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katzenwelt

Dürfen Katzen Gurke essen?

Christoph · 4 Min. Lesezeit

Viele frische grüne Gurken liegen dicht nebeneinander
Frische Salatgurke ist für Katzen ungiftig – ein paar Scheibchen genügen
Inhalt8 Abschnitte
  1. Warum Gurke für Katzen harmlos ist
  2. Gurke als Wasserquelle?
  3. Wie viel Gurke ist in Ordnung?
  4. So geben Sie Gurke richtig
  5. Gewürzgurken, Gurkensalat und Tzatziki
  6. Anzeichen einer Unverträglichkeit
  7. Der Gurken-Trick: warum Sie ihn lassen sollten
  8. Häufige Fragen

Ja, Katzen dürfen Gurke essen. Salatgurke ist für Katzen ungiftig und in kleinen Mengen gut verträglich, weil sie zu rund 95 Prozent aus Wasser besteht. Ein paar Stückchen hin und wieder schaden einer gesunden Katze nicht. Nährwert hat Gurke für sie allerdings kaum, und Gewürzgurken oder angemachter Gurkensalat gehören nicht in den Napf.

Erlaubt?ja, in kleinen Mengen
Menge2–3 kleine Stückchen, nicht täglich
Zubereitungroh, gewaschen, am besten geschält, ohne Salz, Essig oder Dressing
Achtungkeine Gewürzgurken, kein Gurkensalat mit Zwiebeln, kein Tzatziki

Warum Gurke für Katzen harmlos ist

Gurke enthält kaum Kalorien, sehr wenig Zucker und keine Stoffe, die für Katzen giftig sind. In den Listen giftiger Lebensmittel, etwa bei der amerikanischen Tierschutzorganisation ASPCA, taucht sie nicht auf. Für Katzen, die neugierig am Salatteller schnuppern, ist ein Stückchen Gurke deshalb eine der unbedenklichsten Kostproben aus der Küche.

Gleichzeitig bringt Gurke einer Katze kaum etwas. Katzen sind obligate Fleischfresser. Die Nährstoffe, die sie wirklich brauchen – Eiweiß, Taurin, Arachidonsäure, fertiges Vitamin A – stecken in Fleisch, nicht in Gemüse. Die kleine Menge Vitamin K und Kalium in einer Gurkenscheibe spielt für eine Katze keine Rolle. Gurke ist also ein Snack für Katzen, die das Knacken mögen, und kein Gesundheitsfutter. Welche anderen Sorten erlaubt sind, lesen Sie unter Welches Gemüse dürfen Katzen essen?.

Gurke als Wasserquelle?

Manchmal wird Gurke empfohlen, damit Katzen mehr Flüssigkeit aufnehmen. Die Rechnung geht nicht auf: Eine Katze, die zwei Scheiben Gurke frisst, nimmt vielleicht einen Teelöffel Wasser auf. Wenn Ihre Katze zu wenig trinkt, helfen Nassfutter, mehrere Wassernäpfe an verschiedenen Orten oder ein Trinkbrunnen deutlich mehr. Mehr dazu unter Was dürfen Katzen trinken?.

Wie viel Gurke ist in Ordnung?

Eine offizielle Höchstmenge gibt es nicht. Als tierärztliche Faustregel gilt, dass alle Leckerlis und Extras zusammen höchstens etwa zehn Prozent der Tagesenergie liefern sollten. Gurke hat so wenig Energie, dass diese Grenze kaum zu erreichen ist. Die eigentliche Grenze setzt der Darm: Wer viel Gurke frisst, bekommt leicht weichen Kot oder Durchfall.

Zwei bis drei kleine Stückchen, einige Male pro Woche, sind für eine erwachsene Katze reichlich. Kitten brauchen jeden Platz im Magen für ihr Aufzuchtfutter und sollten höchstens einmal probieren.

So geben Sie Gurke richtig

  1. Waschen und schälen. Die Schale ist härter und kann Rückstände von Pflanzenschutzmitteln tragen. Geschält ist Gurke leichter verdaulich.
  2. Klein schneiden. Dünne Streifen oder kleine Würfel verhindern, dass die Katze ein zu großes Stück verschluckt.
  3. Pur lassen. Kein Salz, kein Essig, kein Öl, kein Dressing.
  4. Erst probieren. Beim ersten Mal nur ein Stückchen geben und den nächsten Tag abwarten.

Gurke wird roh gefüttert. Kochen ist nicht nötig, weil sie fast keine Stärke oder harte Fasern enthält.

Gewürzgurken, Gurkensalat und Tzatziki

Gewürzgurken, Cornichons und Senfgurken liegen in einer Lake aus Essig, Salz und oft Zucker, dazu kommen Senfkörner, Dill und manchmal Zwiebeln oder Knoblauch. Für eine Katze ist das viel zu salzig und kann den Magen reizen. Gurkensalat ist meist mit Zwiebeln, Essig und Öl angemacht. Tzatziki enthält Knoblauch und Joghurt. Zwiebeln und Knoblauch schädigen bei Katzen die roten Blutkörperchen, schon kleine Mengen können über einige Tage eine Blutarmut auslösen. Hat Ihre Katze davon gefressen, rufen Sie die Tierarztpraxis an. Mehr dazu unter Zwiebeln und Knoblauch.

Vorsicht auch bei bitteren Gurken aus dem eigenen Garten: Ein ausgeprägt bitterer Geschmack kommt von Cucurbitacinen, die auch Menschen krank machen können. Schmeckt eine Gurke bitter, bekommt sie niemand – weder Mensch noch Katze.

Anzeichen einer Unverträglichkeit

Die häufigste Reaktion auf zu viel Gurke ist weicher Kot oder Durchfall, seltener Blähungen oder einmaliges Erbrechen. Das gibt sich meist innerhalb eines Tages von selbst, wenn die Katze wieder nur ihr gewohntes Futter bekommt. Hält der Durchfall länger als ein bis zwei Tage an, ist Blut im Kot, erbricht die Katze mehrfach oder wirkt sie matt, gehört sie zum Tierarzt. Bei Kitten und alten Katzen warten Sie nicht so lange.

Der Gurken-Trick: warum Sie ihn lassen sollten

Im Internet kursieren Videos, in denen jemand heimlich eine Gurke hinter eine fressende Katze legt, die dann erschrocken in die Luft springt. Warum Katzen so reagieren, ist nicht sicher geklärt – vermutlich ist es schlicht der plötzliche, unbekannte Gegenstand an einem Ort, an dem sie sich sicher fühlt. Lustig ist das nur für die Zuschauer. Für die Katze ist es ein Schreck am Futternapf, der sie verunsichern und im schlimmsten Fall dazu bringen kann, nur noch ungern zu fressen. Außerdem können sich Katzen beim Wegspringen verletzen.

Die Empfehlung: Wenn Ihre Katze Gurke mag, bekommt sie ab und zu ein paar geschälte Stückchen. Wenn nicht, verpasst sie nichts. Andere Kostproben aus dem Gemüsefach finden Sie unter Dürfen Katzen Karotten essen? und im Lebensmittel-Lexikon A–Z.

Häufige Fragen

Dürfen Katzen Gurkenschale essen?

Kleine Mengen sind nicht giftig, aber schwerer verdaulich als das Fruchtfleisch. Geschälte Gurke ist für Katzen die bessere Wahl, zumal auf der Schale Rückstände von Pflanzenschutzmitteln sitzen können.

Warum frisst meine Katze so gern Gurke?

Manche Katzen mögen die knackige Konsistenz oder die Kühle, andere sind einfach neugierig auf alles, was auf Ihrem Teller liegt. Einen Mangel zeigt das nicht an. Solange die Mengen klein bleiben, dürfen Sie ihr den Spaß lassen.

Sind Zucchini und Gurke gleich zu bewerten?

Beide sind verwandte Kürbisgewächse und für Katzen ungiftig. Zucchini wird am besten gegart gegeben, weil sie roh fester ist. Für beide gilt: Bitter schmeckende Früchte nie verfüttern.