Wann sind Katzen ausgewachsen?

Katzenbaby noch nicht ausgewachsen
Wann eine Katze ausgewachsen ist, hängt von Rasse und Wesen ab | Foto: orhancam / depositphotos.com

Eine gute Kinderstube sorgt bei Kitten dafür, dass sie gesund aufwachsen können. Dabei spielt die individuelle Entwicklung und die Charakterbildung ebenfalls eine tragende Rolle. Katzen sind wunderbare Geschöpfe, die den Menschen schon lange begeistern. Zudem sind sie treue Begleiter und faszinieren immer wieder. Jede Katze ist anders, doch wann sind Katzen ausgewachsen? Wie lange dauert die Phase zwischen Kitten und erwachsener Katze? Hier gibt es die Antworten dazu.

Die verschiedenen Stufen der Katze

Bis eine Katze, oder ein Kater zu den erwachsenen Tieren zählt sind verschiedene Entwicklungsstufen zu durchlaufen.

Die erste beginnt natürlich mit der Geburt. Die kleinen Fellknäule wirken unglaublich niedlich und berühren das Herz. Doch schon stellt sich auch die Frage. Wann sind Katzen eigentlich ausgewachsen?

Ein kleines bisschen ist dies mit von der Rasse abhängig, aber generell unterscheidet sich die erwachsene Katze von der ausgewachsenen Katze. Diese beiden Begriffe sorgen immer wieder für Verwirrung, haben aber ganz eigene Bedeutungen.

Wann ist die Katze ausgewachsen oder erwachsen?

Eine Katze ist üblicherweise zwischen neun und 12 Monaten ausgewachsen.
Das beutet, dass sie an ihrer eigentlichen Körpergröße nicht mehr zulegt, sondern sich vollständig bereits entwickelt hat.

Als erwachsen gelten Katzen ab dem 12. Lebensmonat.
Bis dahin ist es ein langer Weg und für viele Katzenbesitzer geht dieser viel zu schnell vorüber. Aus den kleinen, tapsigen Kitten werden rasant putzige Rabauken, die die Welt entdecken wollen, um kurz darauf elegant auf dem Fenstersims zu liegen.

Neben der Frage, wann sind Katzen ausgewachsen, bzw. „wie lange wachsen Katzen„, beschäftigen sich viele Katzenbesitzer auch mit den Fakten, wann die Tiere welches Stadium erreichen. Hier kann keine pauschale Aussage getroffen werden. Katzen sind Lebewesen, die sich wie Menschen, immer unterschiedlich entwickeln. Jedoch können die Phasen grob eingeteilt werden.

Vom ersten Moment bis zur Entwöhnung

Wenn der große Tage gekommen ist, und die Kitten auf die Welt kommen beginnt vor allem für die Katzenmama eine etwas anstrengendere Zeit. Je nachdem wie groß der Wurf ist, müssen die süßen Knäule mit kraftraubendem Saugen und Aufmerksamkeit versorgt werden.

wichtigDie Besitzer des Wurfes und des Muttertieres sollten hier so gut es geht unterstützen, ohne die Tiere zu stören. In den ersten Wochen schlafen und trinken die Kleinen viel. Nach ca. 8 Wochen sind die Katzen auf feste Nahrung umgestellt und werden mit einem Alter ab 12 Wochen in verantwortungsvolle Hände abgegeben (Lesetipp: Katzenbabys – das richtige Alter für die Abgabe).

Wie Futter unterstützen kann

Die Ernährung spielt bei der Entwicklung eine tragende Rolle.
So muss das Futter im Laufe der Zeit immer wieder angepasst werden. Je besser das Futterangebot ist, desto besser stehen die Chancen auf eine gesunde Entwicklung der jungen Kätzchen.

Dabei spielt nicht die Menge die ausschlaggebende Rolle, sondern die Qualität des Futterangebotes. Zudem muss natürlich auch immer die richtige Menge angeboten werden. Denn hungrig sollte eine Katze nicht sein. Zu viel Futter ist wiederum schädlich und sollte zwingend vermieden werden.

Auch junge Tiere können schnell verfetten. Die Folge können schwere Erkrankungen sein, wie Diabetes oder Herzverfettung.

Die schnellen und langsamen Phasen

Tatsächlich entwickeln sich Katzen im Laufe ihres Lebens immer langsamer. Die ersten sechs Monate sind vom Wachstumstempo sehr schnell. Gerade in dieser Zeit fragen sich die Besitzer oft, wann sind Katzen ausgewachsen, oder erwachsen?

Der geistige und körperliche Entwicklungsstand verlaufen dabei nicht immer parallel. Bereits ausgewachsene Katzen können geistig noch sehr verspielt und kindlich sein. Es gibt auch den umgekehrten Fall, dass eine noch nicht komplett ausgewachsene Katze sich bereits sehr erwachsen verhält.

Nach sechs Monaten wird es langsamer

Das betrifft vor allem die weitere Entwicklung der Kitten. Das Wachstum wird nach sechs Monaten deutlich entschleunigt und die Kätzchen nehmen nur noch langsam an Höhe und Größe zu.

Mit einem Jahr sieht das Kätzchen aus, als wäre es eine putzige Kitten, die im Körper einer ausgewachsenen Katze steckt.

In der Regel sind Katzen und Kater im Alter von neun bis 12 Monaten vollständig ausgewachsen.

Was aber nicht bedeutet, dass sie damit auch automatisch erwachsen ist. Da stellt sich einmal mehr die Frage: Wann sind Katzen ausgewachsen beziehungsweise vollständig erwachsen und entwickelt?

Die Erwachsenenjahre beginnen

Mit ca. einem Jahr ist eine Katze in den Stand der Erwachsenen eingetreten. Viele Stubentiger verhalten sich aber noch lange nicht so. Sie sind wissbegierig, auf Entdeckerreise und neugierig.

Allerdings müssen die Besitzer die Ernährung nun erneut anpassen und den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend füttern. Handelt es sich um eine reine Hauskatze oder um einen Freigänger? Auch dies muss berücksichtigt werden. Denn während Katzen draußen durchaus mehr Bewegung haben und sich selbst Kräuter suchen, können dies reine Wohnungskatzen nicht.

Die Bedürfnisse immer abwägen

Neben der Tatsache, dass die Tiere anhand ihres Entwicklungsstandes eine angepasste Ernährung benötigen, haben sie auch wechselnde Bedürfnisse was ihre Bewegung angeht.

Manche Katzen möchten bespaßt werden, andere suchen sich ihre Bewegung frei aus.

Auch dies ändert sich mit den jeweiligen Lebensabschnitten. Wer sich fragt, wann sind Katzen ausgewachsen, der sollte auch bedenken, dass jedes Tier anders ist. Manche Stubentiger haben einen viel höheren Bewegungsdrang als andere.

Katzenbaby spielt mit Wolle
Je mehr Möglichkeiten eine Katze hat um Erfahrungen zu sammeln, umso schneller ist sie erwachsen |Foto: Klanneke / depositphotos.com

Frühzeitig lernen ist wichtig

Zu all diesen Dingen kommt noch dazu, dass die Katze auf die Katzentoilette gehen sollte. Dies muss sie lernen. Ein konsequentes aber liebevolles Training ist dazu nötig.

Zudem muss das Tier auch trainiert werden, was das Anknabbern von Dingen angeht. Gerade sehr junge Katzen sind her stark gefährdet. Nicht selten kauen sie an Kabeln, finden Kunststoff in jeglicher Form spannend und beißen Stückchen davon ab. Dies kann lebensbedrohlich werden.

Daher muss die Wohnung im Idealfall bereits vor dem Einzug der Kätzchen gut gesichert werden.

Katze richtig vergesellschaften

Ein sehr wichtiger Punkt ist, dass Katzen nicht alleine gehalten werden sollten. Sie brauchen entweder einen Artgenossen, oder ein anderes Haustier zur Gesellschaft. Damit diese Eingewöhnung gut funktioniert muss auf die Tiere eingegangen werden.

Hierfür muss der Tierhalter viel Zeit und Geduld aufbringen, denn die Tiere sind sich fremd. Viele stehen sich erst einmal sehr skeptisch gegenüber.

Vor allem ältere Haustiere, die längere Zeit das Areal dominiert haben, oder gar für sich alleine hatten, können sogar sehr aggressiv auf den „Eindringling“ reagieren.

Hier ist entsprechende Vorsicht geboten, denn es kann bei Kämpfen zu schweren Verletzungen kommen. Die Tiere sollten sich möglichst ohne Komplikationen beschnuppern können. Sollten sie aufeinander losgehen, müssen sie erst einmal getrennt werden.

Die Schritt für Schritt Annäherung sollte dann helfen, dass die Haustierkollegen sich „akklimatisieren“ können. Der Vorteil ist aber auch, dass sich die Gesellschaft auf die Bewegung auswirkt. Mehrere Tiere zusammen sind meist viel aktiver, als ein Tier alleine. Zudem kann die Einzelhaltung auch zu schweren Depressionen bei den Haustieren führen, die nicht zu unterschätzen sind.

Lebenslang gesund und fit

Wann sind Katzen ausgewachsen, das bewegt nun viele. Doch genauso wichtig ist, dass die Tiere jederzeit und in jedem Lebensabschnitt die perfekte Versorgung erhalten.

Jeder Tierhalter der versteht, wie sich die Bedürfnisse der Tiere mit der Zeit verändern, kann selbst einen extrem hohen und wertvollen Beitrag zur Tiergesundheit leisten. Während heranwachsende Kätzchen eine völlig andere Ernährung benötigen als erwachsene Katzen, sollte auch die jeweilige Futterportion angepasst werden.

Bekommen die Katzen viele Leckerlies zwischendurch, so sollten diese unbedingt von der Futtermenge abgezogen werden. Denn sonst kann es passieren, dass die Samtpfoten schnell pummelig werden.

Bei jungen Katzen muss ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen dem Mineralstoffgehalt im Futter und dem tatsächlichen Energieverbrauch der Katze gefunden werden. Heranwachsende Samtpfoten benötigen aufgrund der fortschreitenden Körperentwicklung und ihrer eigenen Aktivität mehr Energie. Dennoch darf davon nicht zu viel zugeführt werden, da sich dies ebenfalls als Fettpölsterchen absetzen kann.

Ab sechs Monate kann sich viel ändern

Mit ca. sechs Monaten nähert sich das Kätzchen seiner Geschlechtsreife.

Damit verändert sich für den Besitzer und das Tierchen einiges. Wird die Katze oder der Kater kastriert, so muss das Futter entsprechend angepasst werden, da sich der Stoffwechsel des Tieres verändert.

Außerdem beginnt nun auch die letzte Phase des Erwachsenwerdens. Da Katzen mit ca. 12 Monaten ausgewachsen sind werden sie meist ab diesem Zeitpunkt nach und nach etwas ruhiger. Vom Kätzchenfutter muss nun auf Katzenfutter mit passender Mineralstoffversorgung gewechselt werden.

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