Katzenhängematte und Katzenschaukel: Modelle, Sicherheit, Selbstbau

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Eine Katzenhängematte ist ein Stück Stoff, das zwischen einem Gestell, am Heizkörper, an der Fensterscheibe oder an der Decke aufgehängt wird und der Katze einen weichen, erhöhten Liegeplatz bietet. Viele Katzen nehmen sie gern an, weil sie dort warm liegen und den Raum überblicken. Wichtig ist, dass sie sicher hält und für die Katze leicht zu erreichen ist.
Warum Katzen erhöhte Liegeplätze lieben
Katzen verschlafen oder verdösen einen großen Teil des Tages, bei erwachsenen Katzen sind es meist zwölf bis sechzehn Stunden. Dafür suchen sie Plätze, die warm, weich und sicher sind. Erhöht liegen gibt ihnen Überblick und das Gefühl, nicht überrascht zu werden, auch wenn sie scheinbar tief schlafen. Deshalb liegen so viele Katzen auf Schränken, Fensterbänken und der obersten Etage des Kratzbaums.
Eine Hängematte verbindet all das: Sie liegt über dem Boden, schmiegt sich an den Körper und hängt oft dort, wo es warm ist, am Heizkörper oder in der Sonne am Fenster. Für Wohnungskatzen sind solche Plätze ein Stück Lebensqualität.

Die Arten im Überblick
| Art | Befestigung | Vorteile | Worauf achten |
| Heizkörperliege | Metallrahmen, der über den Heizkörper gehängt wird | Warm im Winter, kein Bohren | Passend zur Heizkörpertiefe; Katze muss selbst herunterkommen |
| Fensterliege | Saugnäpfe an der Scheibe | Aussicht und Sonne | Nur an glatten, geschlossenen Scheiben; Saugnäpfe regelmäßig kontrollieren |
| Hängematte im Ständer | Stoff in einem niedrigen Holz- oder Metallgestell | Frei aufstellbar, stabil | Kippfestes Gestell |
| Hängematte am Kratzbaum | Zwischen zwei Stämme oder unter eine Ebene gespannt | Nutzt vorhandenen Platz | Kratzbaum muss das Gewicht tragen |
| Katzenschaukel | An Deckenhaken, Stuhl oder Tisch gehängt; oft als Korb oder Kokon | Geborgen, bewegt sich leicht | Nicht jede Katze mag das Schwingen |
| Unter Stuhl oder Tisch | Riemen mit Haken an den Beinen | Günstig, flexibel | Nur an stabilen Möbeln |
Die Katzenschaukel
Als Katzenschaukel werden Hängematten bezeichnet, die frei hängen und sich bewegen: geflochtene Körbe an einem Seil, Stoffkokons mit Eingang oder offene Liegen an Riemen. Manche Katzen lieben das sanfte Pendeln, andere trauen dem wackelnden Untergrund nicht und bleiben lieber auf festem Boden. Hängen Sie eine Schaukel deshalb zunächst niedrig und so auf, dass sie beim Hineinspringen nur wenig ausschwingt. Legen Sie eine vertraute Decke hinein und locken Sie die Katze mit Leckerlis oder einem Spielzeug.
Wichtig ist eine sichere Aufhängung: Ein Deckenhaken muss in einem tragfähigen Untergrund stecken, nicht nur im Putz oder in einer Gipskartondecke. Seile und Riemen prüfen Sie regelmäßig auf Abrieb.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- Tragkraft mit Reserve. Katzen springen hinein, das belastet stärker als das reine Körpergewicht. Wählen Sie ein Modell, das deutlich mehr trägt, als Ihre Katze wiegt. Große Rassen wie die Maine Coon wiegen oft über 7 kg.
- Größe der Liegefläche. Die Katze sollte sich zusammengerollt ganz hineinlegen können, große Katzen auch ausgestreckt.
- Stabile Befestigung. Metallrahmen, breite Riemen und Karabiner sind haltbarer als dünne Kordeln. Bei Fensterliegen sind große Saugnäpfe mit Hebelverschluss sicherer als einfache.
- Waschbarer Bezug. Abnehmbare Bezüge, die bei 30 bis 40 °C in die Maschine dürfen, erleichtern die Hygiene.
- Material je nach Jahreszeit. Plüsch ist im Winter gemütlich, Leinen oder Baumwolle im Sommer kühler. Wendebezüge bieten beides.
- Erreichbarkeit. Die Katze muss bequem hinein- und wieder herauskommen, ohne weit springen zu müssen.
Die meisten Hängematten kosten zwischen 15 und 50 Euro, Schaukeln und Modelle mit Gestell je nach Material auch mehr.

Sicherheit am Heizkörper und am Fenster
Eine Heizkörperliege ist im Winter der Lieblingsplatz vieler Katzen. Ein normaler Wohnungsheizkörper wird dabei nicht so heiß, dass er die Katze verbrennt; die Liege hängt ohnehin einige Zentimeter darüber. Achten Sie darauf, dass die Halterung zur Tiefe Ihres Heizkörpers passt und nicht verrutscht, wenn die Katze hineinspringt. Die Katze muss den Platz jederzeit verlassen können, wenn es ihr zu warm wird.
Fensterliegen mit Saugnäpfen gehören nur an geschlossene Scheiben. Hängen Sie sie nie an ein Fenster, das gekippt oder geöffnet wird: Löst sich die Liege, stürzt die Katze nach draußen, und ein gekipptes Fenster ist für Katzen ohnehin eine Gefahr, wie Sie unter Katzengitter für Fenster lesen. Reinigen Sie Scheibe und Saugnäpfe vor dem Anbringen mit etwas Spülmittelwasser, drücken Sie sie fest an und prüfen Sie den Halt alle paar Tage. Temperaturwechsel lassen Saugnäpfe mit der Zeit nachgeben.
Für ältere Katzen und Kitten
Ältere Katzen mit Arthrose springen nicht mehr gern hoch und fallen aus einer schwingenden Hängematte leichter heraus. Für sie ist eine niedrige Hängematte im Ständer oder ein Heizkörperplatz mit einer Stufe davor besser. Auch eine beheizbare Liegefläche wie ein Katzenbett mit Heizung kann angenehm sein. Kitten brauchen niedrige Modelle, damit ein Sturz keine Folgen hat.
Eine Hängematte selbst bauen
Eine einfache Katzenhängematte ist schnell gemacht:
- Stuhl als Gestell. Drehen Sie einen stabilen Hocker oder kleinen Stuhl um oder nutzen Sie die Unterseite eines Tisches.
- Stoff zuschneiden. Ein Stück fester Stoff, etwa Jeans oder Canvas, von etwa 50 × 50 cm, doppelt genommen und an den Rändern umgenäht.
- Ecken verstärken. Nähen Sie an jede Ecke eine Schlaufe aus Gurtband.
- Aufhängen. Befestigen Sie die Schlaufen mit Karabinern oder kräftigen Bändern an den Stuhl- oder Tischbeinen, sodass der Stoff leicht durchhängt.
- Probe. Belasten Sie die Hängematte mit der Hand kräftig, bevor die Katze hineindarf.
Einen Pappkarton lehnen viele Katzen übrigens ebenso wenig ab wie teure Liegen – wer unsicher ist, ob die eigene Katze Hängematten mag, kann mit einem Selbstbau testen.

So nimmt die Katze die Hängematte an
Hängen Sie die Hängematte dort auf, wo Ihre Katze ohnehin gern liegt: am Lieblingsfenster, in der Nähe der Heizung oder neben dem Sofa. Eine Decke oder ein Kissen mit ihrem Geruch hilft. Viele Katzen brauchen ein paar Tage, bis sie einen neuen Platz ausprobieren. Drängen Sie die Katze nicht hinein. Wer mehrere Katzen hat, stellt mehrere Liegeplätze bereit, damit es keinen Streit um den besten gibt.
Unsere Empfehlung: Für die meisten Katzen ist eine stabile Heizkörperliege im Winter und eine Hängematte im Ständer oder am Kratzbaum ganzjährig die beste Wahl. Fensterliegen sind schön, brauchen aber regelmäßige Kontrolle.
Häufige Fragen
Wie viel Gewicht muss eine Katzenhängematte tragen?
Deutlich mehr als das Körpergewicht der Katze, weil sie beim Hineinspringen stärker belastet wird. Für eine durchschnittliche Katze von 4 bis 5 kg sollte die angegebene Tragkraft mindestens das Doppelte betragen, für große Katzen entsprechend mehr.
Sind Fensterliegen mit Saugnäpfen sicher?
An einer sauberen, glatten, geschlossenen Scheibe halten gute Saugnäpfe zuverlässig, wenn Sie sie regelmäßig nachdrücken. An Fenstern, die geöffnet oder gekippt werden, haben sie nichts zu suchen.
Wird die Heizkörperliege nicht zu heiß?
Bei normalen Wohnungsheizkörpern nicht. Die Liege hängt über dem Heizkörper, und die Katze geht, wenn es ihr zu warm wird. Voraussetzung ist, dass sie den Platz jederzeit verlassen kann.
Meine Katze ignoriert die Hängematte – was tun?
Versetzen Sie sie an einen Platz, an dem die Katze gern liegt, legen Sie eine vertraute Decke hinein und hängen Sie sie niedriger und straffer auf. Manche Katzen mögen schlicht keinen nachgebenden Untergrund.



