Eines der wichtigsten, nützlichsten und letztendlich auch der beliebtesten Utensilien im Haushalt von Katzenhaltern überall auf der Welt ist der sogenannte Katzenkratzbaum. Da viele Katzen der unterschiedlichsten Rassen heutzutage durch ihre Besitzer in den städtischen Wohnungen und gänzlich ohne Auslauf ins Freie gehalten werden, denn die Katze gilt mittlerweile, zumindest im mitteleuropäischen Raum, kommt es aufgrund des typischen Bedürfnisses der Katze, sich von Zeit zu Zeit an Gegenständen und Einrichtungsstücken, die sich dafür jeweils für geeignet erachtet, sich die Krallen ausgiebig schärfen zu wollen, häufig zu entsprechenden Kratzschäden und somit nicht selten auch zur Verärgerung des Besitzers des Tieres.

Um also Kratzschäden an Möbeln und Tapeten oder auch an Zimmerpflanzen und an anderen Einrichtungsgegenständen möglichst umfassend und frühzeitig vermeiden zu können, wenn die Katze sich nämlich noch im Welpenstadium befindet und um zeitgleich auch in städtischen Wohnungen eine zumindest halbwegs artgerechte Haltung und Aufzucht der Katze gewährleisten zu können, gilt die Anschaffung und Bereitstellung von einem solchen Katzenkratzbaum als absolut sinnvoll und tiergerecht.

Gibt es Katzen, die den Katzenkratzbaum nicht mögen?

Immer wieder hört man von entsprechend versierten und erfahrenen Katzenbesitzern, die ihre Tiere bereits schon seit langer Zeit bei sich zu Hause halten oder die am Ende gar in das professionelle Zuchtgeschehen involviert sind, wonach Katzen gelegentlich den bereitwillig durch den Besitzer zur Verfügung gestellten Katzenkratzbaum gar nicht nutzen mögen, sondern sich stattdessen lieber nach wie vor die Krallen am Sofa oder am Sessel schärfen. Hierfür mag es ganz unterschiedliche Gründe geben, die letztendlich meist darin begründet liegen, dass der jeweilige Katzenkratzbaum der Katze nicht behagt, Sofa oder Sessel hingegen sehr wohl. Es mag haptische oder auch geruchliche Ursachen für die recht selten immer wieder beobachtete Ablehnung vom Katzenkratzbaum durch die Katze geben. Erzwingen lässt sich die Nutzung vom Katzenkratzbaum jedoch nicht, da die Katzen bekanntlich Individualisten sind und ihren eigenen Kopf sowie mit zunehmendem Alter auch ihre festen Gewohnheiten und Abläufe kultivieren und pflegen. Vielleicht hilft hier etwas Baldrianspray oder am Ende auch ein anderer Katzenkratzbaum, welcher den Vorstellungen der Katze besser entspricht und den sie dann annimmt, weil sie ihn mag. Erzwingen kann und sollte der Katzenbesitzer und der Katzenliebhaber der Benutzung vom Katzenkratzbaum jedoch keinesfalls. Ein solches Bemühen würde in einer empfindlichen Störung des Vertrauensverhältnisses zwischen Mensch und Haustier einmünden.

Wie die Katze an den Katzenkratzbaum gewöhnen?

Vielleicht ist es am Ende auch hilfreich, wenn der Katzenkratzbaum der Katze schon in einem möglichst frühen Lebensabschnitt, nämlich im Welpenalter, zur Verfügung gestellt wird und wenn sie ihn außerdem ach als opulenten Liegeplatz nutzen und verwenden kann. Katzen lieben es nämlich, möglichst an einem hohen und bequemen Platz verweilen zu können, welcher sonnig und warm gelegen ist. Von dort können sie dann auch ihr komplettes Revier bestens im Auge behalten und es gut überwachen.
Weist der Katzenkratzbaum gar eine hoch gelegene bequeme Höhle oder zumindest eine Liegeplattfom auf, so steigt die Attraktivität dieses beliebten Accessoires für die Tiere ganz ungemein. Ebenso lieben Katzen es, klettern und in der Höhe balancieren zu können, wobei sie dann ihre ganze Grazie recht eindrucksvoll und anschaulich demonstrieren können. Auch dadurch, dass der Katzenkratzbaum zum Beispiel eine echte Baumkrone oder eine Kletter- und zusätzliche Spielgelegenheit aufweist, die dem natürlichen Spieltrieb der Katze entgegen kommt und diesen auch immer wieder anspricht, kann die Katze zur Nutzung von einem solchen durch den Besitzer bereit gestellten Katzenkratzbaum motiviert und angeregt werden.

Warum müssen oder wollen Katzen ihre Krallen am Katzenkratzbaum schärfen?

Die Katzen sind ganz wesentliche und nicht zuletzt auch für die Ernährung und Verteidigung recht wichtige Merkmale jeder Hauskatze. Die Krallen der Katze münden nämlich in elastische Bänder und die Tatsache, dass sie durch die Tiere ganz nach Bedarf und nach Gusto ein- und ausgefahren werden können, illustriert dem aufmerksamen Beobachter recht anschaulich, dass neben den Zähnen auch vor allem die Krallen zur Selbstverteidigung der Katze und schließlich auch zum Packen und zum Festhalten von Beutetieren sowie zum Emporklettern an Hindernissen, wie sie zum Baumstämme bilden können, dienen können und müssen.

Aber auch zur Abgrenzung des intensiv verteidigten eigenen Reviers der Katze, werden die Krallen recht intensiv genutzt. Jede Katze ist es nämlich gewöhnt, sogenannte Kratzmarken an natürlichen und an künstlichen Gegenständen im Revier zu hinterlassen, um ihr „Grundstück“ als ihr Eigentum und Jagdrevier dadurch zu markieren.

Natürlich schärft jede Katze von Zeit zu Zeit und in regelmäßigen Abständen auch ihre Krallen als elementarste Waffen zum Beutefang und zur Selbstverteidigung. Doch wird das Markieren des eigenen Reviers, wozu dann letztendlich auch die menschliche Wohnung zählt und gehört, in welcher die Katze gehalten wird, durch den Besitzer nicht selten als das Schärfen der Krallen fehl interpretiert, obwohl es sich hierbei vielleicht nur um einen Akt des Revierkennzeichnens via Kratzmarken gehandelt hat.

Es lässt sich also an dieser Stelle ganz explizit feststellen, dass die Katze in de Regel dankbar und bereitwillig einen ihr bereit gestellten Katzenkratzbaum nutzen wird, weil er nämlich gleich mehreren unterschiedlichen Aspekten aus ihrem individuellen, aber auch arttypischen Sozialverhalten, ganz wesentlich entgegen kommt.

Katzen schätzen markante Punkte und Gegenstände in ihrem Revier, an denen sie als Warnung für aufdringliche Artgenossen ihre stets individuellen Kratzmarken hinterlassen könne. Dieses Verhalten ist genetisch bedingt und gibt der einzelnen Katze zugleich auch Sicherheit, dass damit ein ureigenstes Revier markiert werden kann, welches am Ende auch gewaltsam gegen Eindringlinge verteidigt wird.

Katzen nutzen ebenfalls gern markante Gegenstände im Revier oder auch Möbelstücke, um ihre Krallen daran zu schärfen. Auch dieses Verhalten ist genetisch bedingt und es dient im Endeffekt de Aufrechterhaltung ihres individuellen Verteidigungsapparates.

Ebenso schätzen Katzen markante und hoch gelegene Plätze, die ihnen einen optimalen Überblick über das von ihnen jeweils besetzte und am Ende auch gegen fremde Eindringlinge zu verteidigende Revier ermöglichen.

Diesen genetisch bedingten und determinierten Verhaltensweisen kann der Mensch und Katzenfreund durch die rechtzeitige Bereitstellung von einem Katzenkratzbaum aus ganz eigener Herstellung, aus dem Handel oder auch aus dem Internet, schon möglichst beizeiten und noch im Welpenalter der Katze entgegen kommen. Nimmt die Katze den bereit gestellten Katzenkratzbaum bereitwillig an, so ist damit ihrer artgerechten Haltung und damit am Ende auch ihrem Wohlbefinden ideal gedient. Ein angenehmer Nebeneffekt, der jedoch nicht immer zwangsläufig durch die bloße Bereitstellung von einem Katzenkratzbaum eintreten muss, kann letztendlich auch darin bestehen, dass Möbel, Tapeten und andere Einrichtungsgegenstände, welche dem Menschen lieb und teuer sind, infolge der ständigen Verfügbarkeit von einem solchen Katzenkratzbaum dann signifikant weniger zum Setzen von Kratzmarken oder zum Schärfen der Krallen durch das Tier genutzt und verwendet werden.

Arten vom Kratzbaum

Es gibt heute in der Praxis höchst unterschiedliche Arten und Versionen vom Katzenkratzbaum. Hier reicht die Bandbreite der Möglichkeiten dann vom selbst durch den jeweiligen Katzenfreund oder auch Katzenfreund und Katzenliebhaber angefertigten Utensil, bis hin zum fix und fertig konfektionierten Katzenkratzbaum aus dem Laden oder auch schon aus dem Internet.
In der Praxis haben sich heute auch schon diverse Arten von Alternativen zum Katzenkratzbaum erfolgreich durchsetzen können, weil der jeweilige Besitzer den klassischen Katzenkratzbaum vielleicht aus Platzgründen oder auch aus ästhetischen Erwägungen heraus, ganz und gar ablehnt.

Auch all diese inzwischen schon recht zahlreich im Handel oder im Internet vertretenen und anzutreffenden Alternativen zum Katzenkratzbaum, wie sie zum Beispiel auch Kratzhöhlen oder Kratzbretter und vieles andere mehr darstellen können, werden inzwischen bereitwillig von einer großen Zahl von Katzen angenommen und auch mit unterschiedlicher Intensität genutzt.
Der klassische Katzenkratzbaum ist jedoch ein meist senkrecht stehender Mast oder ein Immitat von einem Baum. Er kann entweder aus natürlichen oder alternativ auch aus entsprechenden künstliche Materialien bestehen und zum Schutz der Krallen der Katze auch noch mit den verschiedensten geeigneten Materialien, wie zum Beispiel mit Sisal, mit natürlicher Baumrinde oder alternativ auch mit ineinander verflochtenen Bananenblättern, verkleidet worden sein.

Der Katzenkratzbaum ist besonders in seinen großen Ausführungen, die ganz bewusst auch an einen Baum erinnern sollen, freistehend ausgeführt. Kleinere Exemplare vom Katzenkratzbaum sind in der Regel auch mit einer zusätzlichen Boden-, Wand- oder Deckenhalterung im Handel oder auch im Internet zu bekommen.