Die richtige Ernährung für die Katze

Thunfisch für Katzen
Für Katzen gibt es Katzenfutter mit nur wenig Thunfisch | Foto: igvee / depositphotos.com

Um ein langes und gesundes Leben zu führen, braucht eine Katze die richtige Ernährung. Katzen sind ihrem Ursprung nach Jäger, die Beutetiere verzehren, die einen hohen Proteinanteil, mäßig viel Fett und nur wenige Mengen Kohlenhydrate enthalten. Zudem benötigen Katzen weitere Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien. Auch die Ernährung der Hauskatzen erfordert diese Grundlagen.

Katzenernährung – natürlich und gesund

Katzen sind obligate Fleischfresser und damit auf Nährstoffe angewiesen, die in tierischen Produkten enthalten sind. Auf Weizen, Soja, Zucker und Milchprodukte sollte hingegen verzichtet werden. Wir haben die wichtigsten Informationen für eine natürliche und gesunde Ernährung für die Katze zusammengestellt.

Was fressen Katzen in der Natur?

Katzen gehören zu den obligaten Carnivoren, den echten Fleischfressern. Das bedeutet, sie brauchen eine Quelle für tierisches Eiweiß, um gesund leben zu können. In freier Wildbahn fressen Katzen die von ihnen erlegten Beutetiere. Ihre Hauptnahrung besteht damit aus rohem Fleisch, Knochen und Innereien. Katzen verzehren auch einen kleinen Teil pflanzlicher Stoffe – insbesondere, die im Darm der Beutetiere enthaltenen.

Im British Journal of Nutrition erschien 2011 eine Meta-Studie zur Ernährungsweise von wilden und verwilderten Katzen. Auf der Basis von 30 Datensätzen aus 27 unterschiedlichen Untersuchungen aus der ganzen Welt wurde ermittelt, welche Art von Lebensmitteln Katzen in freier Wildbahn fressen. Auf dieser Grundlage konnte ein geschätztes Makronährstoffprofil für die Wildkatzen erstellt werden. Es stellte sich heraus, dass die wilden und verwilderten Katzen in erster Linie Kaninchen, keine Nagetiere und Vögel essen. Zudem enthält die Ernährung geringe Mengen Fisch und Aas sowie Reptilien und Amphibien. Mit einem Mittelwert von gut 40 % stellten sich Kaninchen als Hauptnahrungsquelle heraus, gefolgt von Nagetieren mit einem Mittelwert von gut 30 %.

Damit wird deutlich, dass Katzen vor allem kleine, magere Beutetiere verzehren – mit viel Protein (52 %), weniger Fett (46 %) und äußerst geringen Mengen an Kohlenhydraten (knapp 2 %).

Sollte Katzenfutter getreidefrei sein?

Die Tatsache, dass Katzen in freier Wildbahn kaum Kohlenhydrate verzehren ist der Grund, aus dem auch das Futter für Hauskatzen getreidefrei sein sollte. Dennoch ist gerade in Trockenkatzenfutter meist Mais, Weizen oder Hafer enthalten. Vor allem Weizen ist für seine Unverträglichkeit bekannt und sollte daher vermieden werden. Reis zählt ebenfalls zu den Getreidesorten, ist allerdings nicht für Unverträglichkeiten bekannt und wird etwa im Krankheitsfall als Schonkost von Tierärzten empfohlen. Da Reis außerdem hochwertiges Eiweiß enthält, spricht nichts gegen die Verwendung von Reis in Katzenfutter.

Übrigens: Getreidefrei bedeutet nicht unbedingt kohlenhydratarm. Es gibt zahlreiche Kohlenhydratquellen wie Linsen, Süßkartoffeln und Tapioka auf die ebenso weitestgehend verzichtet werden sollte. Tatsächlich gibt es sogar getreidefreie Katzennahrung, die mehr Kohlenhydrate enthält als manch ein getreidehaltiges Produkt. Damit kann getreidefreies Futter eine sehr gesunde Option für die Katze sein. Allerdings sollten Katzenhalter die Inhaltsstoffe auch darüber hinaus genau prüfen. Selbst ein Trockenfutter sollte vor allem reich an Fleisch und damit an Proteinen sein.

Was dürfen Katzen nicht essen?

Katze frisst Früche und Joghurt
etwas Joghurt und andere Dinge geben der Katze ausgesuchte Nährstoffe | Foto: niglaynike / depositphotos.com

Neben den Dingen, die nicht der natürlichen Ernährungsweise der Katzen entsprechen und daher nur in geringen Mengen verfüttert werden sollten, gibt es ein paar Sachen, die Katzenhalter niemals verfüttern sollten. Denn bestimmte Substanzen, die uns Menschen zum Teil nicht schaden, sind für Katzen giftig oder zumindest sehr schädlich und ungesund. Zu diesen Dingen gehören:

  • Alkohol
  • Zwiebeln
  • Zwiebelpulver
  • Knoblauch
  • Kaffee und andere koffeinhaltige Produkte
  • Rohes Schweinefleisch (kann ein für Katzen gefährliches Virus enthalten)
  • Avocados
  • Brotteig
  • Hefeteig
  • Weintrauben
  • Rosinen
  • Johannisbeeren
  • Nüsse
  • Obstkerne
  • Maiskolben
  • Tomaten
  • Pilze
  • Fettige Lebensmittel
  • Salz
  • Schokolade

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und gibt lediglich einen groben Überblick. Grundsätzlich sollte eine Katze spezielles Futter bekommen und nicht das, was die Familie am Tisch isst, Reste oder gar Abfälle.

Dürfen Katzen Milch, Quark, Joghurt und Hüttenkäse essen?

Tatsächlich lieben viele Katzen Milch und Käse. Doch das bedeutet nicht, dass es auch gut für sie ist. Denn eigentlich sind Katzen nicht für den Verzehr von Milchprodukten geschaffen, auch wenn sie die fettigen Leckereien zu genießen scheinen. Denn Kuhmilch oder gar verarbeitete Milchprodukte wie Joghurt, Käse, Quark und Hüttenkäse sind kein natürlicher Bestandteil der Ernährung einer Katze. Ebenso wie Fleisch enthält zwar auch Käse viel Eiweiß, doch das Verdauungssystem der Katze ist nicht auf das Produkt ausgerichtet. Katzen vertragen Milchprodukte nicht besonders gut. Denn sie produzieren nicht das Enzym Laktase und so wird die Verdauung von Milchprodukten für Katzen sehr schwierig. Viele Katzen haben sogar eine Laktoseintoleranz und diese kann bis zu Erbrechen und Durchfall führen, wenn die Katze Milchprodukte verzehrt.

Darüber hinaus haben Käse und Co einen hohen Fettgehalt. Eine Katze, die regelmäßig Milchprodukte verzehrt, kann leicht an Gewicht zulegen. Und Fettleibigkeit verkürzt die Lebenserwartung, denn sie begünstigt zahlreiche Krankheiten. Aus diesem Grund sind auch laktosefreie Milchprodukte keine Alternative. Diese enthalten nämlich in der Regel immer noch ziemlich viel Fett.

Katze und Maus am Käse
Auch wenn der Käse verlockend aussieht, ist so ein großes Stück nicht gut für die Katze | Foto: leon_traut
/ depositphotos.com

Wie ernähre ich meine Katze richtig?

Die optimale Ernährung für die Katze ist also vor allem fleischbasiert, frei von Getreide und Kohlenhydratarm. Eine solche Ernährung versorgt die Katze auch mit der für sie sehr wichtigen essentiellen Aminosäure Taurin. Kohlenhydrate wie Reiskleie würden das Taurin binden und damit die Aufnahme im Körper verhindern. Rohes Fleisch hingegen liefert Taurin, das die Katze leicht aufnehmen kann. Eine stärkearme Ernährung beugt darüber hinaus Übergewicht vor und regt die natürlichen Bakterien im Verdauungssystem der Katze an, B-Vitamine zu bilden. Diese sind für das Nervensystem, das Immunsystem und die Verdauung der Katze wichtig.

Ideal für den Stubentiger ist also eine getreidefreie und im Idealfall rohe Katzennahrung. Der Fleischanteil sollte dabei aus magerem Fleisch wie Geflügel, Rind und Innereien bestehen. Ergänzend können wichtige Mineralstoffe und Vitamine zugefügt sein. Wer seine Katze nicht roh füttern will, hat mit hochwertigem Katzenfutter, das einen hohen Fleischanteil besitzt, eine praktische Alternative.

Was essen Katzen besonders gerne?

Wenn wir an eine hungrige Katze denken, haben wir oft das Bild des Stubentigers vor dem Goldfischglas oder dem gierig Milch schleckenden Kätzchen im Kopf. Tatsächlich sind Fisch und Milch nicht unbedingt die idealen Snacks für eine Katze.

Eine Katze wird sich jedoch an einem guten frischen Katzenfutter mit viel rohem Fleisch erfreuen. Doch nicht jede Katze hat hier den gleichen Geschmack. Es kann sich lohnen, unterschiedliche Katzenfutter auszutesten, um herauszufinden, was die Katze besonders gerne ist.

Natürlich ist es auch in Ordnung, dem Haustier hin und wieder mit einem speziellen Katzenleckerli eine Freude zu bereiten. Und ein paar menschliche Lebensmittel ab und an als besondere Leckerei sind auch erlaubt – zum Beispiel essen einige Katzen gerne gekochte Eier.

Übrigens: Süßes können Katzen nicht wahrnehmen. Sie haben nicht die dafür notwendigen Rezeptoren auf der Zunge.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*