Korat-Katze

Als orientalische Schönheit mit leuchtend grünen Augen und silberblauem Fell ist die Korat-Katze bisher nur sehr selten in Deutschland zu finden. Ihr Name entspricht dem ersten Entdeckungsort, der thailändischen Provinz Korat. Während der filigrane Stubentiger in seiner Heimat als Symbol für Glück und Wohlstand steht, besitzt er dort den Namen „Maeo Dok-Lao“. Übersetzt bedeutet dies etwa „Katze von der Farbe der Wolken vor einem Regenschauer“.

Das Wichtigste über die Korat-Katze in Kürze

– Die Korat-Katze stammt aus Thailand und wird dort auch „Si-Sawat“ genannt.
– Sie gilt als Glücksbotin, die Gesundheit und Reichtum in ihr zuhause bringen soll.
– Das Fell des grünäugigen Stubentigers ist ausnahmslos silberblau, wobei die Fellspitzen silbern erscheinen.
– Die Korat-Katze ist eine mittelschwere und mittelgroße Katze, die eine selbstbewusste sowie anhängliche und sensible Art an den Tag legt.
– Die Kurzhaarrasse wird durch die TICA, WCF, GCCF und FIFE anerkannt.

Wie ist die Rasse der Korat-Katze entstanden?

Der Überlieferung zufolge entstammt die orientalische Schönheit dem 14. Jahrhundert und wurde erstmals in der thailändischen Provinz Korat in Amour Pimai entdeckt. Erste Aufzeichnungen über silberblaue Katzen mit grünen Augen finden sich etwa in „Das Katzenbuch der Gedichte“ oder im „Smud Khoi der Katzen“. Die Werke entstanden während der Ayudhyha-Periode der siamesischen Geschichte und können etwa zwischen 1350 und 1767 datiert werden. Das Buch stellt die siebzehn „Glückskatzen“ Thailands dar, unter denen sich auf die Korat-Katze befindet. Zurzeit zählt das Werk als ein Ausstellungsstück der Thailändischen Nationalbibliothek.

Die aus Thailand stammende Korat-Katze gilt der Sage nach außerdem als besondere Glücksbotin. So sollte sie ihren zukünftigen Besitzern Reichtum, Glück und Gesundheit ins Haus bringen. Für Menschen, die ein neues Leben beginnen wollten, sollte sie außerdem ein gutes Omen darstellen.
Im Hinblick auf die Tradition der Korat-Katze wurde diese des Weiteren nur selten selbst gekauft. So ließ man sich in den meisten Fällen ein Paar der Rasse schenken.

Während die Katze mit den smaragdgrünen Augen lange Zeit nur in Thailand bekannt und beliebt war, hielt sie 1959 schließlich ihren Einzug in die amerikanische Gesellschaft. Die Katzenliebhaberin Jean Johnson erhielt ein Paar der Korat-Katzen als Geschenk von einem Freund in Bangkok. Johnson hatte zu diesem Zeitpunkt bereits drei Jahr mit ihrem Mann in Thailand gelebt, sich jedoch stärker für Siamkatzen interessiert.

Als sie das Geschenk ihres Freundes erhielt, verschob sich dieses Interesse auf die thailändischen Glücksboten. Johnson stellte allerdings fest, dass die filigranen Katzen insbesondere in besser gestellten Kreisen der thailändischen Gesellschaft vertreten waren, die vor allem aus Adel sowie hochrangigen Beamten bestanden.

1954 verließen Johnson und ihr Mann Thailand und widmeten sich weiteren Aufgaben in Südost-Asien, bis sie schließlich in die USA zurückkehrten. 1959 erhielt das Ehepaar zwei Korat-Katzen von Johnsons Freund, der diese in die USA schickte. Das Paar freute sich über das Geschenk und begann mit der Zucht der orientalischen Katzen. Um eine Inzucht zu vermeiden, verpaarte Johnson ihre Korat-Katzen allerdings mit ihren eigenen siamesischen Bluepoint-Katzen.

Sie gründete die erste Korat-Katzen-Familie, indem sie schließlich alle Katzen, die siamesische Eigenschaften aufwiesen, aus dem Zuchtprogramm ausschloss. Es wanderten immer mehr Korat-Katzen aus Thailand in die USA, sodass die „Cat Fanciers Association“, kurz CFA, die Rasse bei Wettbewerben anerkannte.

Was bedeutet der thailändische Name „Si-Sawat“?

Die Korat-Katze erhielt in ihrer Heimat in Thailand den Namen „Si-Sawat“. „Sawat“ kann dabei etwa mit Glück und Wohlstand übersetzt werden. Während die orientalische Schönheit beim Adel sehr begehrt war, sollte sie Liebenden Glück und einen reichen Kindersegen bringen. Die Mutter der Braut schenkte dieser deshalb zur Vermählung einen Glückskater und setzte diesen direkt in das Hochzeitsbett des Paares. Nachdem er den frisch Vermählten den Kinderwunsch erfüllt hatte und sich Nachwuchs ankündigte, schlief der Kater vor der Geburt des Kindes in dessen Wiege. Wenn das Neugeborene auf die Welt kam und in die Wiege gelegt wurde, sollte ihm der Kater auf diese Weise ein gesundes und glückliches Leben versprechen.

Welches Erscheinungsbild besitzt der orientalische Stubentiger?

Das Fell der Korat-Katze besitzt einen charakteristischen silberblauen Farbton, der in Thailand auch mit dem Grau von herannahenden Regenwolken beschrieben wird. Das einzelne Haar zeigt dabei eine eher hellblaue Farbgebung an der Haarwurzel, die sich bis zur Haarspitze silbern verfärbt. Auf diese Weise erhält die orientalische Katze einen phosphorartigen Effekt, der das Licht regelrecht zu absorbieren scheint. Optisch entsteht eine Art Silberschein, der durchaus dem Effekt eines geheimnisvollen „Heiligenscheins“ gleichkommen kann. Insgesamt ist das Fell kurz und liegt dicht am Körper an. Das Zuchtstandard sieht ein blau-silbernes Fell als ideal an, das keine Markierungen aufweist.

Der herzförmige Kopf der Korat-Katze zeigt des Weiteren eine ebenfalls herzförmige Nase sowie weit oben angesetzte Ohren, die der Fellnase einen wachen und lebhaften Ausdruck verleihen. Wie viele Kitten kommt auch die orientalische Schönheit mit blauen Augen zur Welt. Diese erhalten während des Wachstums einen hellen bernsteinfarbenen Ton und verändern sich weiter, bis die Katze ausgewachsen ist. Schließlich strahlen die Augen der Korat-Katze in einem leuchtenden grün-goldenen Ton.

Der Körperbau der ist muskulös und insgesamt etwas gedrungen. Der relativ kurze Hals schließt sich direkt an die Brust an, wobei die Schultern etwas breiter als diese sind.
Das Gewicht von Katzen liegt zwischen 4,5 und 5,5 Kilogramm, während Kater etwa 5,5 bis 6,5 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Lebenserwartung liegt etwa zwischen 12 und 15 Jahren. Sie richtet sich insbesondere nach der Lebensart und der Gesundheit der Katze.

Wie fällt das Wesen des orientalischen Stubentigers aus?

Unter Artgenossen spielt die Korat-Katze gerne die erste Geige und steht somit gerne im Mittelpunkt. Gleichzeitig verhält sie sich ihren Menschen gegenüber allerdings sehr sensibel und anpassungsfähig. Sie fügt sich fast unauffällig in den alltäglichen Tagesablauf ein und richtet ihre Bedürfnisse und Wünsche dabei nach ihrem Besitzer.

Trotz ihres Selbstbewusstseins und ihrer Dominanz zeigt sich die orientalische Rasse auf diese Weise als angenehmer und erstaunlich sensibler Zeitgenosse. Zwar lässt sich der filigrane Stubentiger gerne von seinen Menschen hofieren, doch dank er es ihnen in gleicher Weise durch eine liebenswerte und anhängliche Art.

Die Katzenrasse verfügt dabei über eine außergewöhnlich feine Sinneswahrnehmung sowie eine gut ausgeprägte Intuition. Insbesondere gegenüber Kindern verhält sich der orientalische Stubentiger sehr sanftmütig. Er ist seinen Menschen gegenüber sehr anhänglich, verschmust und verspielt.

Da Korat-Katzen aber durchaus sehr schreckhaft seien können, sollten vor allem Kinder keinen zu rauen Umgang mit ihnen pflegen. Mehrere Liegeplätze und Höhlen ermöglichen der orientalischen Schönheit außerdem einen ruhigen Rückzugsort, wenn sie eine Pause braucht.

Wie gestaltet sich die Haltung einer Korat-Katze?

Die Korat-Katze kann sehr gut als reine Wohnungskatze gehalten werden. In ihrer Zeit mit Menschen hat sie sich an das Leben im Haus gewöhnt. Natürlich fordert sie aber genügend Platz sowie Spielmöglichkeiten, um sich austoben und beschäftigen zu können.

Die orientalische Katzenrasse liebt zudem eine ruhige Umgebung. Bei aktiven Menschen, die ständig neuen Trubel im Haus veranstalten, fühlt sie sich deshalb weniger wohl. Sie freut sich über eine beständige und harmonische Umgebung, in der sie ihrer ruhigen Lebensart nachgehen kann.

Dieser Umstand bedeutet jedoch nicht, dass sie sich den ganzen Tag nur versteckt. Sie fordert durchaus Aufmerksamkeit von ihren Menschen und freut sich über ausgiebige Streicheleinheiten. Auch gegen eine Artgenossin zum Spielen hat die Korat-Katze nichts einzuwenden. Insbesondere bei Katzenhaltern, die regelmäßig für eine längere Zeit außer Haus sind, lohnt sich der Gedanke über einen zweiten Zeitgenossen.

Welche Möglichkeiten bestehen zur Beschäftigung?

Wird die Korat-Katze als reine Wohnungskatze gehalten, möchte sie auch entsprechend beschäftigt werden. Hierfür eignen sich beispielsweise Elemente aus dem Katzensport, die den Stubentiger nicht nur körperlich, sondern auch geistig fordern. Da die orientalische Schönheit sehr intelligent ist, kann sie ebenfalls mit Clicker-Training oder mittels eines Target-Sticks kleine Kunststücke und Tricks lernen.

Des Weiteren freut sie sich ebenso, wenn sie von ihren Menschen durch Katzenspielzeug zu abwechslungsreichen Spielen aufgefordert wird. So jagt sie gerne Federn, Glöckchen und Bällchen, die über den Boden gerollt oder in Röhren und Höhlen versteckt werden.

Generell sollte der Korat-Katze außerdem ein Kratzbaum zur Verfügung stehen, den sie nicht nur zur Krallenpflege verwenden kann. So kann sie sich in Höhlen und auf hohe Liegepositionen zurückziehen, über Rampen jagen und an Spielzeugen, die beweglich am Kratzbaum befestigt werden, ihren Spaß haben.

Wird der Korat-Katze Freigang gewährt, kann sie zusätzlich durch die Natur streifen, neue Gerüche erschnuppern und Abenteuer erleben. Als Wohnungskatze freut sich die thailändische Fellnase über den Zugang zu einem gesicherten Balkon oder einem abgegrenzten Bereich im Garten, in dem sie sich in der Sonne entspannen und sich frischen Wind um die Nase wehen lassen kann.

Welche Pflege benötigt die Korat-Katze?

Als Kurzhaarrasse gilt die Korat-Katze als sehr pflegeleicht. Sie haart verhältnismäßig wenig und bildet nur während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst eine kurzzeitige Ausnahme. Grundsätzlich benötigt die orientalische Schönheit deshalb nur wenig Fellpflege. Meist reicht es aus, sie einmal wöchentlich gründlich durchzubürsten. Viele Katzen empfinden die Fellpflege aber als angenehme Streicheleinheit, die dann auch öfter durchgeführt werden kann. Durch die kurzen Haare und den geringen Haarverlust eignet sich die Korat-Katze außerdem für Allergiker.
Die Zähne des Stubentigers verlangen etwas mehr Aufmerksamkeit als das Fell. Ihre Reinigung kann durch Trockenfutter und entsprechende Leckerlies unterstützt werden. Bei einer vermehrten Bildung von Zahnstein lohnt sich allerdings der Besuch beim Tierarzt des Vertrauens.

Dieser besitzt gleichzeitig einen Überblick über alle notwendigen Wurmkuren und Impfungen. Diese sollte die Korat-Katze auch als reine Wohnungskatze erhalten, um optimal vor potentiellen Erregern und Katzenkrankheiten geschützt zu sein.

Wie sieht es mit der Gesundheit und Erbkrankheiten aus?

Die Korat-Katze ist für die Erbkrankheit Gangliosidosis GM1 und GM2 anfällig. Beide Erkrankungen blieben für lange Zeit unbemerkt und gehören zur Gruppe der sogenannten Iysosomalen Speicherkrankheiten. Der Gendefekt entsteht nur, wenn beide Elterntiere Träger der Anomalie sind. GM1 macht sich dabei erst nach drei bis sechs Monaten bemerkbar, während GM2 schon nach 2 Monaten erkennbar wird.

Als Symptome beider Erbkrankheiten gelten Kopftremore sowie eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit, die die Hinterbeine der Katzen betrifft. Da die Krankheit sehr schnell voranschreitet, erreichen erkrankte Kitten nur selten ihr erstes Lebensjahr.

Da der Gendefekt mittlerweile bekannt ist, kann er durch eine Blutuntersuchung allerdings festgestellt werden. Verantwortungsvolle Züchter sollten ihre Zuchttiere deshalb auf den Gendefekt untersuchen und kranke Kitten auf diese Weise möglichst ausschließen.

Neben Gangliosidosis profitiert die Korat-Katze über einen großen, natürlichen Genpool. Da sie zu einem großen Teil von züchterischen Eingriffen verschont wurde, gilt die Rasse generell als äußerst robust und immunstark. Wer beim Kauf oder der Adoption eines Jungtieres auf den Ausschluss von Erbkrankheiten achtet, hat also gute Chancen, sich einen gesunden und langlebigen Zeitgenossen ins Haus zu holen.

Welche finanzielle Belastung bedeutet die Haltung einer Korat-Katze?

Wie jedes Haustier bringt auch die Korat-Katze eine gewisse finanzielle Belastung mit sich. Diese umfasst sowohl einmalige Anschaffungskosten sowie laufende Kosten, die monatlich anfallen.
Zu den Anschaffungskosten zählen zunächst der Kittenpreis und die Erstausstattung. Während der Kittenpreis von Züchter zu Züchter variieren kann, sollte vor allem auf eine seriöse und verantwortungsvolle Zucht gesunder Jungtiere Wert gelegt werden. Die Erstausstattung sollte des Weiteren einen oder gleich auch mehrere Schlaf- sowie Liegeplätze, Futter- und Wassernapf, Katzenspielzeug, Futter vom Züchter, Fellpflegeartikel und einen Kratzbaum umfassen. Des Weiteren empfiehlt sich eine sichere Transportbox, die sich ebenfalls im Auto befestigen lässt.

Zu den laufenden Kosten zählen die Ausgaben für Katzenfutter, Tierarztbesuche sowie für den Ersatz alter Spielzeuge. Die überschaubaren Futterkosten richten sich insbesondere nach der Qualität des Katzenfutters, die möglichst hoch ausfallen sollte. Die Tierarztkosten können hingegen schnell in die Höhe schießen, wenn der orientalische Stubentiger erkrankt oder sich Verletzungen zuzieht. Hier lohnt es sich deshalb, wenn im Fall der Fälle auf Rücklagen zugegriffen werden kann.

Insgesamt sollte vor der Anschaffung eines Jungtieres eine kurze Kalkulation vorgenommen werden, die Aufschluss über die vorhandenen Mittel für die Katzenhaltung gibt.

Die Korat-Katze – Orientalische Schönheit und anhänglicher Zeitgenosse

Die Korat-Katze begeistert mit ihrer silberblauen Fellzeichnung, die die leuchtend grünen Augen noch stärker hervorhebt. Ihr Wesen reicht von ruhig über anhänglich bis hin zu verspielt und intelligent, sodass die orientalische Schönheit zu einem optimalen und faszinierenden Zeitgenossen wird.

Sie verhält sich Kinder gegenüber sehr behutsam, pflegt eine ruhige Lebensart und möchte am liebsten immer bei ihren Lieblingsmenschen sein. Sie eignet sich somit sowohl für Einzelpersonen, Paare wie auch für Familien, wenn der Alltag nicht zu hektisch ausfällt.

Insgesamt gilt die Korat-Katze nicht nur in Thailand als Glücksbotin. So bringt sie Ihren Menschen glückliche Zeiten und einen Reichtum an unvergesslichen Momenten ins Haus.

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