Dürfen Katzen Butter essen?

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Katzen dürfen Butter essen, aber nur als seltene Kleinigkeit: Ein Klecks, den die Katze vom Messer leckt, ist für ein gesundes Tier unbedenklich. Butter enthält zwar kaum Milchzucker, besteht aber fast nur aus Fett. Regelmäßig gegeben, macht sie dick und kann Durchfall auslösen – einen Nutzen hat sie für die Katze nicht.
| Erlaubt? | ja, als seltene Kleinigkeit |
| Menge | höchstens eine Messerspitze, nicht täglich |
| Zubereitung | ungesalzen, pur, nicht gebräunt |
| Achtung | Kalorien, Durchfall, Kräuter- und Knoblauchbutter |
Warum Katzen Butter so mögen
Butter riecht intensiv nach Milchfett, und auf Fett sprechen Fleischfresser stark an. Katzen können Fett auch gut verdauen – ihr natürliches Beutetier liefert neben viel Eiweiß reichlich davon. Deshalb stehen manche Katzen morgens neben dem Frühstücksbrett und warten auf das Messer. Mit Bedarf hat das nichts zu tun: Ein Alleinfuttermittel liefert alles Fett, das die Katze braucht, einschließlich der Arachidonsäure, die nur in tierischem Fett vorkommt.
Laktose ist bei Butter kein großes Thema
Anders als Milch enthält Butter nach gängigen Nährwerttabellen nur etwa 0,6 bis 0,7 g Milchzucker je 100 g. Bei der Butterherstellung bleibt der größte Teil der Laktose in der Buttermilch zurück. Katzen, die auf Milch mit Durchfall reagieren, vertragen eine Messerspitze Butter deshalb meist problemlos. Buttermilch dagegen enthält mit etwa 3,5 bis 4 g Laktose fast so viel wie Milch und ist für Katzen keine gute Idee – mehr dazu unter Dürfen Katzen Milch trinken?
Das eigentliche Problem: Fett und Kalorien
Butter besteht zu gut 80 % aus Fett und liefert rund 740 kcal je 100 g. Ein Teelöffel mit etwa 5 g bringt es auf knapp 40 kcal. Eine kastrierte Wohnungskatze mit 4 kg braucht nach den Richtwerten der europäischen Heimtierfutterindustrie (FEDIAF) nur etwa 130 bis 190 kcal am Tag. Ein Teelöffel Butter deckt damit rund ein Fünftel bis ein Viertel ihres Tagesbedarfs – ohne ein einziges Vitamin, das sie aus dem Futter nicht ohnehin bekäme.
Wer regelmäßig Butter abgibt, füttert die Katze langsam dick. Übergewicht ist das häufigste Ernährungsproblem bei Katzen und begünstigt Diabetes und Gelenkprobleme. Größere Mengen Fett auf einmal können außerdem Erbrechen und fettigen, weichen Kot auslösen. Bei Hunden gelten sehr fette Mahlzeiten als Auslöser einer Bauchspeicheldrüsenentzündung; bei Katzen ist der Zusammenhang weniger klar, empfindliche Tiere reagieren trotzdem mit Magen-Darm-Beschwerden.
Gesalzene Butter, Kräuterbutter, Erdnussbutter
Gesalzene Butter enthält meist 1,5 bis 2 % Salz. In einer Messerspitze ist das unproblematisch, für nierenkranke Katzen und Katzen mit Bluthochdruck aber ein unnötiges Extra.
Kräuterbutter und Knoblauchbutter sind tabu. Knoblauch, Zwiebeln, Schnittlauch und Bärlauch gehören zu den Lauchgewächsen und schädigen die roten Blutkörperchen der Katze, auch in kleinen Mengen und gekocht. Die Folgen zeigen sich oft erst nach einigen Tagen. Mehr unter Zwiebeln und Knoblauch.
Erdnussbutter ist für Katzen nicht giftig, aber sehr fett und oft gesalzen. Manche Sorten, vor allem Light- oder Fitnessprodukte, enthalten Süßstoffe wie Xylit (Birkenzucker), der für Hunde hochgiftig ist; bei Katzen ist das kaum untersucht. Lesen Sie deshalb die Zutatenliste und lassen Sie die Katze höchstens einmal am Löffel lecken.
Butterkäse hat mit Butter nur den Namen gemeinsam: Er ist ein junger Schnittkäse. Was dafür gilt, steht unter Dürfen Katzen Käse essen?
Butter als Hausmittel: Haarballen und Umzug
Ein Klecks Butter soll Haarballen „gleitfähig“ machen, heißt es. Belegt ist das nicht. Katzen, die häufig würgen oder erbrechen, sollten tierärztlich untersucht werden – dahinter können auch Magen-Darm-Erkrankungen stecken. Sinnvoller als jedes Hausmittel ist regelmäßiges Bürsten, denn es verringert die Menge verschluckter Haare. Mehr dazu unter Katze würgt.
Genauso alt ist der Rat, einer Katze nach einem Umzug Butter auf die Pfoten zu streichen, damit sie beim Ablecken den neuen Ort annimmt. Dafür gibt es keine Grundlage. Was nach einem Umzug wirklich hilft, steht unter Umzug mit Katzen.
Nützlich kann Butter sein, um eine Tablette zu verpacken. Fragen Sie vorher in der Praxis, ob das Medikament mit Futter gegeben werden darf.
Wann Sie auf Butter verzichten sollten
Keine Butter bekommen übergewichtige Katzen, Katzen mit Diabetes oder Diätfutter, Katzen mit chronischem Durchfall oder einer früheren Bauchspeicheldrüsenentzündung. Bei nierenkranken Katzen sprechen Sie jedes Extra mit dem Tierarzt ab. Katzenwelpen brauchen ein vollwertiges Kittenfutter und keine Butter.
Hat Ihre Katze ein größeres Stück Butter stibitzt, genügt meist Beobachten: Weicher Kot oder einmaliges Erbrechen sind möglich und gehen in der Regel von selbst vorbei. Zum Tierarzt sollte sie, wenn sie mehrmals erbricht, der Durchfall länger als ein bis zwei Tage anhält, sie matt wirkt, einen schmerzhaften Bauch hat oder nichts frisst. War es Kräuter- oder Knoblauchbutter, rufen Sie die Praxis sofort an.
Die Empfehlung: Butter ist für Katzen verzichtbar. Eine Messerspitze zum Ablecken ab und zu ist in Ordnung, mehr nicht. Einen Überblick über alle Milchprodukte finden Sie unter Milch und Milchprodukte für Katzen.
Häufige Fragen
Ist Butter bei Laktoseunverträglichkeit der Katze in Ordnung?
Was die Laktose angeht, ja: Butter enthält weniger als 1 g je 100 g. Das Fett bleibt aber das Problem. Eine Katze, die empfindlich auf Milch reagiert, darf eine Messerspitze Butter lecken, eine Mahlzeit ist Butter nie.
Hilft Butter bei Verstopfung?
Nein, und als Selbstbehandlung ist sie ungeeignet. Verstopfung bei Katzen hat oft Ursachen, die der Tierarzt klären sollte, etwa zu wenig Flüssigkeit, Schmerzen oder Nierenerkrankungen. Setzt eine Katze länger als zwei Tage keinen Kot ab oder presst sie erfolglos, gehört sie in die Praxis. Presst ein Kater auf der Toilette und kommt kein Urin, ist das ein Notfall.
Dürfen Katzen Margarine essen?
Margarine bietet keinen Vorteil gegenüber Butter. Sie ist ebenso fett und enthält zudem Pflanzenöle, Salz und Zusatzstoffe. Eine abgeleckte Messerspitze ist harmlos, gefüttert wird sie nicht.
Darf meine Katze Butterkekse essen?
Nicht als Leckerli. Kekse enthalten Zucker, Mehl und Fett, gelegentlich auch Schokolade oder Rosinen. Ein Krümel schadet nicht, bei Schokoladenkeksen rufen Sie die Tierarztpraxis an.
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