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katzenwelt

Katzennamen finden: So wählen Sie den passenden Namen

Christoph · 6 Min. Lesezeit

3 Kätzchen mit 3 Namen
3 neue Kätzchen bedeutet, dass man auch gleich drei Namen vergeben muss
Inhalt8 Abschnitte
  1. Erkennen Katzen ihren Namen überhaupt?
  2. Worauf es bei der Wahl ankommt
  3. Namen nach Charakter und Aussehen
  4. Beliebte Katzennamen und ihre Herkunft
  5. Namen für mehrere Katzen
  6. Den Namen beibringen
  7. Warum der Name im Ernstfall zählt
  8. Häufige Fragen

Der passende Name für eine Katze ist kurz, klingt freundlich und unterscheidet sich deutlich von Wörtern, die im Haushalt oft fallen. Ob er zur Fellfarbe, zum Charakter oder einfach zu Ihrem Geschmack passt, entscheiden Sie. Dass Katzen ihren Namen tatsächlich erkennen, ist inzwischen wissenschaftlich gezeigt – ob sie darauf reagieren, ist eine andere Frage.

Erkennen Katzen ihren Namen überhaupt?

Ja. Forscherinnen der Universität Tokio haben 2019 in der Fachzeitschrift Scientific Reports gezeigt, dass Hauskatzen ihren eigenen Namen von ähnlich klingenden Wörtern und von den Namen anderer Katzen im Haushalt unterscheiden können. Die Katzen reagierten auf ihren Namen mit Ohren- oder Kopfbewegungen, auch wenn eine fremde Person ihn rief. Die Reaktion fiel allerdings oft dezent aus: ein Ohr dreht sich, der Schwanz zuckt. Katzen erkennen ihren Namen – sie kommen deshalb aber nicht zwangsläufig angelaufen.

Das hat eine praktische Folge: Der Name funktioniert dann am besten, wenn die Katze gelernt hat, dass er etwas Gutes ankündigt.

Worauf es bei der Wahl ankommt

Einige Faustregeln machen den Namen alltagstauglich:

  1. Kurz halten. Ein oder zwei Silben lassen sich schnell rufen. Lange Namen werden ohnehin abgekürzt – überlegen Sie gleich, welche Kurzform daraus wird.
  2. Klar klingen. Namen mit hellen Vokalen wie „i“ oder „e“ und deutlichen Konsonanten („Kiki“, „Leo“) sind gut zu hören. Dass Katzen Namen mit „i“ am Ende besser lernen, wird oft behauptet, ist aber nicht belegt.
  3. Verwechslungen vermeiden. Der Name sollte nicht wie „nein“, „fein“ oder wie der Name eines Kindes, Partners oder anderen Haustiers klingen. Zwei Katzen namens „Mimi“ und „Mia“ wissen nie, wer gemeint ist.
  4. Laut rufbar. Rufen Sie den Namen probehalber aus dem Fenster oder durch den Garten. Wenn Ihnen das peinlich ist, ist es der falsche Name.
  5. Auf Dauer tragbar. „Krümel“ passt zum Kitten, aber auch zum acht Kilogramm schweren Kater? Manche finden gerade das charmant.

Namen nach Charakter und Aussehen

Viele Halter warten ein paar Tage, bevor sie sich festlegen, und beobachten die Katze. Ein ruhiger Genießer, eine neugierige Draufgängerin, eine Diva mit strengem Blick – der Charakter liefert oft den besten Anstoß. Das gilt besonders bei erwachsenen Katzen aus dem Tierheim, deren Wesen man schon kennt.

Auch das Fell ist eine beliebte Quelle:

  • Weiße Katzen: Blanca, Schneeflocke, Yuki (japanisch „Schnee“), Casper
  • Schwarze Katzen: Blacky, Panther, Salem, Nox (lateinisch „Nacht“)
  • Rote Katzen: Garfield, Pumuckl, Ginger, Paprika
  • Braune und getigerte Katzen: Karamell, Cappuccino, Tiger, Schoko
  • Graue Katzen: Smokey, Silber, Grisu

Manche finden solche Namen einfallslos, andere praktisch. Katzen ist es gleich.

Katze an ihrem Kratzstamm
Eine junge Katze streckt sich an einem Kratzstamm

Beliebte Katzennamen und ihre Herkunft

Seit Jahren stehen einige Namen in den Ranglisten der Tierregister weit oben. Einige davon mit ihrer Herkunft:

  • Felix: lateinisch „der Glückliche“. Einer der beliebtesten Katernamen überhaupt.
  • Luna: lateinisch „Mond“; in der römischen Mythologie die Mondgöttin.
  • Lucy: Kurzform von Lucia, abgeleitet von lateinisch „lux“, das Licht.
  • Mia: ursprünglich eine Kurzform von Maria. Die Deutung dieses sehr alten Namens ist unsicher.
  • Simba: Suaheli für „Löwe“ und seit dem Film „Der König der Löwen“ ein Dauerbrenner für kräftige Kater.
  • Nala: ebenfalls aus „Der König der Löwen“, die Freundin von Simba.
  • Balu: der gemütliche Bär aus Rudyard Kiplings „Dschungelbuch“ – passend für Sofaliebhaber.
  • Sammy: Kurzform von Samuel, einem hebräischen Namen, der meist als „von Gott erhört“ gedeutet wird.
  • Aliya: arabisch, etwa „die Erhabene“.
  • Lilly: Kurzform von Elisabeth oder angelehnt an die Lilie. Den Namen darf die Katze tragen – die Pflanze selbst ist für Katzen hochgiftig und gehört nicht ins Haus (siehe giftige Pflanzen für Katzen).

Wer sich von einem bestimmten Anfangsbuchstaben leiten lassen will, findet lange Listen unter männliche Katzennamen von A bis Z und weibliche Katzennamen von A bis Z.

Namen für mehrere Katzen

Wer Geschwister oder zwei Katzen gleichzeitig aufnimmt, greift gern zu Paaren: Max und Moritz, Bonnie und Clyde, Tom und Jerry, Pünktchen und Anton. Das ist hübsch, hat aber einen Haken, wenn die Namen ähnlich klingen. Achten Sie darauf, dass sich die beiden Namen im Anfangslaut und im Vokal deutlich unterscheiden, damit jede Katze weiß, wer gemeint ist.

Den Namen beibringen

Katzen lernen über Verknüpfung. Der Name soll bedeuten: Jetzt passiert etwas Schönes.

  1. Bei angenehmen Anlässen sagen. Sprechen Sie den Namen beim Füttern, Spielen und Streicheln aus, freundlich und im gleichen Tonfall.
  2. Belohnen, wenn die Katze reagiert. Dreht sie den Kopf oder kommt sie, gibt es ein Leckerli oder Spiel. Wer mag, nutzt dafür Clickertraining.
  3. Nie mit Ärger verbinden. Rufen Sie den Namen nicht, um zu schimpfen, und nicht, bevor etwas Unangenehmes kommt wie Tabletten, Krallenschneiden oder die Transportbox. Sonst lernt die Katze, dass es sich lohnt, auf den Namen hin zu verschwinden.
  4. Geduld haben. Manche Katzen reagieren nach wenigen Tagen, andere nach Wochen. Erwachsene Katzen aus dem Tierheim können auch einen neuen Namen lernen; ein ähnlich klingender Name erleichtert den Übergang.

Warum der Name im Ernstfall zählt

Für Freigänger ist ein Name, auf den die Katze anspringt, mehr als eine Nettigkeit. Kommt die Katze abends auf Zuruf, lässt sie sich leichter hereinholen. Und ist sie einmal verschwunden, lockt ein vertrauter Ruf oft mehr als jede Suche im Dunkeln – Tipps dazu finden Sie unter Katze entlaufen.

Genauso wichtig ist der Name im Register: Lassen Sie Ihre Katze chippen und den Chip mit Name, Foto und Ihren Kontaktdaten bei einem der kostenlosen Haustierregister wie TASSO oder FINDEFIX eintragen. Ein Chip ohne Registrierung hilft niemandem, der Ihre Katze findet.

Die Empfehlung lautet: Nehmen Sie sich ein paar Tage Zeit, wählen Sie einen kurzen, klaren Namen, der Ihnen auch in zehn Jahren noch gefällt, und verbinden Sie ihn konsequent mit schönen Momenten.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis eine Katze ihren Namen kennt?

Das ist sehr unterschiedlich. Viele Katzen zeigen nach ein bis zwei Wochen eine erkennbare Reaktion, wenn der Name regelmäßig mit Futter oder Spiel verbunden wird. Dass die Katze nicht kommt, heißt nicht, dass sie den Namen nicht kennt – oft hat sie nur gerade anderes vor.

Kann man einer erwachsenen Katze einen neuen Namen geben?

Ja. Auch ältere Katzen lernen einen neuen Namen, wenn er mit schönen Erfahrungen verbunden wird. Ein Name, der ähnlich klingt wie der alte, macht den Wechsel leichter, zum Beispiel „Mina“ statt „Minka“.

Sollte der Name einer Katze auf „i“ enden?

Das ist eine verbreitete Faustregel, aber nicht belegt. Wichtiger ist, dass der Name kurz ist, klar klingt und sich von anderen Namen und Alltagswörtern im Haushalt unterscheidet.

Welche Namen sind bei Katzen am beliebtesten?

In den Ranglisten der Haustierregister stehen seit Jahren Namen wie Felix, Leo, Simba, Max und Tiger bei Katern sowie Luna, Lucy, Mia, Lilly und Kitty bei Kätzinnen weit oben. Die genaue Reihenfolge wechselt von Jahr zu Jahr.