Katzenhaus für draußen: Wetterfest, winterfest und an der richtigen Stelle

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Ein Katzenhaus für draußen ist ein kleiner, wetterfester Unterschlupf aus Holz oder Kunststoff, in dem eine Katze vor Regen, Wind, Kälte und Sonne geschützt ist. Es eignet sich für Freigänger, die tagsüber nicht ins Haus können, und für Streunerkatzen an einer betreuten Futterstelle. Winterfest wird es erst mit Dämmung, erhöhtem Boden, kleinem Eingang und trockener Einstreu.
Für wen ein Außenhaus sinnvoll ist
Ein Freigänger mit Katzenklappe kann jederzeit ins Warme. Anders sieht es aus, wenn niemand zu Hause ist und es keine Klappe gibt: Dann sucht die Katze bei Regen oder Kälte Schutz unter Autos, in Schuppen oder Kellerschächten. Ein Katzenhaus im Garten oder auf der Terrasse gibt ihr einen sicheren Platz in ihrem eigenen Revier. Auch in einem Katzengehege gehört ein wetterfester Rückzugsort dazu.
Für scheue, verwilderte Hauskatzen, die an Futterstellen versorgt werden, sind isolierte Unterschlüpfe im Winter oft überlebenswichtig. Tierschutzvereine betreuen solche Katzen und lassen sie kastrieren; wer eine Futterstelle betreibt, sollte sich mit dem örtlichen Tierschutzverein abstimmen.
Nicht gedacht ist ein Außenhaus als dauerhafte Unterkunft für eine Katze, die eigentlich zum Haushalt gehört. Hauskatzen brauchen Kontakt zu ihren Menschen und die Möglichkeit, ins Haus zu kommen, besonders bei Frost, Krankheit und im Alter.
Die Arten im Vergleich
| Art | Eigenschaften | Geeignet für |
| Holzhaus, ungedämmt | Wetterfest lasiert, oft mit Dachterrasse | Frühjahr bis Herbst, Schutz vor Regen und Sonne |
| Holzhaus, gedämmt | Doppelte Wände mit Dämmplatten, erhöhter Boden | Ganzjährig, auch im Winter |
| Kunststoff- oder Styroporbox | Leicht, gut isolierend, leicht zu reinigen | Winter, Futterstellen, geschützte Standorte |
| Stoffhaus mit wasserdichter Hülle | Leicht und günstig, oft mit Fleece innen | Überdachte Plätze wie Terrasse oder Carport |
| Haus mit Katzenklappe | Eingang nur für registrierte Katze | Gärten mit vielen Nachbarkatzen |
Einfache wetterfeste Häuser gibt es ab etwa 30 bis 50 Euro, gedämmte Holzhäuser kosten meist zwischen 80 und 200 Euro.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- Größe. Nicht zu groß: Die Katze wärmt das Haus mit ihrem Körper. Ein Innenraum, in dem sie sich ausgestreckt hinlegen und umdrehen kann, reicht. Für zwei Katzen darf es etwas größer sein.
- Dach. Schräg oder mit Überstand, damit Regen abläuft. Bitumen- oder Dachpappe hält lange dicht.
- Erhöhter Boden. Füße oder eine Unterlage von einigen Zentimetern verhindern, dass Kälte und Nässe von unten eindringen.
- Eingang. Nicht größer als nötig, etwa 15 bis 20 cm breit. Das hält Wärme drin und größere Tiere draußen. Ein Streifenvorhang oder eine Klappe schützt vor Wind.
- Zweiter Ausgang. Häuser mit zwei Öffnungen verhindern, dass eine Katze von einem Eindringling in die Enge getrieben wird. Bei Frost ist ein Eingang wärmer.
- Material. Wetterfest lasiertes Massivholz oder robuster Kunststoff; innen keine giftigen Lasuren oder Holzschutzmittel.
- Reinigung. Ein abnehmbares oder aufklappbares Dach erleichtert das Säubern und den Austausch der Einstreu.
So wird das Katzenhaus winterfest
- Dämmung: Dämmplatten aus Styrodur oder Styropor an Wänden, Boden und Decke, innen mit Holz oder Kunststoff verkleidet, damit die Katze nicht daran kratzt oder knabbert.
- Einstreu: Stroh ist die beste Wahl, weil es Luft einschließt und trocken bleibt. Decken, Handtücher und Heu saugen Feuchtigkeit auf, werden klamm und kalt und können schimmeln.
- Wärmequelle: Selbstwärmende Decken, die die Körperwärme zurückstrahlen, brauchen keinen Strom. Elektrische Wärmeplatten nur, wenn sie ausdrücklich für den Außenbereich zugelassen sind und das Kabel vor Nagen geschützt ist.
- Belüftung: Ein ganz geschlossenes Haus beschlägt innen. Kleine Lüftungsöffnungen unter dem Dach verhindern Kondenswasser.
- Kontrolle: Tauschen Sie feuchtes oder verschmutztes Stroh aus. Nasses Fell kühlt eine Katze schnell aus.
Wasser für draußen gefriert im Winter. Stellen Sie es in einem dickwandigen Napf auf und tauschen Sie es mehrmals täglich aus, oder nutzen Sie beheizte Näpfe für den Außenbereich. Futter gehört nicht ins Schlafhaus, es lockt Mäuse, Ratten und andere Tiere an.
Der richtige Standort
Stellen Sie das Haus an einen ruhigen, windgeschützten Platz, etwa an einer Hauswand, unter einem Vordach oder im Carport. Der Eingang zeigt von der Hauptwindrichtung weg; in Deutschland kommt der Wind meist aus Westen, also besser nicht nach Westen öffnen. Im Sommer darf das Haus nicht in der prallen Sonne stehen, sonst heizt es sich stark auf. Katzen mögen außerdem Plätze mit Überblick: Ein Haus mit Dachterrasse oder auf einem kleinen Podest wird oft lieber angenommen als eines in der dunklen Ecke.
Ein Standort nahe am Haus hat den Vorteil, dass Sie sehen, ob die Katze das Haus nutzt und ob es ihr gut geht.
Fremde Katzen und Ungeziefer
Ein Katzenhaus im Garten zieht auch Nachbarkatzen an. Unkastrierte Kater markieren es mit Urin, und Ihre Katze meidet es danach womöglich. Abhilfe schafft eine Katzenklappe mit Chip am Eingang, die nur Ihre Katze einlässt. Solche Klappen laufen mit Batterien und sollten wettergeschützt sitzen.
Reinigen Sie das Haus regelmäßig und tauschen Sie die Einstreu, weil sich Flöhe gern in warmen Liegeplätzen vermehren. Ihre Katze braucht als Freigänger einen passenden Floh- und Zeckenschutz, mehr dazu unter Katzenflöhe.
Ein Katzenhaus selbst bauen
Ein einfaches Winterquartier lässt sich aus einer stabilen Kunststoffbox mit Deckel bauen: Innen mit Styropor- oder Styrodurplatten auskleiden, einen Eingang von etwa 15 cm Durchmesser seitlich und nicht direkt am Boden ausschneiden, Kanten mit Klebeband entschärfen, mit Stroh füllen und die Box auf eine Palette oder Steine stellen. Solche Selbstbauten verwenden viele Tierschutzvereine für Futterstellen. Für Holzhäuser brauchen Sie wetterfeste Platten, Dachpappe und ungiftige Außenlasur. Mehr zu Rückzugsorten für drinnen lesen Sie unter Katzenhaus.
Unsere Empfehlung: Für Freigänger, die nicht jederzeit ins Haus können, lohnt sich ein kleines, gedämmtes Holzhaus mit erhöhtem Boden, Stroh als Einstreu und – bei vielen Nachbarkatzen – einer Chip-Klappe. Die beste Lösung bleibt aber ein Zugang zur Wohnung.
Häufige Fragen
Wie kalt darf es für eine Katze im Außenhaus werden?
Gesunde, an draußen gewöhnte Katzen halten in einem gedämmten, trockenen Haus mit Stroh auch Frostnächte aus. Kitten, alte, kranke und sehr schlanke Katzen brauchen bei Frost einen Platz im Haus.
Warum nimmt meine Katze das Katzenhaus nicht an?
Oft liegt es am Standort, an fremdem Geruch oder daran, dass das Haus neu ist. Stellen Sie es an einen ruhigen, erhöhten Platz, legen Sie etwas mit vertrautem Geruch hinein und locken Sie mit Leckerlis. Hat eine andere Katze markiert, reinigen Sie es gründlich mit einem Enzymreiniger.
Kann ich eine Decke ins Katzenhaus legen?
Draußen besser nicht. Decken nehmen Feuchtigkeit auf und werden kalt. Stroh bleibt trocken und isoliert besser.
Braucht ein Katzenhaus für draußen eine Heizung?
Nicht zwingend. Gute Dämmung, ein kleiner Eingang und Stroh genügen meist. Eine elektrische Wärmequelle nur, wenn sie für draußen zugelassen und das Kabel geschützt ist.


