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Futterrechner für Katzen
Wie viel Futter braucht Ihre Katze? Der Rechner ermittelt die Tagesmenge in Gramm nach den Richtwerten der FEDIAF – für Nass- und Trockenfutter, Kitten und erwachsene Katzen.
So rechnet der Futterrechner
Grundlage sind die Ernährungsrichtlinien des europäischen Heimtiernahrungsverbands FEDIAF in der Fassung vom September 2025. Sie werden jährlich von einem unabhängigen wissenschaftlichen Beirat überprüft und sind in Europa der gängige Maßstab für Alleinfutter. Gerechnet wird mit dem Energiebedarf in Kilokalorien umsetzbarer Energie (kcal ME) am Tag. Weil schwere Tiere je Kilogramm weniger Energie brauchen als leichte, wird mit dem „metabolischen Körpergewicht“ gerechnet – dem Gewicht hoch 0,67:
- Erwachsene Katze: Faktor × Gewicht0,67. Für kastrierte Katzen und Wohnungskatzen nennt die FEDIAF 52–75, für aktive, unkastrierte Katzen 100 (Tabelle VII-9). Der Rechner zeigt dafür 90–110.
- Kitten: ein Vielfaches von 100 × Gewicht0,67 – bis zum 4. Monat das 2- bis 2,5-Fache, vom 4. bis 9. Monat das 1,75- bis 2-Fache, danach rund das 1,5-Fache (Tabelle VII-10).
Den Tagesbedarf teilt der Rechner durch den Energiegehalt des Futters. Die FEDIAF bezeichnet ihre Werte ausdrücklich als Startpunkte: Temperament, Fell, Umgebungstemperatur und Gesundheit verschieben den Bedarf deutlich.
Beispiel
Eine kastrierte Wohnungskatze mit 4 kg: 40,67 ≈ 2,53; mal 52–75 ergibt rund 130–190 kcal am Tag. Bei einem Nassfutter mit 90 kcal je 100 g sind das ungefähr 145–210 g am Tag, bei einem Trockenfutter mit 380 kcal je 100 g etwa 35–50 g.
Wo finde ich den Energiegehalt?
Viele Hersteller drucken ihn auf die Packung, mal in kcal je 100 g, mal je Kilogramm, mal in Kilojoule – der Rechner rechnet alle vier Einheiten um. Fehlt die Angabe, lässt er sich aus den „Analytischen Bestandteilen“ schätzen, die auf jeder Packung stehen müssen. Der Rechner nutzt dafür die Vier-Schritt-Gleichung, die auch die FEDIAF vorsieht (Kapitel 7.2.2.2). Wie Sie die übrigen Angaben auf dem Etikett lesen, erklärt der Ratgeber Katzenfutter-Etikett lesen.
„Grob schätzen“ ist ein Notbehelf: 80–120 kcal je 100 g für Nass- und 340–420 kcal für Trockenfutter sind keine Normzahlen, sondern zeigen nur die Größenordnung.
Leckerlis gehören in die Rechnung
Snacks, Pasten und Reste vom Tisch liefern oft mehr Energie, als man denkt. Die Weltkleintierärztevereinigung WSAVA wertet es als Warnzeichen, wenn mehr als 10 % der Tagesenergie aus Snacks kommen. Der Rechner zeigt, wie viel das wäre – und um wie viel Sie das Hauptfutter dann kürzen. Mehr dazu: Leckerlis für Katzen.
Der Rippentest entscheidet, nicht die Rechnung
Legen Sie die flachen Hände seitlich auf den Brustkorb. Die Rippen sollten sich ohne Druck gut fühlen lassen, aber nicht sichtbar sein; von oben ist hinter den Rippen eine leichte Taille zu sehen, und am Bauch hängt kein großer Fettbeutel. Wiegen Sie Ihre Katze alle zwei bis vier Wochen und passen Sie die Menge in kleinen Schritten an.
Wann Sie zur Tierarztpraxis sollten
- Übergewicht: Kürzen Sie nicht auf eigene Faust. Frisst eine Katze zu wenig, kann innerhalb weniger Tage eine lebensgefährliche Leberverfettung (hepatische Lipidose) entstehen – besonders bei übergewichtigen Katzen. Ein Abnehmplan gehört in die Hand der Praxis: Übergewicht bei Katzen.
- Untergewicht oder Gewichtsverlust trotz normaler Fütterung: Zu dünne Katze.
- Ihre Katze frisst plötzlich deutlich mehr oder weniger, trinkt auffällig viel oder hat eine chronische Erkrankung wie eine Nieren- oder Schilddrüsenerkrankung.
- Trächtige und säugende Katzen: Ihr Bedarf ändert sich von Woche zu Woche, das deckt dieser Rechner nicht ab – siehe Trächtige Katze füttern.
Quellen und Rechengrundlagen (5)
- FEDIAF: Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, September 2025 (Kap. 7.2, Tabellen VII-9 und VII-10, Energiegehalt 7.2.2)
- FEDIAF: Übersicht der Nutritional Guidelines
- WSAVA Nutritional Assessment Guidelines (Freeman L. et al., 2011) – Leckerlis über 10 % der Energie als Risikofaktor
- WSAVA Global Nutrition Guidelines mit Body-Condition-Score-Tafel für Katzen
- MSD Veterinary Manual: Feline Hepatic Lipidosis (Leberverfettung der Katze)
Stand: 26. September 2026