Katzen mit Gelenkproblemen: Symptome erkennen

Katzen mit Gelenkproblemen: Symptome erkennen – Die Katze hat bereits ein stattliches Alter erreicht, sie darf sich zu den Senioren Katzen zählen. Aber wie beim Menschen auch, fängt es im Alter an zu zwicken. Dort tut es weh – da tut es weh, die müden Gelenke wollen sich nicht mehr so recht in Bewegung setzen, leiden die Katzen an Gelenkproblemen. Damit ist die Katze kein Einzelfall, auch ihre Artgenossen haben mit solchen gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen.

Katzen mit Gelenkproblemen – Wie entsteht Arthrose?

In den tierärztlichen Praxen muss sich der Tierarzt sehr oft mit dem Thema Gelenkserkrankung, im Besonderen – Arthrose – auseinandersetzen. Denn 9 von 10 Senioren Katzen haben mit Gelenksproblemen dieser Art zu tun. Ihre Beweglichkeit ist dadurch zunehmend eingeschränkt. Die Gelenke eines älteren Tieres sind nun einmal abgenutzt und Schmerzen treten auf. Wenn die Katze unter einer Arthrose zu leiden hat, hat sich ihr Gelenk in all den Jahren bereits verändert. Aber wie?  Einfach erklärt: Jedes Gelenk besteht aus einer Gelenkspfanne und einem Knorpel. Sobald eine Bewegung ausgelöst wird, arbeiten beide Teile des Gelenkes zusammen und alles funktioniert reibungslos. Nicht aber, wenn im Knorpel bereits Ablagerungen entstanden sind bzw. sich die Form des Knorpels verändert hat. Ist dies der Fall, entsteht Reibung und diese Reibung verursacht Schmerzen. Dabei wird der Knorpel noch mehr beansprucht und die Gelenksprobleme werden mit der Zeit immer stärker. Vermehrte Gelenksschmerzen bei der Katze bleiben nicht aus.

Das weitverbreitete Gelenksproblem – Arthrose – ist bei Hund und Katze gleichermaßen zu erkennen. Die Verschleißerscheinungen in den Gelenken gelten als Ursache dafür. Der Bewegungsapparat der Katze ist somit nicht mehr so vital und Bewegungen werden ausgelöst, die zu Schmerzen führen. Sind die Verschleißerscheinungen in den Gelenken erst einmal gegeben, schreitet dieser Vorgang voran. In der Regel ist die Veränderung des Gelenkknorpels dafür verantwortlich, warum es zu dieser Erkrankung und den Gelenksbeschwerden überhaupt kommt. Gelenkerkrankungen dieser Art können nicht geheilt werden. Nur der Verlauf der Krankheit kann durch die richtig gesetzten Maßnahmen verlangsamt bzw. gestoppt werden.

Wie entsteht nun Arthrose genau? Jedes Gelenk hat als Gegenstück den passenden Knochen. Das Ende eines jeden Knochen ist mit einem Knorpelgewebe überzogen. Um das Gelenk ist die Gelenkskapsel. Somit erhält der Knochen seine Fixierung. Beim Gelenksknorpel handelt es sich um ein sehr festes Stützgewebe, welches sich aber druck- und biegungselastisch zeigt. Der Knorpel ist also wichtig, damit die einzelnen Knochen reibungslos zusammenspielen können und sie sich ohne Reibung gegeneinander bewegen. So ist der Gelenksknorpel durchaus in der Lage, jegliche Stöße gekonnt abzufangen. Eine Membran befindet sich im Inneren der Gelenkskapsel. Hierbei handelt es sich um die Synovialmembran. Diese Synovialmembran produziert die Synovialflüssigkeit. Auch besser unter dem Namen Gelenkschmiere bekannt. Es ist eine zähe Flüssigkeit, die dafür verantwortlich ist, dass die Gelenke ausreichend geschmiert sind. Zudem enthält diese Flüssigkeit Nährstoffe für das Knorpelgewebe.

Liegt bei der Katze bereits eine Gelenkerkrankung vor, hat der Knorpel bereits eine raue Oberfläche angenommen. Zudem gestaltet er sich mit der Zeit immer dünner. Der Knochen kann beim Bewegungsablauf nicht mehr gleiten. Die stoßdämpfende Eigenschaft geht mit der Erkrankung verloren. Die Federkraft des Knorpels ist stark vermindert. So muss die umschließende Kapsel die Stöße abfangen. Sie kann dadurch stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Gerade wenn die Katze unter einer Entzündung in den Gelenken leidet, ist dies der Fall.

Leidet die Katze unter vermehrten Gelenkproblemen, ist die Gelenkskapsel bereits stark strapaziert worden. Dadurch wird sie dicker, starrer und steifer in ihrer Beschaffenheit. Auch die Gelenksschmiere, Synovialflüssigkeit genannt, verändert sich. Sie wird anhand der Entzündungen flüssiger in ihrer Eigenschaft. Im Normalfall gestaltet sich die Gelenksschmiere zähflüssig und ist reich an Nährstoffen. Liegen starke Gelenksbeschwerden vor, wird sie immer flüssiger und das Gewebe des Knorpels erhält nicht mehr die Nährstoffe, die es dringend braucht.

Wird die Knorpelschicht dünner in ihrer Beschaffenheit, so kann der Druck auf die Gelenke nicht mehr so gut verteilt werden. Das hat zur Folge, dass der Knochen seine tragende Fläche erhöht. Aber wie? Er verdickt sich und die Fläche wird dadurch verbreitert. Darum können anhand eines Röntgen Bildes die Wucherungen der Knochen gut erkannt werden. Ist das der Fall, zeigt der Knochen Schmerzen auf und jede Bewegung tut weh. Es kann zu einem vermehrten Schmerzreiz kommen, wenn der Knochen einem ständigen Druck ausgesetzt ist.

Katzen mit Gelenkproblemen: Symptome erkennen

Leider ist es so, dass die Symptome erst sehr spät auftreten, wenn die Katze unter Gelenkproblemen leidet. Denn die Lahmheit bei Katze ist nicht auf den 1. Blick zu erkennen.

Dennoch gibt es Symptome, die darauf hinweisen, dass die Katze eine Gelenkerkrankung hat:

Das Aufstehen fällt schwer

Hat die Katze ihr Nickerchen gemacht und hat nun Probleme beim Aufstehen, kann das mitunter ein Symptom für die Erkrankung sein. Der Katze ist es nicht mehr möglich, bestimmte Gliedmaßen ihres Körpers gut zu belasten. Meist gibt sich das Problem wieder von selbst, ist die Katze dann ein paar Schritte gelaufen, nimmt sie wieder ihr normales Gangbild an.

Die Bewegungsabläufe der Katze gestalten sich steif und ungelenkig

Katzen gehören zu den guten Akrobaten. Sie verlieren diese Fähigkeit erst, wenn sie es mit Schmerzen in den Gelenken zu tun haben. So vermeidet die Katze so gut es geht weite Sprünge zu machen. Sie will nicht mehr ihren Platz auf der Fensterbank einnehmen, da ihr der Sprung hierfür zu hoch ist. Sie nutzt ihren Kratzbaum kaum mehr und der hohe Schrank bleibt dann auch vor ihr verschont. Viele Halter stufen solche Eigenschaften als herkömmliche Alterserscheinungen beim Tier ein. Die Senior Katze hat ein reifes Alter erreicht, deshalb ist sie nicht mehr so vital und aktiv. Das wiederum ist nicht richtig! Auch Senioren Katzen zeigen sich bis ins hohe Alter aktiv, wenn sie sich über einen guten Gesundheitszustand erfreuen dürfen.

Die Katze lahmt

Wenn diese Lähmung einige Tage anhält und nicht mehr schwinden möchte, kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die Katze starke Schmerzen in den Gelenken verspürt und es ist ratsam, das Tier beim Tierarzt durchchecken zu lassen.  Der Tierarzt kann an den einzelnen Bewegungsabläufen der Katze genau erkennen, ob eine Gelenkserkrankung vorliegt oder nicht. Er beobachtet das Tier, wie es aufsteht, wie es läuft. Meist werden die einzelnen Gliedmaßen der Katze dann abgetastet, so kann festgestellt werden, wo die Schmerzen liegen. Eine Röntgen Aufnahme gibt schlussendlich Klarheit darüber, ob die Katze nun von einem starken Verschleiß ihrer Gelenke betroffen ist.

Katzen mit Gelenkproblemen: Symptome erkennen und behandeln

Verabreichung von spezifischen Medikamenten

Ist die Gelenkerkrankung bereits fortgeschritten, werden der Katze in der Regel entsprechende Schmerzmittel verabreicht. Diese wirken schmerzlindernd als auch entzündungshemmend. So verschwinden die Schmerzen bei der Katze und sie wird in Folge wieder mehr Freude an der Bewegung haben. Leider kann diese Form der Behandlung nur kurzzeitig eingesetzt werden, um der Katze ihren Schmerz zu nehmen. Langfristig gesehen, muss aber nach einer alternativen Behandlungsform Ausschau gehalten werden.

Alternative Behandlungsformen

Die Homöopathie

Nicht nur die Schulmedizin darf bei Gelenksproblemen der Katze zu Anwendung kommen. Auch die alternative Medizin – die Homöopathie – zeigt oft ihre Wirkung, wenn es sich um solche Erkrankungen beim Tier handelt. Gerne werden dann der Katze Schüssler Salze verabreicht. Auch die BioresonanzTherapie zeigt eine gute Chance auf, die Beschwerden gut in den Griff zu bekommen. Kommt die Homöopathie bei dieser Erkrankung zum Einsatz müssen keine Nebenwirkungen auftreten. Gerade wenn die Senioren Katze mit homöopathischen Mitteln behandelt wird, kann es durchaus vorkommen, dass sich ihr allgemeiner Zustand verbessert, sich die Katze dann vitaler und fitter zeigt und man ihr das hohe Alter kaum anmerken kann. Sie kann durch diese Form der Behandlung nicht nur besser laufen, sie fühlt sich auch im Allgemeinen fitter und gesünder.

Die Physiotherapie

Diese Therapieform bekämpft besonders gut die Ursachen von Gelenksschmerzen. Anhand eines bestimmten Trainings erlangt die Katze ihre Beweglichkeit wieder zurück. Dabei wird bei der Physiotherapie auf kontrollierte Bewegungen gesetzt, die immer ihren gleichen Ablauf haben.

Katzen mit Gelenkproblemen: Nicht nur alte Tiere sind davon betroffen

Ja es stimmt. Vorrangig sind die Senioren Katzen davon betroffen. Aber die Gelenkprobleme sind nicht nur bei älteren Tieren zu erkennen. Auch eine Katze, die eine Fehlstellung zu verzeichnen hat, kann unter einer solchen Erkrankung leiden.

Katzen mit Gelenkproblemen: Können diese gesundheitlichen Probleme minimiert werden?

Gelenkserkrankungen jeglicher Art können nie ganz verhindert werden. Dennoch macht es durchaus Sinn, bestimmte Dinge zu berücksichtigen. Dazu gehören:

Die Ernährung

Hochwertiges Katzenfutter beugt Gelenkproblemen vor

Gerade bei jungen Katzen, wo der Aufbau der einzelnen Knochen stattfindet, ist es wichtig, dass die Katze eine bedarfsgerechte Fütterung erfährt.

Das Übergewicht

Das Übergewicht der Katze sollte niemals unterschätzt werden. Denn hat die Katze Übergewicht, so steigt die Chance, dass sie an einer Gelenkserkrankung erkrankt. Übergewicht begünstigt das Problem der Gelenkserkrankung.

Die Fehlstellung

Weist die Katze eine Fehlstellung auf, muss diese entsprechend behandelt werden, sonst führt diese Fehlstellung früher oder später zu einer Gelenkerkrankung. Gerne werden Fehlstellungen jeglicher Art mit der passenden Physiotherapie behandelt.

Die Fehlbelastung

Auch die Fehlbelastung kann zur Erkrankung der Gelenke führen. Deshalb sollte – so gut es geht – darauf geachtet werden, dass sich die Katze nicht zu sehr beansprucht und es zu starken Belastungen kommt. Bewegung für die Katze ist gut, dennoch alles mit Maß und Ziel.

Katzen mit Gelenkproblemen –  Ein großes Thema

Nicht nur bei Senioren Katzen, obwohl sie vorrangig davon betroffen sind. Gelenksprobleme jeglicher Art sind nicht nur als Verschleiß abzutun, wer vorbaut, der kann die Beweglichkeit seiner Katze bis ins hohe Alter erhalten. Das steht außer Zweifel. Auch bei der Senioren Katze sollte darauf geachtet werden, dass sie tägliche Bewegung erfährt, damit ihr Bewegungsapparat nicht einrosten kann. Ist die Katze bereits erkrankt, sollte umgehend mit der richtigen Behandlung begonnen werden, gleich für welche Form der Behandlung sich der Halter auch entscheiden mag.

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