinfiziert werden. Damit der Geruch überdeckt werden kann. Der Geruch von Zitrusfrüchten eignet sich dafür sehr gut, da Katzen diesen Geruch verabscheuen. Als weitere Option kann verdünnter Essig als Putzmittel eingesetzt werden. Kann die Katze den Geruch von der Ausscheidung noch riechen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sie die gleiche Stelle noch einmal nutzt, um sich zu erleichtern.

Kätzchen stubenrein bekommen – Was es in den Nachtstunden zu beachten gibt

Vor dem Schlafengehen muss die Katze unbedingt noch einmal auf ihre Katzentoilette gesetzt werden. Ist die Blase leer, verspürt die Katze keinen Drang, den sie nachgehen muss. 2 Stunden vor der Nachtruhe sollte der Katze kein Wasser mehr verabreicht werden.

Der regelmäßige Gang zur Toilette ist das A und O

Die kleine Katze muss immer wieder von ihrem Halter dazu animiert werden, die Toilette aufzusuchen. Wenn sie sich nur schwer dazu animieren lässt, muss sie kurzerhand in die Toilette gesetzt werden. Nur so kann sie erkennen, dass der Toilettengang etwas Wichtiges ist. Beginnt das Training rund um die Stubenreinheit, sollte mit der Katze alle 3 bis 4 Stunden die Katzentoilette aufgesucht werden. Ist das Training bereits fortgeschritten, reicht es aus, seine Katze alle 5 bis 6 Stunden daran zu erinnern, dass es Zeit ist sich zu erleichtern. In der Zeit des Trainings muss genau auf die Katze eingegangen werden, damit erkannt werden kann, wann sie bereit ist, ihre Notdurft zu verrichten. Denn schließlich muss der richtige Zeitpunkt dafür immer genutzt werden.

So viel sei verraten, die Reinheit der kleinen Katze klappt nicht auf Anhieb. Da sind schon Ausdauer und Geduld gefragt. Zudem sollte der Halter eine gute und aufmerksame Beobachtungsgabe an den Tag legen. Aber ist erst einmal die Neugierde auf das Katzenklo bei der Katze geweckt, zeigt die Neugierde bereits den Weg dorthin an. Die Katzentoilette ist schließlich nicht nur eine einfache Plastikwanne, es ist ein Ort des Geschehens, wo etwas ganz Tolles passiert. Denn hier darf nach Herzenslust gepuddelt werden oder hinterlässt man eine Pfütze oder ein Häufchen, wird man diesbezüglich auch noch belohnt. Vielversprechende Aussichtigen für die kleine Katze und eine Wohnung die sauber bleibt. Was wiederum den Halter sehr freut.

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