Ägyptische Mau

Die Ägyptische Mau soll der Legende zufolge in direkter Linie von den Katzen der Pharaonen abstammen. Die kleinen Tiger sind dabei menschenbezogen, lebhaft und neugierig. Sie bringen ihrem Lieblingsmenschen viel Aufmerksamkeit und Anhänglichkeit entgegen. Außerdem gilt die Ägyptische Mau als einzige Katze der Welt, die ein natürliches getupftes Fellmuster besitzt.

Das Wichtigste über dei Ägyptische Mau in Kürze

– Die Ägyptische Mau stammt, wie ihr Name bereits verrät, aus Ägypten.
– Sie besitzt ein freundliches, menschenbezogenes, verspieltes und intelligentes Wesen.
– Der hohe Bewegungsdrang und die Verspieltheit werden bis ins hohe Alter beibehalten.
– Der edle Stubentiger ist die einzige Katze der Welt, der ein natürliches Tupfen-Muster als Fellzeichnung besitzt sowie die schnellste Hauskatze.

Woher kommt die Ägyptische Mau?

Die Ägyptische Mau stammt ursprünglich, wie es ihr Name bereits verrät, aus Ägypten. Die edle Samtpfote soll in direkter Linie mit den Katzen der Pharaonen verwandt sein. Diese wurden einbalsamiert in die Gräber ihrer Herren gelegt und sollten ihre früheren Besitzer auch im Tod begleiten. Genetische Test sollen diese Verwandtschaft außerdem belegen. Zusätzlich finden sich ägyptische Bildnisse und Wandbilder, die der Ägyptischen Mau zum verwechseln ähnlich sehen.

Obwohl die Rasse ihren Ursprung in Ägypten zu verorten hat, werden die USA als ihr Herkunftsland bezeichnet. Um das Jahr 1950 lebte die russische Großfürstin Natalia Troubetzkoy im italienischen Exil. Ihr fielen die exotischen Katzen, mit der ausgeprägten Tupfen-Zeichnung im Fell auf. Durch ihre weitreichenden Beziehungen war es ihr möglich, eine der Katzen nach Italien zu importieren. Sie verpaarte ihre Katzendamen mit einem Kater, der dem ägyptischen Botschafter gehörte. Das Ergebnis der Kreuzung war ein bronzefarbener Kater. Troubetzkoy kreuzte diesen mit seiner Mutter rück, sodass eine weitere Katzendame zur Welt kam.

Die Großfürstin wanderte mit ihren drei Katzen von Italien in die USA aus. Dort begründete sie die Rasse der heutigen Ägyptischen Mau.

Diese ist übrigens nicht nur die einzige Katzenrasse der Welt, die ein natürliches, leopardenähnliches Fellmuster trägt. Sie ist ebenso die weltweit schnellste Hauskatze und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von bis 50 Stundenkilometern. Dabei verhelfen ihr längere Zehen an den Hinterpfoten sowie eine Hautfalte am Bauch, die überdurchschnittlich flexible Bewegungen erlaubt, zu ihrem Erfolg.

Welches Erscheinungsbild besitzt die Ägyptische Mau?

Die Ägyptische Mau gehört in die Kategorie der Kurzhaarkatzen. Sie besitzt einen wachen und aufmerksamen Gesichtsausdruck, der von einigen Haltern als „besorgt“ oder „erstaunt“ beschrieben wird. Die großen und mandelförmigen Augen leuchten grün und sitzen mittig im Gesicht der Samtpfoten. Bei Menschen wären die Augen in Entsprechung der Größe der Katze übrigens so groß wie Tennisbälle. Es verwundert daher nicht, dass dem edlen Stubentiger kaum etwas entgeht.

Der Kopf ist keilförmig und besitzt eine leichte Abrundung. Die mittelgroßen Ohren sind an ihrem Ansatz etwas breiter und laufen spitz zu. Sie werden von enganliegenden Härchen bedeckt und weisen oftmals kleine Haarbüschel an den Spitzen auf. Die Nase verläuft gerade, ist in ihrer Form aber weniger stark ausgeprägt als es bei den Orientalen Kurhaarkatzen der Fall ist.
Die Ägyptische Mau ist insgesamt eine mittelgroße Katze, die einen grazilen, muskulösen und athletischen Körperbau besitzt. Während Katzen ein Gewicht zwischen 2,5 und 3,5 Kilogramm erreichen, bringen ausgewachsene Kater etwa 4 bis 5 Kilogramm auf die Waage. Im Vergleich zur Orientalischen Kurzhaar fällt der Körperbau der ägyptischen Samtpfote etwas stämmiger aus, wobei diese immer noch zart wirken soll. So soll sie eine Ähnlichkeit mit der Darstellung auf ägyptischen Malereien besitzen und der Form des alten Originals entsprechen.

Als äußerliche Besonderheit des edlen Stubentigers gilt insbesondere seine Fellmusterung, die eine auffällige Tupfen-Zeichnung zeigt.

Das Standard der Rasse akzeptiert dabei folgende Varianten der Fellfärbung:

– Black silver spotted tabby: Auf einem silbernen Grundton finden sich schwarze Tupfen.
– Brown spotted tabby: Brauner Grundton, der ebenfalls als Bronze bezeichnet wird und dunkelbraune bis schwarze Tupfen hervorhebt.
– Black smoke: Auf einer schwarz-grauen Grundfarbe schimmert eine weiß-silberne Färbung hindurch, durch die die schwarzen Tupfen sehr gut zur Geltung kommen.
– Black: Je nach Art des Sonnenlichts können schwarze Tupfen nur noch erahnt werden. Im Vergleich zur Färbung „black smoke“ fehlt der silberne Haargrund.

Die Ägyptische Mau ist die einzige Katze, die ohne züchterisches Zutun eine getupfte Fellzeichnung besitzt. Das macht sie zur einzigen natürlich getupften Rassekatze der Welt.

Welche Merkmale prägen das Wesen der Ägyptischen Mau?

Die edle Samtpfote besitzt einen freundlichen, menschenbezogenen und verschmusten Charakter. Sie bleibt bis ins hohe Alter verspielt und besitzt einen sehr hohen Bewegungsdrang. Die Ägyptische Mau stellt deshalb die Forderungen nach viel Aufmerksamkeit und Zuwendung an ihren Menschen. Im Vordergrund ihrer Grundbedürfnisse stehen viele Schmuseeinheiten und Spielerunden mit ihrem Lieblingsmenschen.

Fremden Menschen gegenüber verhält sich der edle Stubentiger vorrangig zurückhaltenden. Zudem schätzt die ägyptische Samtpfote eine ruhige Umgebung und fühlt sich in einem lauten Umfeld weniger wohl. Auf großen Lärm kann sie teilweise schreckhaft reagieren und wird sich zurückziehen. Ihr sollten deshalb genügend Verstecke sowie Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, in die sie sich bei Bedarf zurückziehen kann.

Obwohl die Ägyptische Mau die Liebe ihrer Menschen braucht und gerne mit diesen schmust, ist sie keine reine Schoßkatze. Ihr Verhalten wird allerdings des Öfteren mit dem von Hunden vergleichen. So besitzt der Stubentiger nicht nur beschützende und loyale Eigenschaften, sondern begrüßt seinen Besitzer auch sehr gerne an der Haustür, wenn dieser nachhause kommt.

Welche Haltungsart empfiehlt sich für die Ägyptische Mau?

In ihrem Herzen ist die edle Samtpfote ein kleiner Tiger geblieben. Sie wird dementsprechend von einem hohen Bewegungsdrang getrieben, klettert und springt sehr gerne. Hohe Liegeflächen werden als Aus- und Überblickspunkte sehr gerne genutzt und sollten durch zahlreiche Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten ergänzt werden. Es empfiehlt sich in diesem Sinne ein Kratzbaum, der aus mehreren Etagen besteht und der Ägyptischen Mau vielseitige Beschäftigungs- und Nutzungsmöglichkeiten bietet.

Die ägyptische Fellnase kann durchaus als reine Wohnungskatze gehalten werden. In dieser Haltungsform wird sie allerdings sehr viel Platz für sich beanspruchen und viel Aufmerksamkeit von ihrem Menschen fordern. Da die Ägyptische Mau außerdem die schnellste aller Katzen darstellt und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometern erreichen kann, empfiehlt es sich, ihr Freigang zu gewähren. Alternativ kann ein gesicherter Bereich im Garten abgegrenzt werden. Der kleine Tiger sollte jedoch die Möglichkeit erhalten, zwischendurch auch einfach einmal loszurennen sowie weite Strecken zurück zu legen.

Als Freigänger wird sich der Stubentiger deshalb wahrscheinlich am wohlsten fühlen. In dieser Haltungsform ist es ihm erlaubt, beliebig weite Strecken zurückzulegen und dabei durch Wiesen und Felder zu streifen. Gleichzeitig können schnelle Sprints eingelegt werden, die auf glatten Böden innerhalb der Wohnung oftmals kritisch sein können. Des Weiteren erlaubt der Freigang das Treffen von Artgenossen und dient als weitere Beschäftigungsmöglichkeit.

Katzenhalter, die regelmäßig für eine längere Zeit außer Haus sind, sollten sich außerdem den Gedanken eines Artgenossen durch den Kopf gehen lassen. Dieser kann der ägyptischen Fellnase Gesellschaft leisten, wenn ihr Mensch nicht zuhause ist, mit ihr spielen und kleine Kletterwettbewerbe veranstalten.

Wie kann die Ägyptische Mau beschäftigt werden?

Als Beschäftigung sollten der Ägyptische Mau verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl stehen. So können Besitzer sie beispielsweise mittels Katzenspielzeug zu einem wilden Spiel animieren. Es lassen sich aber auch verschiedene Elemente aus dem Katzensport entlehnen. So kann beispielsweise ein kreativer Agility-Parkour aufgebaut werden, der Hindernisse, Rampen und Tunnel umfasst. Ein solcher Hindernisparkour kommt nicht nur dem Bewegungsdrang der ägyptischen Samtpfote entgegen, sondern fordert und fördert diese zusätzlich auch geistig. Dabei wird sie von ihrem Menschen durch den Parkour geleitet, der ihr zeigt, wie sie sich an den verschiedenen Hindernissen zu verhalten hat.

Des Weiteren können verschiedene Intelligenzspielzeuge, wie beispielsweise ein Fummelbrett oder ein Futterball, zum Einsatz kommen. Auch ein Training mit Clicker oder Target-Stick können der edlen Fellnase eine willkommene Abwechslung bieten. Dabei lernt diese nicht nur kleine Tricks und Kunststücke, sondern kann sich neben geistiger Auslastung ebenfalls das eine oder andere Leckerlie verdienen.

Schließlich dient auch Freigang als Beschäftigungsmöglichkeit, bei dem die Ägyptische Mau die restliche noch vorhandene Energie abbauen kann. Auch ein Artgenosse kann für abwechslungsreiche Stunden sorgen und mit der Samtpfote Kletterspiele und Wettrennen veranstalten.

Welche Pflege benötigt die Ägyptische Mau?

Die edle Fellnase gehört zur Gruppe der Kurzhaarkatzen. Dementsprechend stellt sich ein geringer Aufwand für ihre Fellpflege ein. Ein regelmäßiges Bürsten kann jedoch die Bindung zum Menschen stärken sowie als eine Art Streicheleinheit betrachtet werden. Des Weiteren hilft es der Katze in der Zeit des Fellwechsels.
Zur Unterstützung der Krallenpflege sollte ein Kratzbaum oder anderweitiges Kratzmöbel zur Verfügung stehen. Bei der Zahnpflege kann durch Trockenfutter sowie entsprechende Leckerlies nachgeholfen werden.

Wie steht es um die Gesundheit der Ägyptischen Mau?

Im Großen und Ganzen besitzt die Ägyptische Mau eine stabile Gesundheit. Rassenspezifische Erbkrankheiten kommen kaum vor. Lediglich die sogenannte Leukodystrophie, auch Krabbe-Krankheit genannt, kann der edlen Samtpfote das Leben schwer machen. Die neurologische Krankheit führt dabei unter anderem zu Verhaltensstörungen.
Neben dieser können natürlich auch Rassekatzen, die keine spezifischen Erbkrankheiten in ihrer Linie aufweisen, erkranken. Zu den gängigen Infektionskrankheiten zählen unter anderem Katzenschnupfen, Infektiöse Enteritis, Katzen-Leukämie und Tollwut.

Um einen umfassenden Schutz des Stubentigers zu erreichen, sollte dieser regelmäßige Impfungen erhalten. Zusätzliche Kontroll- sowie Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt des Vertrauens können Krankheiten, sollten diese Vorhanden sein, schneller aufdecken und eine effizientere Behandlung ermöglichen. Eine hochwertige und ausgewogene Ernährung trägt ebenfalls zu einer hohen Lebensqualität bei.

Was sollte bei der Auswahl eines seriösen Züchters beachtet werden?

In manchen Ländern führen Züchter der Ägyptischen Mau Wartelisten, weil die Rasse so selten vertreten ist. Bei der Auswahl des Züchters sollte deshalb ein besonderes Augenmerk auf Seriosität und Verantwortungsbewusstsein gelegt werden. Nicht alle Züchter haben Interesse an gesunden und charakterstarken Jungtieren. Einige spekulieren vor allem auf eine gute Geldeinnahmequelle.
Ein seriöser Züchter zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ihm das Wohl der Tiere wirklich am Herzen liegt. So wird er Interessenten genügend Zeit einräumen, um die Jungtiere zu beobachten und kennenzulernen. Auch sollten die Elterntiere beziehungsweise mindestens die Mutter der Kitten vor Ort sein. Des Weiteren beantwortet ein ehrlicher Züchter alle Fragen, die zukünftige Katzenhalter zur Ägyptischen Mau haben und kann einige Tipps verraten, wie sich die Jungen am besten einleben.

Insgesamt sollte die Zuchtstätte sauber und ordentlich wirken. Gesunde Kitten sind an einem glänzenden Fell, klaren Augen und einer sauberen Nase zu erkennen. Außerdem sollten diese erst ab einem Alter von 12 Wochen abgegeben werden und Papiere besitzen, die ihre Abstammung belegen können.

Bevor ein entsprechender Züchter der Rassekatze aufgesucht wird, kann natürlich auch in Tierheimen und Rettungsstationen nachgefragt werden, ob eine Ägyptische Mau auf eine Adoption wartet. Vereinzelt existieren sogar Einrichtungen, die sich speziell auf abgegebene Exemplare dieser edlen Samtpfoten spezialisiert haben. Wer entweder nicht auf einen Wurf warten oder einer verlassenen Ägyptischen Mau ein neues zuhause geben möchte, sollte diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

Welche finanzielle Belastung bringt eine Ägyptische Mau mit sich?

Wie jedes Lebewesen bringt auch die Ägyptische Mau als Haustier eine gewisse finanzielle Belastung mit sich. Diese umfasst zunächst einmalige Anschaffungskosten und weitet sich dann auf laufende Aufwendungen aus, die etwa monatlich anfallen.

Die Anschaffungskosten bestehen zum einen aus dem Kittenpreis, der schnell vierstellig ausfallen kann, sowie aus der Erstausstattung. Diese sollte Futter vom Züchter, Futter- und Trinknapf, einen oder gleich mehrere Schlaf- und Liegeplätze sowie einen Kratzbaum umfassen. Außerdem empfehlen sich Katzenspielzeug, eine Katzentoilette und eine Transportbox, die sich auch im Auto sicher befestigen lassen sollte.

Die laufenden Kosten unterteilen sich vor allem in Futterkosten sowie Aufwendungen für Tierarztbesuche. Während die Futterkosten überschaubar bleiben und stark von der Qualität des ausgewählten Katzenfutters abhängen, können Tierarztrechnungen schnell in die Höhe schießen. Neigt die Ägyptische Mau dazu, sich häufiger zu verletzten oder leidet sie öfter unter Krankheiten, so kann sich der Abschluss einer Krankenversicherung oder eines OP-Schutzes für Katzen lohnen. Es sollten mindestens Kosten für Wurmkuren, Impfungen sowie notwendige Vorsorgeunteruntersuchungen eingeplant werden. Dabei ist Katzenhaltern allerdings zu empfehlen, von vornherein weitere Tierarztkosten einzuplanen, damit diese im Fall der Fälle keinen zu großen Überraschungseffekt besitzen.

Die Ägyptische Mau – Verspielter und lebhafter Zeitgenosse

Die Ägyptische Mau zählt zu den seltensten Katzenrassen. Sie bringen ihren Menschen sehr viel Interesse und Aufmerksamkeit entgegen, während sie ihr verspieltes und neugieriges Wesen ausleben.

Die edlen Mini-Tiger bilden die einzige Katzenrassen der Welt, die ein natürlich getupftes Fell besitzt. Dabei fasziniert das leopardenähnliche Aussehen in Kombination mit den großen, leuchtend grünen Augen.

Kann die Ägyptische Mau ihren enormen Bewegungsdrang ausleben und wird sie auch geistig gefordert und gefördert, ist sie ein ausgeglichener und angenehmer Zeitgenosse. In einem hundeähnlichen Verhalten dankt sie ihrem Menschen seine Aufmerksamkeit und sorgt für unvergessliche und fröhliche Augenblicke.

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