Das Katzengeschirr oder die sogenannte Katzengarnitur soll es dem Katzenbesitzer ermöglichen, seine Katze vor den vielfältigen Gefahren zu beschützen, die heute in unserem modernen Alltag auf die Tiere warten. Doch ist es letztendlich nicht ganz einfach, ein solches Tier an das Tragen und das Akzeptieren von einem Katzengeschirr zu gewöhnen.

Ein Wort vorweg zum Thema Katzengeschirr: Die Katze ist und wird auch kein Hund!

Während der Hund sich im Allgemeinen recht schnell damit abfindet, dass er an der Leine durch seinen Besitzer geführt werden muss, solange man sich innerhalb von Städten und Dörfern oder auch in den entsprechenden Naturgebieten aufhält, in denen der sogenannte Leinenzwang für Hunde vorgeschrieben ist.

Ganz anders jedoch ist es mit dem Katzengeschirr und mit der Katze. Die Katzen gelten als unabhängige und vor allem nicht zuletzt auch als geradezu extrem freiheitsliebende Individualisten. Mancher Katze fällt es daher schon ungemein schwer, sich überhaupt mit einem normalen Halsband abfinden zu können, an welchem der Chip zur Betätigung der automatischen Katzenklappe angebracht worden ist. Dies gilt dann umso mehr für das noch restriktivere Katzengeschirr, durch dessen Tragen das Tier dann praktisch völlig dem Schritt und der Geschwindigkeit sowie auch der jeweiligen Richtung unterworfen ist, die jeweils durch den führenden Katzenbesitzer vorgegeben werden.

Jeder Art und Rasse der Katze fällt es extrem schwer, sich anzupassen oder gar auch, sich unterzuordnen und somit zumindest ein Stück weit auf die charakteristische Individualität u verzichten, die der Katze bekanntlich stets heilig ist. Erschwerend für das Tragen von solch einem Katzengeschirr durch die Katze kommt dann auch noch die genetisch bedingte Tatsache hinzu, dass Katzen von Natur aus Einzelgänger und Einzeljäger sind, während der Hund stattdessen als Rudeltier besonders gern im Rudel lebt und auch in diesem Verband quasi arbeitsteilig jagt und auf Beutezug geht.

Es dürfte dem Katzenbesitzer damit letztendlich unmöglich werden, aus seiner Katze mit der Hilfe vom Katzengeschirr eine Art von folgsamem Hund machen zu können, denn Katzen gelten im Unterschied zum Hund nur in einem vergleichsweise engen Ausmaß als überhaupt konditionierbar.

Auch dürfte die Gewöhnung, beziehungsweise zumindest erst einmal gar die bloße Akzeptanz von solch einem Katzengeschirr der Katze stets um so schwerer fallen, je älter und ausgewachsener sie zu Beginn des Übens mit einem Katzengeschirr bereits ist.

Das Katzengeschirr: Was es ist und was es kann

Ein Katzengeschirr ist quasi ein Äquivalent zu einem Hundegeschirr, wie es vor allem bei den kleineren und den zierlicheren Rassen gern und oft genutzt wird, die nicht allein durch Druck und Zwangsausübung auf den Hals konditioniert werden sollen.

Während große und belastbare und starkknochige Hunderassen traditionell in einem Halsband und im Extremfall sogar auch in einem Würge- oder Stachelhalsband geführt werden, was bei Unfolgsamkeit dem Hund die Luft abschnürt oder sich in Form von Stacheln in die Haut des Halses bohrt, um das Tier auf diese harte Art und Weise durch Schmerz, den es sich praktisch selbst zufügt, zu konditionieren, ist beim Hundegeschirr und beim Katzengeschirr völlig anders.

Hie wird der Hals nicht gewürgt, sondern stattdessen steckt praktisch der gesamte Brustkorb mit dem Schultergürtel im Katzengeschirr, welches durch entsprechenden Zug der Katze die jeweilige Richtung und letztendlich dann auch die Geschwindigkeit der Fortbewegung durch den Führenden vorgeben kann.

Die Katze wird durch das Katzengeschirr also keinesfalls gewürgt, sondern stattdessen quasi fest gehalten, beziehungsweise am Weglaufen gehindert. Meist ist nämlich ein solches Katzengeschirr dann auch stets ganz traditionell mit einer mehr oder minder langen verbunden, mit welcher der führende dem Tier nicht nur Geschwindigkeit und Richtung aufzwingen, sondern ihm durchaus auch gewisse Freiheitsgrade belassen kann, indem nämlich die Leine mehr oder weniger lang oder zu guter Letzt dann auch ein wenig locker gelassen werden kann.

Die Nutzung und Verwendung von einem solchen Katzengeschirr

Zur Nutzung und Verwendung vom Katzengeschirr wurde ja eingangs auch schon einiges erwähnt und angeführt. Zu aller erst dient das Katzengeschirr stets dazu, die Katze am Weglaufen von ihrem Besitzer zu hindern, sobald sie sich einmal im Freien befinden und dort vielleicht dann zusätzlich auch noch ihr angestammtes Revier verlassen haben sollte.

Das Katzengeschirr erhält also zwangsweise eine stets mehr oder minder eng dimensionierte körperliche Verbindung zwischen dm jeweiligen Katzenbesitzer und seinem Tier aufrecht, sobald die vertraute häusliche Umgebung der Katze verlassen worden ist.

Mittels des Katzengeschirrs kann das Tier in der Öffentlichkeit nach der Art eines Hundes mit der Hilfe und der Unterstützung einer entsprechend geeigneten Leine an der Seite geführt und erfolgreich am Weglaufen gehindert werden.

Die Tatsache jedoch, dass man nur höchst selten in der Öffentlichkeit solche Katze n sehen und beobachten kann, die überhaupt durch ihre jeweiligen Besitzer in einem Katzengeschirr geführt werden, illustriert schon recht anschaulich die bekannte Tatsache, wie schwer die Katze konditionierbar ist und wie schwer es dem Besitzer generell fällt, seinen Vierbeiner an die Akzeptanz und an das Gehen in einem solchen Katzengeschirr überhaupt zu gewöhnen.

Viel häufiger kann man stattdessen dann jedoch all jene Katzenbesitzer sehen und beobachten, die ihre Tiere in einer Transportbox wie einen Koffer an der Hand tragen und dann dementsprechend sicher mit sich führen.

Die zweite Option und Möglichkeit, um letztendlich so ein Katzengeschirr nutzen und verwenden zu können, besteht schließlich auch darin, mit der Hilfe vom Katzengeschirr das Tier innerhalb eines Autos, zum Beispiel auf der Rückbank, zu fixieren und es so recht einfach gegen die Gefahren von Vollbremsungen sichern und schützen zu können.

Gerade aber auch solche Arten von Katzen, die das Betreten oder gar das Verweilen in der möglicherweise als extrem beengend und bedrohlich empfundenen Katzenbox und Transportbox strikt ablehnen, werden vielfach die Nutzung vom Katzengeschirr vorziehen und dieses Accessoire als bequem und akzeptabel gegenüber der Transportbox tolerieren.

Bezugsquellen für das Katzengeschirr

Obwohl heute das Katzengeschirr vielfach noch immer als Exot angesehen und von gar nicht einigen Katzenbesitzern, Katzenfreunden oder auch von Katzenzüchtern sogar unumwunden gänzlich abgelehnt wird, ist das Tragen des Accessoires, auch in der Öffentlichkeit, keinesfalls verboten.

Aufgrund einer heute inzwischen doch recht breit gefächerten Nachfragesituation, ist das Katzengeschirr entweder im einschlägig bekannten Zoofachhandel direkt und unmittelbar vor Ort oder stattdessen dann auch alternativ im Internet für den interessierten Katzenfreund zu bekommen. Die erforderliche Investition in das Katzengeschirr durch den interessierten Katzenfreund ist stets vergleichsweise gering und macht das Accessoire heute dadurch praktisch schon für Jedermann erschwinglich.

Das Katzengeschirr für Hals und Brust

Wie bereits ach schon eingangs erwähnt worden ist, handelt es sich beim Katzengeschirr im Vergleich zum Geschirr für größere Arten und Rassen von Hunden, stets um ein vergleichsweise leichtes und regelrecht zierliches System von Gurten, die entweder aus Leder oder alternativ dann auch aus Nylon bestehen können.

Nach der bekannten und recht weit verbreiteten Art eines Halsbandes, wird ein Halsgurt um den Hals des jeweiligen Tieres gelegt. Ein weiterer sogenannter Brustgurt umschließt dann die Brust, jeweils kurz hinter dem Ansatz der beiden Vorderläufe.

Beide Gurte, also der Halsgurt und auch der Brustgurt, sind durch einen dritten Gurt fest miteinander verbunden worden, welcher dann auf dem Rücken des Tieres verläuft. Durch den Zug an der Leine durch den Führenden, wird nun die Zugkraft nicht mehr nur ganz allein auf den Halsgurt vom Katzengeschirr übertragen, was letztendlich dann regelmäßig auch die nicht zu unterschätzende Gefahr einer Strangulation der Atemwege und der Blutzufuhr zum Kopf und zum Gehirn mit sich bringen könnte.

Stattdessen jedoch wirkt dann die Zugkraft des Führenden jeweils in etwa gleich stark sowohl auf den Halsgurt, wie aber auch auf den Brustgurt vom Katzengeschirr. Die Gefahr der Strangulation ist damit recht einfach und effektiv gebannt worden.