Praxistest
Weenect Cats 2 im Praxistest: GPS-Tracker am Freigänger
Inhalt10 Abschnitte
Der Weenect Cats 2 ist ein kleiner GPS-Tracker, der am Halsband sitzt und den Standort einer Katze per Mobilfunk an eine App schickt. Wir haben ihn im März 2020 an unserer Freigängerin Mia ausprobiert. Kurz gesagt: Die Einrichtung war einfach, die Ortung genau, die Routenaufzeichnung nützlich, und Mia gewöhnte sich innerhalb weniger Stunden an das Gerät. Dieser Bericht gibt den Stand von damals wieder; inzwischen kann es Nachfolgemodelle, andere Abopreise und eine andere Netztechnik geben.

Das Gerät: klein, leicht, wasserdicht
Nach Herstellerangabe wiegt der Weenect Cats 2 nur 25 Gramm und misst 5,8 × 2,3 × 1,2 cm. Damit gehörte er 2020 zu den leichten Geräten seiner Art. Für eine Katze, die durch Gebüsch streift und auf Bäume klettert, zählt das: Je kleiner und leichter der Tracker, desto weniger stört er und desto geringer die Gefahr, irgendwo hängen zu bleiben.
Zum Lieferumfang gehörten ein Ladegerät und eine Hülle aus Silikon, mit der der Tracker am Halsband befestigt wird. Die Hülle passt an Halsbänder bis 2,8 cm Breite. Ein Halsband selbst liegt nicht bei. Der Hersteller gibt den Tracker als wasserdicht bis 1 Meter Tiefe an, Regen oder ein Sprung in eine Pfütze sollen ihm also nichts anhaben.
Kosten und Abo (Stand März 2020)
Wie bei den meisten GPS-Trackern mit Mobilfunk war eine SIM-Karte bereits eingebaut. Um Verträge oder Prepaid-Guthaben müssen Sie sich nicht kümmern, dafür fällt eine Servicepauschale an. 2020 begann sie bei 3,75 Euro im Monat bei einem Zweijahresabo. Wer sich nicht so lange binden wollte, konnte ein Monatsabo für 7,90 Euro buchen, mit drei Monaten Mindestlaufzeit und danach monatlich kündbar. Im Abo enthalten war die Ortung ohne zeitliche Beschränkung, auch im Ausland: Nach Herstellerangabe funktionierte der Tracker in über 100 Ländern, darunter alle europäischen. Aktuelle Preise und Modelle nennt der Hersteller auf seiner Seite zum GPS-Tracker für Katzen.
Einrichtung und App
Die Inbetriebnahme ist einfach. Vor der ersten Nutzung wird der Tracker einmalig über die Herstellerseite my.weenect.com registriert, dazu geben Sie die IMEI-Nummer des Geräts ein. Die erste Verbindung gelingt am besten unter freiem Himmel, weil der Tracker dort ein stärkeres Signal empfängt. Danach verwalten Sie ihn über die kostenlose App, die es für das iPhone im App Store und für Android bei Google Play gibt.
Am Gerät selbst gibt es nur einen Ein- und Ausschalter. Wird die Ortung gerade nicht gebraucht, lässt sich der Tracker ausschalten und schont so den Akku. Auch die App war im Test übersichtlich, die Symbole erklären sich weitgehend selbst. Im Vergleich zu anderen Trackern verlief die Einrichtung unkompliziert und schnell.
Bildschirmfotos der Weenect-App aus unserem Test (Stand März 2020). Antippen vergrößert.
Die Funktionen im Überblick
- Live-Ortung. Im „Super-Live-Modus“ sendet der Tracker fünf Minuten lang alle zehn Sekunden den Standort an die App. Das ist der Modus, wenn Sie Ihre Katze gerade suchen. Ansonsten lässt sich das Intervall der Standortübermittlung individuell einstellen.
- Routenverlauf. Die Laufwege werden gespeichert, sodass Sie nachvollziehen können, wo sich die Katze tagsüber und nachts aufgehalten hat.
- Bereichsalarm. Sie können Zonen festlegen. Verlässt die Katze einen solchen Bereich, schickt der Tracker einen Alarm an die App.
- Trainingsfunktion. Über die App lässt sich ein Signalton am Tracker abspielen. Verbinden Sie ihn anfangs mit Streicheln oder Futter, kann er später als Belohnungs- oder Rufsignal dienen, ähnlich wie beim Clickertraining.
Grenzen der Ortung
Die Ortung selbst war im Test sehr genau. Ein GPS-Tracker braucht aber zwei Dinge: freien Blick zum Himmel für das GPS-Signal und Mobilfunkempfang, um den Standort zu übermitteln. Der Weenect Cats 2 nutzte dafür 2020 das 2G-Netz. In Funklöchern, den sogenannten weißen Flecken, reicht der Empfang nicht aus, dann kommen keine Positionen an. Das gilt für jeden Tracker dieser Bauart. Weil Netzbetreiber ältere Mobilfunknetze nach und nach abschalten, sollten Sie bei einem gebrauchten oder älteren Gerät prüfen, welches Netz es nutzt und wie lange dieses noch betrieben wird. Wie GPS-Tracker, Peilsender und Mikrochip sich unterscheiden, lesen Sie unter GPS-Tracker für Katzen.
Der Praxistest mit Mia






Getestet hat den Tracker Mia, eine agile Mischlingskatze, die gern draußen unterwegs ist und hin und wieder tagelang verschwunden bleibt, aber ebenso gern auf dem Sofa faulenzt. Genau für solche Katzen und ihre besorgten Menschen ist ein GPS-Tracker gedacht.
Mia kannte Halsbänder, war es aber nicht gewohnt, eines zu tragen. Anfangs wirkte sie deshalb etwas verwundert über das Ding am Hals. Weil der Tracker klein und leicht ist, gewöhnte sie sich schnell daran: Schon einige Stunden später schien er sie nicht mehr zu stören.
Wie vom Hersteller angegeben, war das Gerät schnell einsatzbereit. Registrierung und erste Inbetriebnahme verliefen ohne Probleme. Überzeugt haben im Test vor allem die hohe Genauigkeit der Ortung und die Aufzeichnung der Routen. Negative Erfahrungen haben wir im Testzeitraum nicht gemacht.
Worauf Sie beim Halsband achten sollten
Der Tracker ist nur so sicher wie das Halsband, an dem er hängt. Für Freigänger gehört ein Halsband mit Sicherheitsverschluss dazu, das sich öffnet, wenn die Katze an einem Ast oder Zaun hängen bleibt. Es sitzt richtig, wenn zwei Finger darunter passen. Der Nachteil liegt auf der Hand: Öffnet sich der Verschluss, ist auch der Tracker weg. Das ist der Preis für die Sicherheit, und er ist es wert. Mehr zur Auswahl lesen Sie unter Katzenhalsband.
Gewöhnen Sie Ihre Katze in Ruhe an Halsband und Tracker, am besten zuerst drinnen und mit Leckerli, bevor sie damit nach draußen darf. Kontrollieren Sie in den ersten Tagen, ob das Halsband scheuert oder Fell abreibt.
Für wen sich ein GPS-Tracker lohnt
Ein Tracker ersetzt weder Mikrochip noch Registrierung. Er hilft vor allem Haltern von Freigängern, die weite Streifzüge machen oder neu in einer Umgebung sind, etwa nach einem Umzug. Für reine Wohnungskatzen ist er selten nötig. Und er beruhigt, wenn eine Katze einmal länger ausbleibt. Was Sie tun können, wenn sie tatsächlich verschwunden ist, lesen Sie unter Katze entlaufen.
Unser Urteil aus dem Test
Der Weenect Cats 2 hat uns im März 2020 überzeugt: klein, leicht, schnell eingerichtet, genau in der Ortung, mit nützlicher Routenaufzeichnung und Bereichsalarm. Mia hat ihn nach wenigen Stunden akzeptiert. Einzurechnen sind die laufenden Abokosten, ein separates Halsband mit Sicherheitsverschluss und die Abhängigkeit vom Mobilfunknetz. Wer heute kauft, sollte das aktuelle Modell, die Netztechnik und die Abopreise beim Hersteller prüfen.
Häufige Fragen
Funktioniert der Weenect Cats 2 ohne Abo?
Nein. Der Tracker überträgt die Standorte per Mobilfunk, dafür ist die Servicepauschale nötig. 2020 begann sie bei 3,75 Euro im Monat im Zweijahresabo, ein Monatsabo kostete 7,90 Euro.
Stört der Tracker die Katze?
Unsere Testkatze Mia war anfangs verwundert, weil sie kein Halsband gewohnt war, hat sich aber innerhalb weniger Stunden daran gewöhnt. Mit 25 Gramm gehört das Gerät zu den leichten Trackern.
Was passiert, wenn die Katze im Funkloch ist?
Dann kommen keine Positionen in der App an. Der Tracker braucht Mobilfunkempfang, um den Standort zu übermitteln. In weißen Flecken ist die Ortung deshalb nicht möglich.
Ist ein Halsband dabei?
Nein. Im Lieferumfang waren Ladegerät und Silikonhülle für Halsbänder bis 2,8 cm Breite. Das Halsband kaufen Sie separat, für Freigänger mit Sicherheitsverschluss.






















