Bombay Katze

Bombay Katze im Garten
Bombay Katze im Garten | Foto: Viktor108 / depositphotos.de

Wer sich eine Bombay Katze anschafft, der holt sich einen kleinen, schwarzen Panther nach Hause. Denn bereits das Zuchtziel war es, einen kleine Rasse zu züchten, die an den großen schwarzen Panther erinnert, nur im kleinen, kompakten Format für das eigene Zuhause. Zudem sind die Bombay Katzen neugierig und verspielt, aber genauso auch anhänglich und verschmust. Die Bombay kommuniziert gerne mit ihrem Halter und miaut daher viel. Daher sollte die Entscheidung für diese Rasse nur fallen, wenn das häufige Miauen nicht stören wird. Zudem ist sie Kindern gegenüber oftmals zurückhaltend und daher besser für einen Single- oder Partnerhaushalt geeignet.

Steckbrief der Bombay Katze

  • schwarzes Fell
  • glänzend
  • Kurzhaarkatze
  • Herkunft USA
  • Katze bis 4 kg schwer
  • Kater bis zu 5 kg
  • Körperbau kompakt
  • klein bis mittelgroß
  • goldene bis kupferfarbene Augen
  • Lebenserwartung bis zu 12 Jahre

Geschichte und Herkunft von Bombay Katzen

In den 50er Jahren des vorherigen Jahrhunderts wurde beschlossen, eine kleine, schwarze pantherähnliche Katze für das eigene Zuhause zu züchten. Hierzu wurden als erstes schwarze oder sehr dunkle Burma Katzen genommen. Diese waren erst kurz zuvor aus der Rasse der Siamkatzen herausgezüchtet worden. Doch nur auf der Basis der Burma Katzen konnte die Züchtung nicht gelingen, da Siam Katzen eine Point-Mutation ausbilden, die sich auch auf das Fell der Neuzüchtung Burma niederschlug. Eine Züchtung einer rein schwarzen Bombay Katze war daher so nicht zu erreichen. So wurde die Burma Katze mit der American Shorthair Katze gekreuzt, die für die Züchtung allerdings ein schwarzes Fell besitzen musste.

Dokumentationen über Züchtungsversuche weichen auseinander

Allerdings gibt es verschiedene Berichte über die Züchtungsversuche, so dass es eine verlässliche Dokumentation der Zucht nicht gibt. Da es sich um eine sehr einseitige Zucht aufgrund der Fixierung auf das rein schwarze Fell handelte, gibt es auch nur eine sehr kleine Basis der Zucht. Dies kann laut Expertenmeinungen auch dazu geführt haben, dass es sich bei der Bombay um eine sehr kleine Katze handelt, die fast kleinwüchsig anmutet.

Name Bombay hat keinerlei Bezug zur Herkunft

Dass die Bombay Katze nach der indischen Stadt Bombay benannt wurde, hat keinerlei geschichtlichen Hintergrund. Wahrscheinlich gefiel dem Züchter dieser Name. Denn es gibt keinerlei Bezug nach Indien, auch nicht durch Ahnen, die eventuell aus Indien stammen könnten. Das ist hier nicht der Fall.

Zuchtkatze aus den USA

Die Katze wurde in den USA gezüchtet und erhielt hier die Anerkennung als Rasse im Jahr 1979 von der International Cat Association (TICA). In Europa ist eine Anerkennung der Rasse bislang durch die diversen Zuchtverbände nicht erfolgt. Daher ist die Bombay in Deutschland auch eher selten anzutreffen.

Beschreibung

Bei der Bombay Katze handelt es sich um eine fast kleinwüchsige, kompakte Katze. In ihrem Aussehen erinnert sie an einen geschmeidigen, aber dennoch kräftigen schwarzen Panther. Das Fell muss daher auch rein schwarz, kurz und glänzend sein. Die Unterwolle ist nur sehr dünn. Weiterhin sieht die Bombay wie folgt aus:

  • sehr leicht
  • Kater werden nur bis zu 5 kg schwer
  • Katzen sind leichter
  • die Augen sind goldfarben bis Kupfer
  • stehen verhältnismäßig weit auseinander
  • ausdrucksvoll und groß
  • abgerundeter Kopf
  • Ohren ebenfalls leicht abgerundet
  • Nase, Augenränder und Pfotenballen schwarz
  • kurze und breite Schnauze
  • muskulöser, fester Körper
  • gerader, starker Rücken
  • mittellange, kräftige Beine

Wesen und Charakter einer Bombay Katze

Die Bombay Katze ist sehr menschenbezogen und freundlich und erinnert in ihrem Wesen so gar nicht an ein gefährliches Raubtier. Sie sucht immer die Nähe ihrer Menschen und entwickelt eine sehr enge Bindung. Neben dem Schmusen ist der Bombay Katze aber auch das Spielen sehr wichtig. Hier kann sie mit verschiedenen Spielzeugen stundenlang toben. Danach sucht die Bombay aber wieder die Nähe zum Menschen und kriecht hierzu auch gerne mal unter die Bettdecke oder springt auf die Schulter.

Großes Mitteilungsbedürfnis durch viel Miauen

Das Mitteilungsbedürfnis der Bombay Katze ist sehr groß und sie spricht ständig mit ihren Menschen, indem sie viele verschiedene Miau-Varianten und Laute zum Besten gibt. Das macht die Bombay gerade auch für ältere, einsame Menschen so liebenswert. Denn mit den Katzen können sich diese dann stundenlang unterhalten und bekommen auch immer eine Reaktion zurück.

Sehr robust und stressresistent

Mit Veränderungen und Stress kann die Bombay Katze recht gut umgehen, denn sie ist sehr robust und nichts kann sie so schnell aus der Ruhe bringen. Daher fühlt sie sich auch mit viel Action im Haushalt sehr wohl. Allerdings kommt sie mit kleinen Kindern erst nach einer gewissen Eingewöhnungsphase zurecht.

Ungewöhnliches Freundschaften sind nicht selten

Mit weiteren tierischen Hausgenossen, ob kleine Nagetiere, Vögel oder auch Hunde versteht sich die Bombay Katze nach einiger Eingewöhnungszeit die für beide Seiten gilt sehr gut und es kann hier sogar auch zu ungewöhnlichen Freundschaften kommen.

Haltung von Bombay Katzen

Die Bombay Katze ist recht einfach zu halten. Dennoch sollte sie nicht allein in der Wohnung leben sondern sich diese mit einem Artgenossen teilen. Hat sie einen Fensterplatz zur Verfügung, von dem aus sie die Welt draußen betrachten kann, reicht ihr das schon aus. Denn die Bombay Katze ist sehr intelligent und beobachtet gerne und viel. Ein Freigänger ist sie in der Regel jedoch nicht.

Geschützter Freigang kann geboten werden

Dennoch kann ihr im Garten oder auf Terrasse und Balkon ein Bereich eingezäunt zur Verfügung stehen, damit sie sich im Sommer auch mal in die Sonne legen kann. Da sich die aufgeschlossene Bombay Katze vor nichts zu fürchten scheint, ist ein ungehinderter Freigang nicht zu empfehlen.

Bombay Katze auf dem Gartenzaun
Bombay Katze auf dem Gartenzaun | Foto: Viktor108 / depositphotos.de

Wohnung katzengerecht einrichten

In der Wohnung sollten bei einer reinen Wohnungskatze jedoch viele Möglichkeiten zum Klettern, Toben und Verstecken geboten werden, damit die Bombay Katze sich hier nicht langweilt. Gerade, wenn die Halter den ganzen Tag aus dem Haus sind, benötigt sie viele Möglichkeiten, um sich gemeinsam mit ihrem Artgenossen den Tag so angenehm wie möglich zu gestalten.

Rasse bleibt nicht gern allein

Wenn möglich sollte die Bombay Katze, trotz Artgenossen, nicht von ihren Menschen zu lange allein gelassen werden. Besser ist es, wenn immer jemand in der Wohnung ist oder diese nur für wenige Stunden verlassen wird.

Erziehung

Die Bombay Katze ist sehr intelligent. Daher ist auch eine Erziehung gut möglich. So kann sie zum Beispiel auch an eine Leine gewöhnt werden und sich so gemeinsam mit ihrem Menschen auf Streifzüge in der freien Natur begeben. Allerdings sollte bei diesen Spaziergängen darauf geachtet werden, dass hier keine freilaufenden Hunde unterwegs sind, die eine Gefahr für die Bombay Katze darstellen könnten.

Tricks können einfach erlernt werden

Die Bombay Katze spielt sehr gern und auch hier kann sie eine Menge Tricks spielerisch erlernen. So ist auch anspruchsvolles Spielzeug, für das Intelligenz benötigt wird, eine gute Alternative zum herkömmlichen Spiel für diese Rasse. Denn so wird sie gut ausgelastet und langweilt sich nicht.

Gut sozialisiert kann die Rasse alles erlernen

Hat die Bombay Katze eine gute Kinderstube bei einem seriösen Züchter genossen, dann ist sie gut sozialisiert. In einem solchen Fall gewöhnt sich die intelligente Katze von ganz allein an die Gewohnheiten und Regeln, die in der Familie herrschen und gliedert sich hier selbst ein.

Pflege

Auch wenn es sich bei der Bombay Katze um eine Kurzhaarrasse handelt, benötigt sie dennoch eine regelmäßige Fellpflege. So sollte das Fell regelmäßig gebürstet werden. Damit es den schönen, glänzenden Effekt erhält, kann es auch abgeledert werden. Aber auch an diese Pflege sollte die Katze von Anfang an langsam gewöhnt werden. Kennt sie die Pflege, wird sie sie genießen.

Rassetypische Krankheiten

Da die Zuchtbasis der Bombay Katze sehr klein und überschaubar ist, kann es bei der Rasse sehr schnell zu einer Inzucht kommen. Dies kann zu Krankheiten und einer allgemeinen Immunschwäche führen. Auch eine Reihe von durch die Zucht verbreiteten Erbkrankheiten kommen bei der Bombay Katze häufig vor. Ist die Katze jedoch gesund, kann sie ein Alter von bis zu zwölf Jahren erreichen, was für eine Katze leider nicht sehr hoch ist.

Ernährung

Die Bombay Katze kann aufgrund von Inzucht unter Allergien leiden, was bei der Ernährung und dem gewählten Futter dann unbedingt zu beachten ist. Eine diätische Ernährung sollte dann gemeinsam mit dem Tierarzt entwickelt werden. Ansonsten hat die Bombay Katze keinerlei Probleme mit Futter jeder Art und ist somit ein problemloser Kostgänger.

Anschaffung

In Deutschland ist es schwierig, aufgrund der fehlenden Zulassung des Europäischen Rasseverbandes einen Züchter zu finden. Dennoch werden Bombay Katzen auch häufiger im Internet zum Verkauf angeboten.

Seriöser Züchter zeigt bereitwillig alles

Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Züchter besucht werden kann, er die Räume bereitwillig zeigt, in denen die Katzen idealerweise im Familienverband mit dem Züchter gemeinsam aufwachsen. Auch Papiere, Stammbaum der Eltern und Abstammungsurkunden sollten ohne Nachfrage vorgelegt werden.

Beim Kauf der Kitten sollten diese entwurmt und geimpft sein und einen Impfpass vom Tierarzt besitzen. Bei einem seriösen Züchter kostet die kleine Bombay Katze ab 500,00 Euro aufwärts.

Bombay Katze
Bombay Katze | Foto: funny_cats / depositphotos.de

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist die Bombay als Rasse in Deutschland anerkannt?

Leider ist die Rasse in Europa von der zuständigen Fédération Internationale Féline (FiFe) als europäischer Zuchtverband bislang nicht anerkannt. Daher ist es auch schwer, in Deutschland einen seriösen Züchter zu finden. In den USA ist die Rasse jedoch von The International Cat Association (TICA) seit dem Jahr 1979 anerkannt.

Kann die Rasse gut alleine bleiben?

Die Bombay Katze kann nicht gut alleine bleiben. Sie ist sehr menschenbezogen und anhänglich und hält sich so auch immer in der Nähe ihrer Besitzer auf. Sei es in der Küche beim Kochen, beim abendlichen Fernsehen auf der Couch oder aber sogar in der Nacht gerne auch unter der Bettdecke. So sollte sie auch, wenn nicht anders möglich, nur wenige Stunden am Tag allein in der Wohnung verbleiben. Ein Artgenosse hilft zudem gegen Einsamkeit und Langeweile.

Kann ich meine Bombay erziehen?

Auch wenn häufig die Meinung herrscht, dass Katzen nicht erzogen werden können, da sie ihren eigenen Kopf haben, ist dies bei der Bombay Katze durchaus gut möglich. Denn die Rasse ist sehr intelligent und beobachtet viel. Auch das Spielen steht ganz oben auf der Liste dieser Rasse. So ist es möglich, die Bombay mit intelligenten Spielen zu bespaßen und ihr verschiedene Aufgaben zu geben, die sie alle nach einer kurzen Zeit schnell lernen wird. Auch Spaziergänge im Freien an einer Leine sind mit der Bombay keine Seltenheit.

Gibt es Krankheiten aufgrund von Inzucht?

Leider leidet auch diese Rasse aufgrund ihrer kleinen Zuchtbasis häufig unter Inzucht. Direkte Krankheiten sind aufgrund dieser Inzucht jedoch nicht zu benennen. Es handelt sich in einem solchen Fall eher um eine allgemeine Immunschwäche, die verschiedene Infekte und Krankheiten begünstigen kann. Doch auch Allergien wirkt sich die Inzucht häufig aus und die Bombay Katze benötigt in einem solchen Fall eine diabetische Ernährung, die mit dem Tierarzt abgeklärt werden sollte.

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