Wie oft am Tag sollte man eine Katze füttern?

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Erwachsene Katzen sollten mindestens zweimal am Tag gefüttert werden, besser drei- bis viermal in kleineren Portionen. Kitten bis etwa sechs Monate brauchen drei bis vier Mahlzeiten täglich. Die Tagesmenge bleibt dabei gleich – sie wird nur aufgeteilt. Wie viel das insgesamt ist, erklärt Wie viel Futter braucht eine Katze?.
Wie Katzen von Natur aus fressen
Eine frei lebende Katze fängt Mäuse, und eine Maus deckt nur einen kleinen Teil ihres Tagesbedarfs. Katzen jagen deshalb viele Male am Tag und in der Nacht und fressen jede Beute einzeln. Die amerikanische Vereinigung der Katzentierärzte AAFP beschreibt in ihrem Konsenspapier zur Katzenfütterung von 2018, dass Katzen viele Stunden am Tag mit der Nahrungssuche verbringen und bevorzugt kleine Portionen allein und in Ruhe fressen. Sie empfiehlt daher mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag, gern kombiniert mit Futterspielzeug.
Für Wohnungskatzen fällt die Jagd weg. Zwei große Portionen am Tag sind für viele Katzen ungewohnt: Sie schlingen, erbrechen danach gelegentlich oder betteln zwischen den Mahlzeiten. Kleinere, häufigere Portionen passen besser zu ihrem Rhythmus.
Wie oft erwachsene Katzen fressen sollten
Für gesunde erwachsene Katzen gilt: zwei Mahlzeiten als Minimum, drei bis vier als gute Lösung. Einmal am Tag zu füttern ist nicht zu empfehlen. Die Katze hat dann lange Hungerphasen, frisst die große Portion oft zu schnell und erbricht sie wieder.
Ein Beispiel für einen Tag mit Berufstätigkeit:
- Morgens vor dem Gehen: ein Drittel der Tagesmenge als Nassfutter.
- Tagsüber: ein Teil der Tagesmenge Trockenfutter in einem Futterball oder aus dem Futterautomaten.
- Abends nach der Rückkehr: ein Drittel als Nassfutter.
- Vor dem Schlafengehen: eine kleine Spätportion – sie hilft vielen Katzen, die sonst um fünf Uhr morgens wecken.
Feste Zeiten geben Katzen Sicherheit. Wichtiger als die Minute ist aber, dass die Tagesmenge insgesamt stimmt und die einzelnen Portionen nicht zu groß werden.
Kitten und junge Katzen
Kitten wachsen schnell und haben einen kleinen Magen. Sie können ihren hohen Energiebedarf nicht in zwei Mahlzeiten decken.
| Alter | Mahlzeiten am Tag | Hinweis |
| 8 bis 12 Wochen | 4 oder mehr | viele Züchter lassen Kittenfutter frei stehen |
| 3 bis 6 Monate | 3–4 | Gewicht wöchentlich kontrollieren |
| 6 bis 12 Monate | 2–3 | nach der Kastration Menge anpassen |
| ab 1 Jahr | 2–4 | große Rassen wachsen länger |
Bei jungen Kitten ist es üblich, das Futter frei zur Verfügung zu stellen, solange sie schlank bleiben. Ab etwa einem halben Jahr, spätestens nach der Kastration, sollten Sie auf feste Portionen umstellen. Was Kitten fressen sollten, steht unter Kittenfutter.
Futter frei stehen lassen?
Manche Halter stellen morgens die Tagesration Trockenfutter hin und lassen die Katze selbst einteilen. Das funktioniert bei schlanken Katzen, die sich gut regulieren, und wenn die abgewogene Tagesmenge nicht nachgefüllt wird. Bei Katzen, die zu Übergewicht neigen, und in Mehrkatzenhaushalten klappt es meist nicht: Die eine frisst zu viel, die andere kommt zu kurz, und niemand weiß, wer wie viel gefressen hat.
Nassfutter eignet sich nicht zum Stehenlassen. Es trocknet an, verdirbt bei Wärme schnell und zieht Fliegen an. Reste nach einigen Stunden entsorgen und den Napf vor jeder Mahlzeit spülen.
Futterautomat und Futterspielzeug
Wer tagsüber lange weg ist, kann mit einem Futterautomaten eine Mittagsportion geben. Es gibt Geräte für Trockenfutter und gekühlte Schalen für Nassfutter; welche Art zu welcher Katze passt, zeigt Katzenfutterautomat. Ein Automat ersetzt aber nicht den täglichen Blick darauf, ob die Katze frisst und gesund wirkt.
Noch besser für Wohnungskatzen: Futterbälle, Fummelbretter und versteckte Portionen, die die Katze erst suchen muss. Sie verlängern die Mahlzeit, bremsen Schlinger und beschäftigen, siehe Intelligenzspielzeug für Katzen. Frisst eine Katze trotzdem so hastig, dass sie danach erbricht, hilft Katze frisst zu schnell.
Mehrere Katzen im Haushalt
Katzen fressen ungern Seite an Seite. Stellen Sie jeder Katze einen eigenen Napf an einen eigenen Platz, möglichst außer Sichtweite der anderen. Bekommen die Katzen unterschiedliches Futter, etwa eine Diät, hilft ein Napf, der sich nur für den Chip der richtigen Katze öffnet, oder die Fütterung in getrennten Räumen. So sehen Sie auch, wenn eine Katze weniger frisst als sonst.
Wenn Katzen krank, alt oder operiert sind
- Ältere Katzen fressen oft lieber kleinere Portionen, dafür häufiger. Nimmt eine alte Katze ab, gehört das tierärztlich abgeklärt.
- Katzen mit Diabetes bekommen ihre Mahlzeiten meist passend zur Insulingabe; den Plan legt der Tierarzt fest, siehe Ernährung bei Diabetes der Katze.
- Katzen, die nach dem Fressen erbrechen, profitieren oft von mehreren kleinen Mahlzeiten. Erbricht eine Katze mehrfach am Tag oder mit Blut, muss sie sofort zum Tierarzt.
- Vor einer Narkose muss die Katze nüchtern sein. Wie lange vorher sie nichts mehr bekommen darf, sagt die Praxis; halten Sie sich genau daran.
Frisst eine Katze länger als 24 Stunden gar nichts, ist das ein Grund für den Tierarzt – auch wenn sie sonst munter wirkt. Katzen, besonders übergewichtige, können sonst eine lebensgefährliche Leberverfettung entwickeln.
Im Urlaub und bei Abwesenheit
Eine Katze sollte nicht mehrere Tage allein mit einem Futterautomaten bleiben. Jemand muss mindestens einmal täglich nach ihr sehen, frisches Futter und Wasser geben, das Katzenklo reinigen und prüfen, ob es ihr gut geht. Eine Katzensitterin oder ein Nachbar, der die Katze kennt, ist dafür die beste Lösung. Lassen Sie eine Liste mit Futtermenge, Fütterungszeiten und Telefonnummer der Tierarztpraxis da.
Unsere Empfehlung: Teilen Sie die Tagesmenge auf mindestens zwei, besser drei oder vier Portionen auf, wiegen Sie sie morgens ab und nutzen Sie für die Zeit, in der Sie weg sind, Futterspielzeug oder einen Automaten. So frisst Ihre Katze langsamer, bettelt weniger und bleibt eher schlank.
Häufige Fragen
Reicht es, eine Katze einmal am Tag zu füttern?
Für die meisten Katzen nicht. Eine einzige große Mahlzeit passt nicht zu ihrem Fressverhalten, führt häufiger zu Schlingen und Erbrechen und lässt lange Hungerphasen. Zwei Mahlzeiten sind das Minimum.
Meine Katze weckt mich jeden Morgen um fünf – was tun?
Geben Sie ihr kurz vor dem Schlafengehen eine kleine Portion aus der Tagesmenge oder stellen Sie einen Futterautomaten auf die frühe Uhrzeit. Stehen Sie auf das Wecken hin nicht auf, sonst lernt die Katze, dass es funktioniert. Das braucht ein paar Nächte Geduld.
Soll ich nachts Futter hinstellen?
Das kann sinnvoll sein, weil Katzen auch nachts aktiv sind. Nehmen Sie dafür einen Teil der abgewogenen Tagesmenge, am besten Trockenfutter in einem Futterball. Nassfutter über Nacht stehen zu lassen, ist im Sommer keine gute Idee.
Wie viele Mahlzeiten braucht eine Katze nach der Kastration?
Die Zahl der Mahlzeiten kann gleich bleiben, die Gesamtmenge aber sinkt, weil kastrierte Katzen weniger Energie verbrauchen. Viele kleine Portionen helfen gegen das Betteln, das nach der Kastration oft zunimmt.



