Dürfen Katzen Bananen essen?

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Katzen dürfen Bananen essen – ein kleines Stück reife Banane ohne Schale ab und zu ist unbedenklich. Die ASPCA führt die Bananenpflanze als ungiftig für Katzen. Ein sinnvolles Leckerli ist Banane trotzdem nicht: Sie besteht vor allem aus Zucker und Stärke, mit denen eine Katze wenig anfangen kann.
| Erlaubt? | ja, in kleinen Mengen |
| Menge | ein erbsen- bis würfelzuckergroßes Stück, nicht täglich |
| Zubereitung | roh, reif, geschält, zerdrückt oder klein geschnitten |
| Achtung | keine Schale, keine Chips, nicht bei Diabetes oder Übergewicht |
Warum Bananen für Katzen wenig bringen
Bananen enthalten Kalium, Vitamin B6, Ballaststoffe und reichlich Zucker. Für Menschen ist das ein praktischer Snack, für Katzen nicht. Katzen sind obligate Fleischfresser: Sie decken ihren Energiebedarf vor allem aus Eiweiß und Fett, nicht aus Kohlenhydraten. Die Nährstoffe, die sie brauchen, liefert ein Alleinfuttermittel vollständig.
Den Zucker in der Banane schmeckt die Katze nicht einmal. Bei Katzen ist eines der beiden Gene für den Süß-Rezeptor stillgelegt, wie Forschende 2005 in der Fachzeitschrift PLoS Genetics beschrieben haben. Interessiert sich Ihre Katze für Banane, lockt sie eher die weiche Konsistenz oder die Neugier auf das, was Sie essen.
Wie viel Banane ist in Ordnung?
Die tierärztliche Faustregel lautet: Alle Leckerlis zusammen höchstens etwa zehn Prozent der täglichen Energie. Bei Banane bleiben Sie weit darunter. Eine Scheibe von etwa einem Zentimeter Dicke ist für eine erwachsene Katze schon die Obergrenze, ein kleineres Stück reicht völlig. Einmal in der Woche oder seltener genügt.
Bieten Sie beim ersten Mal nur ein winziges Stück an. Manche Katzen reagieren auf die ungewohnten Kohlenhydrate und Ballaststoffe mit weichem Kot, Blähungen oder Durchfall. Dann lassen Sie Banane künftig weg.
So bieten Sie Banane an
- Reife Banane wählen. Sie ist weich und leicht zu kauen. Unreife Banane enthält mehr schwer verdauliche Stärke.
- Schälen. Die Schale ist zäh, schwer verdaulich und oft mit Pflanzenschutzmitteln behandelt.
- Klein schneiden oder zerdrücken. Ein Klecks Bananenmus lässt sich auch auf einer Leckmatte verteilen.
- Pur geben. Ohne Zucker, Honig, Schokolade, Sahne oder Joghurt mit Zusätzen.
Was an Bananen problematisch sein kann
- Zucker und Kalorien: Eine mittelgroße Banane liefert rund 100 Kilokalorien – das ist bis zur Hälfte dessen, was eine erwachsene Wohnungskatze mit 4 kg am ganzen Tag braucht. Wer regelmäßig größere Stücke gibt, füttert Übergewicht an.
- Diabetes: Katzen mit Diabetes sollten keine Banane bekommen, weil jeder zusätzliche Zucker die Blutzuckereinstellung erschwert. Mehr unter Ernährung bei Diabetes der Katze.
- Verdauung: In größeren Mengen führen Stärke und Ballaststoffe zu Durchfall oder im Gegenteil zu hartem Kot. Als Hausmittel gegen Durchfall oder Verstopfung eignet sich Banane bei Katzen nicht.
- Schale: Wird ein größeres Stück Schale verschluckt, kann es erbrochen werden oder den Darm reizen.
- Verarbeitete Produkte: Bananenchips sind meist in Fett frittiert und gezuckert, Bananenbrot und Bananenkuchen enthalten Zucker, Butter und manchmal Rosinen oder Schokolade. Beides gehört nicht in den Napf.
Anzeichen einer Unverträglichkeit
Weicher Kot oder einmaliges Erbrechen nach einem Stück Banane geht meist von selbst vorbei. Zum Tierarzt sollten Sie, wenn Ihre Katze mehrmals am Tag erbricht, länger als einen Tag Durchfall hat, Blut im Kot zeigt oder länger als 24 Stunden nichts frisst. Hat sie Bananenkuchen mit Rosinen oder Schokolade erwischt, rufen Sie sofort in der Praxis an und lösen Sie kein Erbrechen selbst aus.
Bessere Alternativen
Wer seiner Katze etwas Besonderes geben möchte, greift besser zu etwas, das zu einem Fleischfresser passt: ein Stück gekochtes, ungewürztes Hähnchen, ein Häppchen gekochter Fisch oder ein Leckerli für Katzen. Mehr dazu unter Leckerlis für Katzen. Andere Obstsorten und worauf man bei ihnen achten muss, zeigt die Übersicht Welches Obst dürfen Katzen essen?
Unsere Empfehlung: Wenn Ihre Katze unbedingt probieren will, gönnen Sie ihr ein kleines Stück reife Banane. Zum festen Leckerli sollte Banane nicht werden.
Häufige Fragen
Ist Bananenschale giftig für Katzen?
Nein, giftig ist sie nicht. Sie ist aber zäh, schwer verdaulich und häufig mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Knabbert Ihre Katze daran, nehmen Sie die Schale weg; ein kleines verschlucktes Stück führt höchstens zu Erbrechen.
Dürfen Kitten Banane essen?
Kitten brauchen ein vollwertiges Aufzuchtfutter, weil sie für ihr Wachstum besonders viele Nährstoffe benötigen. Ein winziges Stück Banane schadet nicht, sinnvoll ist es nicht. Lassen Sie Banane bei jungen Katzen am besten ganz weg.
Hilft Banane bei Durchfall?
Bei Katzen nicht. Hält der Durchfall länger als einen Tag an, ist Blut dabei oder wirkt Ihre Katze matt, gehört sie zum Tierarzt. Bei leichtem Durchfall hilft eine leicht verdauliche Schonkost aus gekochtem, magerem Fleisch – mehr unter Schonkost für Katzen bei Durchfall.
Warum hat meine Katze Angst vor Bananen?
Manche Katzen reagieren auf Bananen misstrauisch. Eine gesicherte Erklärung gibt es dafür nicht; vermutet werden der ungewohnte Geruch oder die Form. Zwingen Sie Ihre Katze nie, sich einer Banane zu nähern, und erschrecken Sie sie nicht absichtlich damit.
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