Die Glückskatze

Die Glückskatze –  Die Katze als Symbol des Glücks. Ist das möglich? Durchaus! Jeder kennt doch die berühmte Winke-Katze. Die Glückskatze mit dem winkenden Arm. Maneki Neko wird sie genannt. Aber kann es vielleicht auch sein, dass der eine oder andere Halter eine Glückskatze bei sich zu Hause auf dem Sofa liegen hat, ohne es zu wissen? Denn wenn der vierbeinige Liebling mehr als drei Farben aufweist, fällt er auch unter die Glückskatzen.

Ist meine Katze eine Glückskatze?

Diese Frage werden sich jetzt viele Halter stellen. Einfach einmal nachgeschaut – es lohnt sich – dieses herauszufinden. Weist die Katze eine schwarz rot weiße Färbung auf, dann hat der Besitzer das Glück eine Glückskatze sein Eigen nennen zu dürfen.  Aber diese Glückskatzen kommen so selten vor, wie die 4-blättrigen Kleeblätter auf der Wiese.

Warum ist die Glückskatze ein sehr seltenes Exemplar?

Diese Katze darf auf ein einzigartiges Chromosomen Zusammenspiel vertrauen. Denn eine Glückskatze ist im Besitz von 2 X-Chromosomen. Ein Phänomen das in der Regel bei weiblichen Katzen zum Tragen kommt. Nur in den seltensten Fällen  werden dem Kater zwei X- und einem Y-Chromosom zuteil.  Bei vielen Glückskatzen, die 3 Farben aufweisen, kommt dann oft noch die berühmte Scheckung dazu.

Welche Charaktereigenschaften bringt eine Glückskatze mit sich?

Auch unter den Europäischen Hauskatzen gibt es immer wieder einmal eine Glückskatze zu finden, ihr Charakter unterscheidet sich kaum von den Artgenossen.Da Glückskatzen aber hauptsächlich weiblicher Natur sind, werden sie gerne als kleine Divas eingestuft. Sie zeigt sich schnell einmal gereizt, wenn es um den Umgang mit anderen Katzen geht. Dafür hat sie aber ein sehr feines Gespür für ihren Menschen. Das zeigt die Glückskatze auch immer wieder auf. Sie hat eine sehr starke Bindung zu ihrem Halter, dieses will sie auch immer wieder verstärkt zeigen. Denn die Glückskatze ist in der Regel eine sehr fleißige Jägerin, sie schlägt Vögel ab, jagt nach Mäusen. Das Beutetier, ist ihre Trophäe, die sie stolz ihrem Halter mit nach Hause bringt und ihre Zuneigung zu ihm so gekonnt zum Ausdruck bringt. Sie arrangiert sich gut mit ihrem Menschen, auch wenn Kinder im Haushalt leben sollten, kommt sie gut mit ihnen klar. Glückskatzen weisen meist ein sehr ruhiges und angenehmes Gemüt auf, nichts und niemand kann sie so schnell aus der Ruhe bringen. Außer bei Artgenossen, da  reagiert die Glückskatze schneller gereizt. Wie jede Katze spielt auch die Glückskatze gerne, aber ihr Spieltrieb ist nicht so stark wie bei Artgenossen. Lieber holt sie sich eine zusätzliche Ration an Streicheleinheiten von ihrem Besitzer ab. Die Glückskatze, ist ein sehr liebevolles Tier und wenn eine Familie auf der Suche nach der passenden Katze als Haustier ist, kann diese Katze empfohlen werden. Auch mit kleinen Kindern, die ihr gegenüber noch ein ruppiges Verhalten aufzeigen, kommt diese Katze  mit der schwarz weiß roten Farbkombination gut klar.

Wie ist eine Glückskatze gebaut?

Sie weist meist eine kleinere Statur auf. Ihr Körperbau ist fein und zart, wie es Halter bei weiblichen Katzen gewöhnt sind. Aber auch wenn sich ihr Körperbau klein und schmal gestaltet, so steckt in dieser Katze ein athletisches und muskulöses Tier. Charakteristisch ist natürlich das Fell der Katze, das drei Farben aufzeichnet. Wie sich das Fell gestaltet, liegt in der Natur der Sache. Glückskatzen sind deshalb niemals ident in ihrer Farbgebung. Nicht so wie bei Rassekatzen, bei der ein Rassetier dem nächsten gleicht. Die Glückskatze ist somit ein wahres Unikat, das es anhand ihres Aussehens und ihres Charakters nur einmal gibt. Die unterschiedlichen Farbvarianten dieser Katze können facettenreicher nicht sein. In die golden-  bis  bernsteinfarbenen Augen verliert sich jeder Katzenliebhaber gerne. Denn der Blick der Katze zeigt sich offen  und vertrauenserweckend.

Das Fell einer Glückskatze zeigt sich als sehr pflegeleicht. Deshalb reicht es aus, wenn der Halter die Katze beim Fellwechsel im Frühling und im Herbst durch sanftes Bürsten unterstützt.

Durch die robuste Körpergestaltung kommt die Glückskatze auch als Freigänger gut klar. Sie genießt den Freigang, der ihr zuteil wird, auch wenn sie sich nicht weit vom Haus wegbewegt und ihr Revier relativ klein gehalten ist.

Wo liegen die Wurzeln der Glückskatze?

Bereits die Menschen im Mittelalter glaubten an die Mythen, die von der Glückskatze erzählt wurden. So beinhaltet die Geschichte von Brehms Tierleben, welche aus dem Jahre 1893 stammt, folgende Aussage: „Eine dreifarbige Katze schützt das Haus vor Feuer und anderem Unglück.“ Auch den Japanern entging die magische Gestaltung der dreifarbigen Glückskatze nicht. So entwickelte sich daraus ein eigener Katzentrend um eine bestimmte Rasse. Diese Katzenrasse nennt sich Japanese Bobtail. Aber was ist ein Japanese Bobtail? Hierbei handelt es sich um eine Katze mit einem dreifarbigen Fell und mit einem recht auffälligen Schwanz. Die Japanese Bobtail wurde bereits im Jahre 1600 der Zucht unterzogen und die Katze war somit Mitglied am japanischen Kaiserhof. So gelang es diesem Tier bald für Wohlstand und Macht einzustehen. Daraus resultierte mit großer Wahrscheinlichkeit auch der Kult der winkenden Katze, die den Namen Maneki Neko trägt. Die Katze aus Japan, die die Bezeichnung Japanese Bobtail hat, diente der Inspiration für die winkende Katze. Anfangs wurden nur Zeichnungen von diesem Tier angefertigt, als diese Zeichnungen regen Anklang fanden, wurden daraus unterschiedlichste Keramikfiguren gefertigt. Die Form aus Keramik zeigt eine sitzende Katze mit einer erhobenen Pfote. Die Überlieferung besagt, befindet sich die linke Pfote der Katze oben, soll sie damit Menschen anlocken. Wird die rechte Pfote gehoben, wird es Glück gepaart mit Wohlstand geben. Noch heute gilt die Maneki Neko als Glücksymbol und kann in vielen unterschiedlichen Geschäften erstanden werden. Mit der linken Pfote lockt die Katze die Kunden an, mit der erhobenen rechten Pfote erreicht das Tier, dass es gekauft und mitgenommen wird.

Glückskatzen gelten als Besonderheit

Glückskatzen gelten als Besonderheit und sie sind fast immer weiblich. Sie gelten als sehr selten und das hat etwas mit ihren Chromosomen zu tun. Da sie über zwei X- und einem Y-Chromosom verfügen. Hierbei handelt es sich um eine Laune der Natur, die nur selten zum Tragen kommt. Die Gene der Katze sind für die rote und schwarze Fellfärbung verantwortlich.

Die dreifache Farbverteilung trägt die Bezeichnung Schildpatt. Weitere Namen können sein: Tricolor, Calico oder Mi-Ke (was übersetzt so viel bedeutet, wie drei Felle). Unter Züchtern ist der Begriff Tricolor weit verbreitet. Warum tragen vor allem die weiblichen Katzen eine dreifache Färbung? Schuld daran ist die Genetik. Der Kater ist im Besitz von einem X- und einem Y-Chromosom. Die weibliche Katze hat zwei X-Chromosomen. Ein Chromosom erhielt sie vom Vater- eins vom Muttertier.

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