Katzenfummelbrett: Kaufen oder selbst bauen, richtig befüllen

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Ein Katzenfummelbrett ist ein Brett oder eine Platte mit Röhren, Mulden, Bechern und Hindernissen, in die Trockenfutter oder Leckerli gelegt werden. Die Katze muss sie mit der Pfote herausangeln – eine kleine Jagd um jede Kroquette. Fummelbretter gibt es fertig zu kaufen, sie lassen sich aber ebenso gut aus Haushaltsresten selbst bauen. Sie sind eine der einfachsten Möglichkeiten, eine Wohnungskatze täglich sinnvoll zu beschäftigen.
Wozu ein Fummelbrett gut ist
Eine Katze, die draußen jagt, verbringt viel Zeit mit Suchen, Lauern und Angeln – unter Laub, in Mauselöchern, in Ritzen. Eine Wohnungskatze bekommt ihr Futter dagegen fertig im Napf. Ein Fummelbrett bringt einen Teil dieses Suchens zurück. Tierärztliche Fachgesellschaften empfehlen solche Futterspiele, weil sie Langeweile vorbeugen, das Fressen verlangsamen und Bewegung bringen.
Besonders sinnvoll ist ein Fummelbrett für:
- Wohnungskatzen, die viel allein sind,
- übergewichtige Katzen, die ihr Futter sonst in Sekunden verschlingen,
- Katzen, die nach hastigem Fressen erbrechen,
- ältere Katzen, die für wilde Jagdspiele nicht mehr fit genug sind, aber gern mit der Pfote angeln.
Ein Fummelbrett ist eine Beschäftigung für die Katze allein. Das gemeinsame Jagdspiel, etwa mit einer Katzenangel, ersetzt es nicht. Einen Überblick über weitere Futterspiele gibt der Beitrag Intelligenzspielzeug für Katzen.
Die Elemente eines Fummelbretts
| Element | Aufgabe für die Katze | Schwierigkeit |
| Flache Mulden | Futter mit Pfote oder Zunge herausholen | Leicht, gut für den Anfang |
| Kurze, weite Röhren | Mit der Pfote hineinlangen und herausschaufeln | Leicht bis mittel |
| Lange, enge Röhren | Tief hineinangeln, Futter nach oben ziehen | Mittel bis schwer |
| Noppen oder Stäbe | Futter zwischen Hindernissen herausfischen | Mittel |
| Abgedeckte Fächer, Bälle in Bechern | Erst Hindernis entfernen, dann fressen | Schwer |
Gekaufte Fummelbretter kombinieren meist mehrere dieser Elemente auf einer Platte oder bestehen aus Modulen, die sich zusammenstecken lassen.
So befüllen Sie das Brett richtig
- Einfach beginnen. Legen Sie Futter so, dass es in den ersten Tagen fast von selbst herausfällt: in flache Mulden und ganz oben in die Röhren.
- Das Richtige nehmen. Trockenfutter eignet sich am besten, für den Einstieg ein besonders beliebtes Leckerli. Nassfutter nur in flachen Mulden und nur kurz, dann wegräumen und reinigen.
- Tagesration abziehen. Wiegen Sie die Tagesmenge ab und geben Sie einen Teil davon ins Brett. Sonst wird aus Beschäftigung Übergewicht.
- Langsam steigern. Erst wenn die Katze die leichten Elemente sicher leert, kommen tiefere Röhren und abgedeckte Fächer dazu.
- Abwechseln. Befüllen Sie jedes Mal etwas anders, damit das Brett spannend bleibt.
Manche Katzen haben den Dreh nach Minuten heraus, andere brauchen Tage. Zeigen Sie das Brett, klopfen Sie auf die Röhren, lassen Sie ein Stück Futter vor den Augen der Katze hineinfallen. Gibt die Katze auf, ist das Brett zu schwer – gehen Sie einen Schritt zurück.

Worauf Sie beim Kauf achten
- Standfestigkeit: Das Brett darf nicht wegrutschen, sonst wird es zum Frustspielzeug. Gummifüße oder eine schwere Grundplatte helfen.
- Material: Lebensmittelechter Kunststoff oder unbehandeltes, splitterfreies Holz. Keine Kleinteile, die sich lösen können.
- Reinigung: Glatte Oberflächen, zerlegbare Teile und im besten Fall Spülmaschineneignung. Futterfett wird sonst ranzig.
- Röhrendurchmesser: Die Pfote muss hineinpassen, ohne stecken zu bleiben – für die meisten Katzen etwa 4 bis 6 Zentimeter.
- Erweiterbar: Module, die sich tauschen oder ergänzen lassen, halten das Spiel länger interessant.
Fertige Fummelbretter kosten meist zwischen 15 und 40 Euro.
Ein Fummelbrett selbst bauen
Ein selbst gebautes Brett ist schnell gemacht und kostet fast nichts:
- Grundplatte. Ein Karton-Deckel, ein flaches Tablett oder ein Brett von etwa 30 × 40 Zentimetern.
- Röhren. Toilettenpapier- und Küchenrollen in verschiedenen Längen hochkant aufstellen und mit ungiftigem Bastelleim oder Heißkleber befestigen. Kleber gut durchtrocknen lassen, keine Klebestreifen, die die Katze abreißen kann.
- Mulden. Eierkarton-Hälften, Schraubdeckel von Gläsern oder kleine Joghurtbecher, flach geschnitten.
- Hindernisse. Korken, Tischtennisbälle oder zerknülltes Papier in einigen Fächern, die die Katze erst herausfischen muss.
Pappe weicht bei Nassfutter auf und saugt Fett – ein selbst gebautes Brett aus Karton ist deshalb ein Verbrauchsartikel und kommt in den Müll, sobald es zerkaut oder speckig ist. Schnüre, Gummibänder und Kleinteile, die verschluckt werden können, haben darauf nichts zu suchen.
Hygiene und Sicherheit
Futterreste in Röhren und Ritzen verderben schnell. Waschen Sie ein gekauftes Brett mindestens einmal pro Woche, bei Nassfutter nach jedem Gebrauch, und lassen Sie es gut trocknen. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob sich Teile gelockert haben oder Kanten abgesplittert sind. Stellen Sie das Brett nicht direkt neben den Wassernapf und nicht neben das Katzenklo – Katzen trennen Fressen, Trinken und Toilette gern.
Frisst Ihre Katze plötzlich weniger, auch aus dem Brett, oder erbricht sie wiederholt, liegt das nicht am Spielzeug. Frisst eine Katze länger als 24 Stunden gar nichts, sollte sie in die Tierarztpraxis, denn besonders übergewichtige Katzen können dann eine gefährliche Leberverfettung entwickeln.
Die Empfehlung: Beginnen Sie mit einem selbst gebauten Brett aus Rollen und Eierkarton. Hat Ihre Katze Freude daran, lohnt ein stabiles, spülbares Brett mit wechselbaren Elementen, das Sie täglich mit einem Teil der Futterration befüllen. Weitere Ideen zur Beschäftigung finden Sie unter Katzen beschäftigen.
Häufige Fragen
Wie lange beschäftigt sich eine Katze mit dem Fummelbrett?
Meist einige Minuten bis eine Viertelstunde, je nach Katze und Schwierigkeit. Stundenlanges Spielen ist weder zu erwarten noch nötig; mehrere kurze Runden am Tag sind ideal.
Ab welchem Alter eignet sich ein Fummelbrett?
Schon junge Katzen ab etwa drei Monaten haben Freude an einfachen Elementen. Achten Sie darauf, dass keine Kleinteile verschluckt werden können.
Kann ich Nassfutter ins Fummelbrett geben?
In flachen Mulden ja, aber nur kurz und danach wird das Brett gereinigt. In Röhren und Ritzen verdirbt Nassfutter schnell. Trockenfutter und Leckerli sind praktischer.
Meine Katze ignoriert das Fummelbrett – was tun?
Machen Sie es leichter und nehmen Sie ein Leckerli, das Ihre Katze besonders mag. Zeigen Sie ihr, wie es geht, und stellen Sie das Brett nicht dauerhaft hin, sondern holen Sie es gezielt hervor.



