Krankenversicherung für Katzen

Katze mit Krankenversicherung beim Tierarzt
Mit einer Krankenversicherung ist die Katze für teure Operationen abgesichert | Foto: SimpleFoto / depositphotos.com

Eine Krankenversicherung für die Katze abzuschließen leuchtet nicht jedem Katzenhalter sofort ein. Meist drängt sich die Frage auf, ob das wirklich sein muss. Eine klare Antwort darauf gibt es leider nicht. Es kommt letztlich immer auf die Umstände an und darauf, inwieweit man sich einen größeren operativen Eingriff bei der Katze leisten kann. Ganz allgemein funktioniert eine Krankenversicherung für die Katze wie eine Krankenversicherung bei Menschen. Allerdings gibt es je nach Art der Versicherung auch Unterschiede. Maßgeblich ist letztlich für welche Art von Versicherung man sich als Katzenhalter entscheidet.

Eine Krankenversicherung für die Katze als Absicherung im Krankheitsfall

Im Wesentlichen werden heute zwei Arten von Krankenversicherungen für eine Katze angeboten.

Bei der ersten Variante handelt es sich um eine Art Vollversicherung. Sie funktioniert ganz ähnlich wie die Krankenversicherung bei uns Menschen. Von der Versicherung werden die Kosten für notwendige Operationen und für eine tierärztliche Versorgung übernommen. Man könnte also von einer Katzenvollversicherung sprechen.

wichtigAllerdings unterscheidet sich der Leistungsumfang von Versicherung zu Versicherung nicht selten ganz erheblich. Man tut deshalb gut daran, sich ausführlich über das Leistungsspektrum und die Versicherungsbedingungen zu informieren, will man später keine unangenehme und teure Überraschung erleben.

In den allermeisten Fällen führen die Versicherungsunternehmen in ihren Versicherungsbedingungen Höchstgrenzen an, bis zu den die Kosten maximal übernommen werden. In der Regel gilt auch, dass die Behandlung aufgrund einer Erkrankung oder Verletzung medizinisch notwendig sein muss. Vorsorgeuntersuchungen sind eher selten eingeschlossen – und wenn werden nur Minimalbeträge von 40 bis 60 Euro von der Versicherung beglichen.

Eine Krankenversicherung für die Katze, die nur Operationen abdeckt

Neben der oben beschriebenen Vollversicherung gibt es noch eine Sonderform der Krankenversicherung für die Katze.

Sie kann nur dann in Anspruch genommen werden, wenn ein operativer Eingriff samt Nachsorgung erforderlich ist.

Alle anderen Leistungen des Tierarztes sind ausgeschlossen und müssen in vollem Umfang vom jeweiligen Katzenhalter getragen werden.

Eine derartige OP-Versicherung gibt es bekanntlich für Menschen nicht. Eine gesetzliche wie eine private Krankenversicherung decken beim Menschen immer das komplette Leistungsspektrum ab.

Durch eine reine OP-Versicherung für Katzen lassen sich Versicherungsbeiträge sparen. Sie kostet naturgemäß deutlich weniger als eine Vollversicherung.

Die Versicherung kann immer dann in Anspruch genommen werden, wenn tatsächlich ein operativer Eingriff bei der Katze medizinisch notwendig ist. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn es gilt einen Tumor zu entfernen, einen Darmverschluss zu öffnen oder Verletzungen nach einem Unfall zu behandeln.

Die Deckungssummen können bei einer OP-Versicherung allerdings begrenzt sein. Meist hängen sie von dem gewählten Tarif ab. Es gilt: Umso geringer die Deckungssumme, desto geringer auch der Versicherungsbeitrag, den man zahlen muss.

Maßgeblich dafür sind immer die konkreten Versicherungsbedingungen des Anbieters.

Die Kosten einer Krankenversicherung für eine Katze

Die Beiträge für eine gesetzliche Krankenversicherung richten sich nach dem monatlichen Einkommen des Versicherungsnehmers. Versichert sich dieser hingegen privat, sind jedoch andere Faktoren ausschlaggebend. Da auch eine Krankenversicherung für die Katze eine private Versicherung ist, verhält es sich bei ihr ähnlich.

Die Kosten werden im Wesentlichen von folgenden Faktoren bestimmt:

  • Art der Versicherung (Vollversicherung oder OP-Versicherung)
  • Alter des Tieres
  • Gesundheitszustand des Tieres
  • Haltungsart des Tieres
  • Höhe der Deckungssummen
  • Umfang der Versicherungsleistungen

Bei der Bestimmung des Versicherungsbeitrages orientieren sich die Unternehmen an den möglichen Risiken.

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass ein älteres Tier krank wird ist nun einmal deutlich höher als bei einer jungen Katze. Liegt bereits eine chronische Erkrankung vor, führt das natürlich auch zu höheren Kosten.
  • Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Freigänger erkrankt oder verletzt wird natürlich größer, als dies bei einer Katze der Fall ist, die ausschließlich in der Wohnung lebt.
  • Schließlich spielen bei der Bestimmung der Kosten eine Krankenversicherung für die Katze noch der Leistungsumfang bzw. die Deckungssummen eine Rolle.

Bei den Deckungssummen werden in der Regel Obergrenzen gesetzt, bis zu denen die Versicherung zahlt. Was unterhalb dieser Begrenzung liegt wird übernommen, was darüber hinaus geht muss vom Katzenhalter dann selbst bezahlt werden.

Konkrete Aussagen über die tatsächlichen Kosten sind vor diesem Hintergrund natürlich schwierig bzw. vollkommen unmöglich.

Ganz allgemein lässt sich aber sagen, dass eine günstige Krankenversicherung für eine Katze schon ab einem Monatsbetrag von etwa 16 bis 20 Euro zu bekommen ist.

Beschränkt man sich auf eine reine OP-Versicherung beginnt der Monatsbeitrag oft schon in einem Bereich von um die zehn Euro. Wichtig zu wissen: Die Beitrage können im Laufe der Zeit ansteigen.

So läuft die Leistung bei einer Krankenversicherung für die Katze ab

Wenn wir Menschen zum Arzt gehen und gesetzlich versichert sind, erfolgt in der Regel eine direkte Abrechnung mit unserer Krankenkasse. Wir erfahren demnach nicht, was die Behandlung konkret geostet hat. Außerdem müssen wir abgesehen von Zusatzleistungen, die die Kasse nicht übernimmt, nichts an den Arzt bezahlen.

Bei einer Krankenversicherung für die Katze sieht das hingegen anders aus. Hier muss man als Katzenhalter im Normalfall in Vorleistung gehen.

Das heißt, dass man zunächst vom Tierarzt eine Rechnung erhält, die dann von einem selbst bezahlt werden muss. Die Rechnung samt Zahlungsbestätigung reicht man dann bei der Krankenversicherung für die Katze ein und erhält dann den jeweiligen Betrag erstattet.

So läuft es jedenfalls in den allermeisten Fällen ab. Nur bei sehr wenigen Ausnahme findet eine direkt Abrechnung mit dem behandelten Tierarzt statt. Man sollte sich deshalb bewusst darüber sein, dass im Zweifelsfall relativ hohe Kosten für eine Behandlung auf einen zukommen können – und dass es womöglich einige Wochen dauert, bis man den Betrag von der Versicherung zurückerstattet bekommt.

Auf was es bei der Krankenversicherung für eine Katze schon vor der Behandlung ankommt

Bevor der Tierarzt die Behandlung einer erkrankten Katze beginnt, sollte unbedingt noch einmal abgeklärt werden, in welchem Umfang die Versicherung die Kosten dafür übernimmt. Dazu ist ein Blick in die Versicherungsbedingungen unerlässlich. Dabei geht es einfach darum, auf der sicheren Seite zu sein und ein böses Erwachen nach der Behandlung zu vermeiden.

In einigen Fällen, etwa bei größeren Operationen, kann es auch notwendig sein, sich die Maßnahme vorab von der Versicherung genehmigen zu lassen. Das heißt, dass die Behandlung im Vorfeld an die Krankenversicherung für die Katze gemeldet werden muss. Eventuell sollte der Meldung auch gleich ein Kostenvoranschlag des Tierarztes beiliegen.

Ob dieses Vorgehen notwendig ist, hängt wiederum von den Versicherungsbedingungen ab. Eine Behandlung bzw. eine Operation darf dann erst durchgeführt werden, wenn die Zusage der Kostenübernahme durch die Versicherung schriftlich vorliegt.

Ausgenommen davon sind natürlich lebensnotwendige Sofortmaßnahmen, die keinen Aufschub dulden, soll das Leben der Katze nicht gefährdet werden.

Katze mit Darmverschluss wird narkotisiert
Spätestens bei einer Operation wird es ohne Krankenversicherung für den Halter sehr teuer | Foto: simazoran / depositphotos.com

Wann eine Krankenversicherung für die Katze sinnvoll ist

An einer Krankenversicherung für die Katze wie allgemein für Haustiere scheiden sich die Geister. Die einen halten sie komplett für überflüssig, die anderen sehen darin einen wichtigen Schutz für den eigenen Geldbeutel. Ob man seine Katze versichert hängt letztlich von den individuellen Umständen ab. Dabei spielt natürlich auch eine Rolle, welche Kosten für eine Behandlung man problemlos kurzfristig selbst stemmen kann.

Wenn man eine Krankenversicherung für die Katze abschließen sollte, dann sollte dies nach Möglichkeit in jungen Jahren erfolgen. Junge Katzen lassen sich nämlich zu erheblich günstigeren Beiträgen versichern als ältere oder gar alte Tiere.

Bei einer reinen Wohnungskatze ist eine Krankenversicherung in vielen Fällen wenig sinnvoll. Freigänger sind hingegen Erkrankungen und Unfällen deutlich häufiger ausgesetzt.

Ganz allgemein gilt jedoch: Die totale Sicherheit bzw. Absicherung gibt es nicht. Eine Krankenversicherung für die Katze kann jedoch vor erheblichen finanziellen Belastungen bewahren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was bedeutet die Wartezeit bei einer Krankenversicherung für die Katze?

Die Wartezeit ist jener Zeitraum, der erst verstreichen muss, bevor man Leistungen der Versicherung für die Katze in Anspruch nehmen kann.

Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Katzenhalter kurzfristig eine Versicherung abschließen, weil sie wissen, dass demnächst eine größere und kostenintensive Operation bei ihrem Tier ansteht. Sowohl dem Versicherungsunternehmen als auch den anderen Versicherungsnehmern gegenüber wäre das unfair.

Meist bewegt sich die Wartezeit in einer Spanne von sechs Monaten bis zu einem Jahr. Ausgenommen davon sind in der Regel, die aufgrund eines Unfalls oder eines anderen nicht vorhersehbaren Ereignisses notwendig sind.

Gibt es eine gesetzliche Krankenversicherung für eine Katze?

Nein, die gibt es nicht. Katzenversicherungen werden ausschließlich von privaten Versicherungsunternehmen angeboten.

Das dürfte auch der Grund dafür sein, warum keine einheitlichen Regelungen über den jeweiligen Leistungsumfang existieren. Die Anbieter unterscheiden sich diesbezüglich zum Teil ganz erheblich. Das gilt im Übrigen auch für Kosten.

Wo kann man eine Krankenversicherung für die Katze abschließen?

Praktisch jedes Versicherungsunternehmen hat zwischenzeitlich eine derartige Katzenversicherung im Angebot. Ist das nicht der Fall arbeitet es meist mit einem Kooperationspartner zusammen, der die Versicherung anbietet. Ein Abschluss ist über Versicherungsagenturen, Versicherungsvertreter, Versicherungsmakler und online möglich.

Im Vorfeld sollte man sich detailliert über die Leistungen und natürlich über die Kosten informieren. Mittlerweile gibt es auch diverse Tests und Vergleichsportale, die bei der Entscheidung für ein Unternehmen hilfreich sein können.

Macht eine Haftpflichtversicherung für Katzen neben der Krankenversicherung Sinn?

Nein, sie ist sogar vollkommen überflüssig. Eine Katze ist als Haustier mit in die Privathaftpflichtversicherung des Katzenhalters eingeschlossen.

Das unterscheidet Katzen von Hunden, für die eine eigene Hundehaftpflicht tatsächlich sinnvoll ist.

In diesem Zusammenhang sollte man wissen, dass eine Krankenversicherung für Tiere die Leistungen abdeckt, die für das Tier notwendig sind. Ein Haftpflichtversicherung kommt hingegen für Schäden auf, die anderen durch das Tier entstanden sind.

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