Niereninsuffizienz: Häufige Katzenerkrankung

Das Organ Niere gilt bei vielen Katzen im zunehmenden Alter als Schwachstelle. Daher weisen ca. die Hälfte aller Katzen im fortgeschrittenen Alter ein Nierenleiden auf. Denn die gute Funktionalität des Organes geht mit den Jahren verloren.

Niereninsuffizienz – Immer auf die angezeigten Symptome achten

Wichtig ist bei einer Erkrankung der Nieren,  dass bei den ersten Symptomen, welche die Katze aufzeigt, umgehend gehandelt wird. Es ist aber auch durchaus möglich, dass sich diverse Symptome erst später einstellen und viele Halter sind dann der Meinung, die Katze ist ganz plötzlich krank geworden, aber das ist nicht so. Denn eine Niereninsuffizienz erfolgt schleichend. Über Monate sogar Jahre kann diese Krankheit voranschreiten, ohne dass sie vom Halter bemerkt wird. Es kann durchaus vorkommen, dass bereits mehr als 70 % des Gewebes der Niere zerstört sind, wenn der Katzenbesitzer auf die Nierenerkrankung aufmerksam wird.

Die typischen Symptome, die von einer Nierenerkrankung ausgehen, gestalten sich wie folgt:

  • Die Katze trinkt viel mehr als sonst.
  • Die Katze zeigt sich appetitlos.
  • Die Katze ist meist schlapp und abgeschlagen
  • Ein Gewichtsverlust aus unerklärlichen Gründen ist zu verzeichnen.
  • Die Katze hat einen sehr starken Mundgeruch.
  • Die Katze erbricht immer wieder.
  • Die Schleimhäute im Mund sind entzündet.

Wenn eine alte Katze vermehrt zu trinken beginnt, dann ist Vorsicht geboten. Viele Katzen gelten als Trinkmuffel und fangen nicht von heute auf morgen an, von sich aus vermehrt ihre Wasserschüssel aufzusuchen. Dafür gibt es durchaus oft einen treffenden Grund – eine Nierenerkrankung. Aber der große Durst könnte durchaus auch ein Hinweis auf Katzendiabetes sein. Ein Gang zum Tierarzt ist immer ratsam.

Niereninsuffizienz bei der Katze – Vorbeugen ist besser als heilen

Ist die Niereninsuffizienz bei der Katze bereits chronisch, kann die Krankheit nicht mehr geheilt werden. Vom Tierarzt behandelbar ist die Niereninsuffizienz dennoch gut und die Krankheit beeinträchtigt damit das Leben des Tieres nicht. Wenn auch keine Aussicht auf eine Heilung besteht, so kann die Katze durchaus ein schönes Leben führen, vorausgesetzt ihr wird das entsprechende Futter serviert.

Wer eine Katze zu Hause hat, die sich bereits zum älteren Semester zählen darf, sprich, sie ist älter als 10 Jahre, dann sind für sie Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt Pflicht. Bei einer klassischen Routineuntersuchung werden dann meist das Blut und der Urin untersucht. Treten erste Anzeichen auf eine Nierenerkrankung auf, gibt der Harn und deren Zusammensetzung Auskunft darüber. Denn wenn die Niere nicht mehr optimal arbeitet, ist das als erstes Anzeichen  in der Zusammensetzung des Harns zu erkennen. Wird beim Tierarzt also ein Urintest der Katze veranlasst, lässt dieser Test  ein Nierenleiden umgehend ausschließen, wenn die Konsistenz des Harns sich als stimmig erweist. Eine frühzeitige Diagnose ist darum das Um und Auf bei einer Erkrankung der Nieren. Je früher vom Tierarzt erkannt wird, dass die Nieren der Katze nicht mehr einwandfrei arbeiten, umso schneller kann gehandelt werden, damit die Behandlung ihre Wirkung zeigt.

Auch im Blut ist eine Erkrankung  – wie eine Niereninsuffizienz bei Katzen – gut erkennbar. Die Werte von Kreatin und Phosphor sind dann kräftig angestiegen.

Niereninsuffizienz bei der Katze – Eine Futterumstellung muss sein

Wie gestaltet sich der Verlauf der Behandlung? Ist die Nierenerkrankung im Anfangsstadium, werden der Katze meist pflanzliche Medikamente verabreicht und die Chancen einer Heilung stehen gut. Die Nieren sollten nun geschont werden, mit dem richtigen Futter, das einen reduzierten Phosphor- und Eiweißgehalt aufweist.

Ist es bereits zu einer Niereninsuffizienz bei der Katze gekommen, muss eine strikte Nierendiät eingehalten werden. Der Grad der Nierenerkrankung bestimmt, wie sich das Nierendiätfutter zusammensetzt. Dass der Eiweiß- und Phosphorgehalt des Futters stark reduziert wird, ist Gewissheit. Das erkrankte Tier darf nur mehr mit Diätfutter gefüttert werden. Zusätzliche Leckereien sind streng verboten, diese beeinträchtigen den Gesundheitszustand der Nieren zunehmend. Kommt es zu einer Futterumstellung, weil eine Niereninsuffizienz bei der Katze vorliegt, wird die Futterumstellung in der Regel vom Tierarzt vorgenommen. Denn es kommt gar nicht selten vor, dass das Tier mit der jeweiligen Futterumstellung gar nicht so recht einverstanden ist.

Eine Futterumstellung hat wohl bei keiner anderen Erkrankung einen so großen Einfluss auf das Wohlergehen der Katze, wie bei einer Niereninsuffizienz. Auch die Lebenszeit der Katze wird durch das richtig gereichte Diätfutter verlängert. Denn eindeutige Studien zeigen auf: bekommt die nierenerkrankte Katze Nierendiätfutter gereicht, nimmt das einen positiven Einfluss auf ihre Gesundheit und die Lebenserwartung steigt an. Auch die Lebenslust und das Wohlbefinden bei der Katze kehren wieder zurück.

Gerade bei einer Nierenerkrankung ist es sehr wichtig, der Katze genügend Wasser bereitzustellen.

Niereninsuffizienz bei der Katze – Das Trinkverhalten fördern

Neben der Fütterung des richtigen Diätfutters muss dafür gesorgt werden, dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei der Katze gewährleistet ist. Trinken ist ein lebensnotwendiger Bestandteil in der Nahrungsaufnahme, gerade dann wenn das Tier eine Nierenerkrankung zu beklagen hat. Bestimmte Abläufe im Körper können nur mit dem Einfluss von Wasser stattfinden. Unterschiedliche Organe sind vom Wasser abhängig, nicht nur die Nieren, sondern auch die Verdauungsorgane. Die diversen Verdauungssäfte können erst dann zu arbeiten beginnen, wenn sie genügend Wasser haben. Das Gleiche gilt für die Nieren zu sagen.

Zeigt sich die Katze von ihrem Wassernapf nur wenig angetan, kann dieser Umstand vom Halter durchaus geändert werden, indem er der Katze statt herkömmlichem Wasser eine abgekühlte Fleischbrühe zu trinken gibt. Bei einer Geflügelbrühe kann keine Katze widerstehen. Die Versuchung ist einfach zu groß. Es gibt kleine Tricks, die ihre Wirkungskraft nie verfehlen (lesen Sie hier mehr).

Zudem gilt zu sagen, dass Katzen das Wasser lieber abgestanden mögen, als frisch. Kommt das Wasser aus dem Hahn, sollte es vorab 10 Minuten stehen gelassen werden, bevor die Katze daran nippen kann.

Wer nicht weiß, wie viel der geliebte Vierbeiner zu sich nimmt, der sollte seinen Wassernapf gegen eine Wasserschale mit Füllkennungszeichnung auswechseln. Diese Trinkglasschalen ermöglichen es, dass der Halter immer weiß, wie viel die Katze gerade Wasser zu sich genommen hat.

Niereninsuffizienz bei der Katze – Die Fütterung benötigt Veränderungen

Statt 2 oder 3 großen Mahlzeichen am Tag, werden der Katze nur mehr kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt gereicht. Die Zahl der Mahlzeiten steigt von 2 bis 3 auf 5 bis 6 am Tag an. Dafür wird die Menge des Futters reduziert. So ist die Katze immer satt und die kleinen Futtermengen bekommen ihrem Organismus besser.

Niereninsuffizienz bei der Katze – Eine Krankheit, die niemals unterschätzt werden darf

Die Nieren gehören zu den wichtigen Orangen des Körpers, auch bei der Katze ist das so. Die Nieren entgiften und sorgen für die Ausscheidung. Sie sind für den Wasserhaushalt des Körpers und den gesamten Organismus verantwortlich. Dass mit zunehmendem Alter Defizite und Verschleißerscheinungen auftreten können, ist keine Seltenheit. Damit aber die Funktionalität der Nieren erhalten bleiben, müssen die richtigen Maßnahmen vom Halter gesetzt werden.

Wurde die Katze einer ausführlichen tierärztlichen Untersuchung unterzogen, die ergab, dass das Tier an einer Erkrankung der Nieren leidet, müssen entsprechende Sofortmaßnahmen gesetzt  werden. Als erste Sofortmaßnahme wird der Speiseplan der Katze umgestellt. Die Katze bekommt nun statt schwer verdaulicher Nahrung fortan eine ausgewogene und bedarfsgerechte Fütterung, die die geschädigten Organe schont und somit wird der Gesundheitszustand des Tieres erhalten. Eine Nierendiät muss immer an das jeweilige Tier angepasst werden. Der Krankheitsverlauf einer Nierenerkrankung zeigt sich individuell. So gestaltet sich jede Form der Nierendiät anders.

Wichtig ist bei einer Nierendiät, dass der Phosphorgehalt im Futter niedrig gehalten ist. Fette sind nur mehr in angemessener Menge gefragt. Auch die Zahl der Proteine müssen verringert werden. Denn Proteinablagerungen können  Probleme mit den Nieren veranlassen.

Die speziellen Futtermischungen, die bei einer Nierenerkrankung bzw. einer Niereninsuffizienz bei der Katze zum Einsatz kommen, können nur vom Tierarzt bezogen werden, er kennt das Tier anhand seiner Untersuchungen am besten. Er weiß, wie weit die Nierentätigkeit beeinträchtigt ist.

Es gibt verschiedene Nierendiäten für die Katze. Der Tierarzt verordnet immer jene Diät, die mit dem Krankheitsbild- und dem Krankheitsverlauf stimmig ist.

Ist die Nierentätigkeit bei einer älteren Katze noch gegeben, macht es dennoch Sinn, ihr ein entsprechendes Seniorenfutter zu reichen. Denn dieses baut bereits darauf auf, die Nieren der Katze zu schonen. Anhand der richtigen Fütterung ist es durchaus möglich, die Gesundheit der Nieren zu erhalten, damit eine Nierenerkrankung und in späterer Folge eine Niereninsuffizienz bei der Katze kein Thema ist.

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