Die Kratzecke ist heute für das Wohlbefinden und für die Gesundheit gerade der Haus- und Wohnungskatze, die auf Freilauf und die Möglichkeit zum Schärfen und zum Wetzen ihrer Krallen, zum Beispiel auch an den Stämmen von Bäumen, ganz verzichten muss, ein geradezu unersetzliches Tool und Mobiliar.

Praktisch jeder beliebigen Katze, gänzlich unabhängig von der Rasse, vom Geschlecht und vom erreichten Lebensalter, ist es heute nach wie vor ein natürliches Bedürfnis, mehrmals täglich ihre Krallen in entsprechend dafür geeigneten Materialien, ihre Krallen wetzen und schärfen zu können.

Wie tief verwurzelt und wie stark und übermächtig dieser instinktive Trieb in jeder Art von Katze ist und bleibt, zeigt sich vergleichsweise anschaulich auch schon allein anhand des Umstandes, dass man die Wildkatze, die zum Beispiel im Harz noch in der freien Natur lebt und dort anzutreffen ist, auch anhand der vielen Kratzmarken an den Stämmen in ihrem jeweiligen Revier zuverlässig verorten und ausfindig machen kann.

Ein natürliches Bedürfnis will durch die Katze permanent ausgelebt werden

Gerade die durch ihren jeweiligen Besitzer ganz ausschließlich im Haus oder auch in einer Großstadtwohnung gehaltene Katze ist bei der Verwirklichung eines artgerechten Lebensanspruchs häufig auf Kompromisse und auf behelfsmäßige Lösungsansätze angewiesen, die jedoch nicht immer den ungeteilten Beifall und die Zustimmung vom Katzenbesitzer erheischen können.

Viele Laien unter den Katzenhaltern, die ihre Katze in einer solchen Großstadtwohnung halten, wissen nicht um das instinktive Bedürfnis jeder Art von Katze, welches mit einer solchen Kratzecke vergleichsweise einfach und effektiv zu stillen und zu befriedigen wäre.

Das Kratzen verfolgt gleich 3 entscheidende Zwecke

Die Kratzecke dient der Katze nämlich praktisch jeden Tag zur Befriedigung drei ganz wesentlicher instinktiver Lebensäußerungen und vitalen Bedürfnisse. Einerseits wird die Kratzecke nämlich, wie schon eingangs mehrfach angeführt und betont worden ist, zum quasi tagtäglichen Wetzen und Schärfen der Krallen der Katze zwingend erforderlich, die die Waffen und Kletterhilfen jeder Katze darstellen.

Jede Katze hat aber, wie auch der Hund, das natürliche und instinktive Bedürfnis, ihr angestammtes Revier auf vielerlei Art und Weise recht anschaulich und deutlich zu markieren. Während der Hund zur Markierung seines Reviers seinen Urin absetzt, reibt die Katze sich mit den unterschiedlichsten Körperteilen und Körperstellen, an denen dazu meist charakteristische Duftdrüsen befindlich sind, an markanten Punkten im Revier. Ein Akt dieser Markierung des Reviers besteht stets auch darin, an markanten Punkten als Warnung für Artgenossen, deutlich sichtbar sogenannte Kratzmarken zu hinterlassen.

Der dritte Aspekt, der die Anschaffung einer solchen Kratzecke für die Haus- und Wohnungskatze ganz besonders sinnvoll erscheinen lässt, ist und bleibt dann letztendlich auch der bereits schon hinlänglich bekannte Umstand, dass jede Katze nach dem Schlafen einen bestimmte Gegenstand in ihrem Revier nutzen wird, um ihre Krallen in diesen hinein zu schlagen und sich dann praktisch ritualartig mit dem immer gleich bleibenden und konstanten Bewegungsabläufen daran empor zu ziehen, um sich zu strecken und zu dehnen.

Die Anschaffung einer solchen Kratzecke kann vor allem auch dem Schutz der Polstermöbel und der Tapeten in Haus oder Wohnung dienen

Ist eine Kratzecke in einer Stadtwohnung nicht vorhanden, um all diesen drei hier aufgezählten vitalen Arten von Bedürfnissen des Tieres gerecht werden und entsprechen zu können, so wird die Katze in ihrer Not an Polstermöbel oder auch an Tapeten heran gehen, um diese dann hilfsweise zum Wetzen und Schärfen ihrer Krallen, zum Hinterlassen ihrer charakteristischen Arten von Kratzmarken und nicht zuletzt dann auch zum ritualisierten Strecken und Dehnen, zu nutzen und zu verwenden. Werden diese Hintergründe und instinktiven vitalen Bedürfnisse der Katze erst einmal durch den jeweilige Katzenhalter erkannt, so wird er schnell das letztendlich völlig aussichtslose Unterfangen aufgeben, diese Gewohnheiten der Katze abtrainieren zu wollen und ihr stattdessen besser eine Kratzecke zur Verwirklichung einer artgerechten Haltung bereit stellen.

Was ist eine Kratzecke überhaupt?

Eine Kratzecke lässt sich ganz einfach, wie auch das Kratzbrett oder der Kratzstamm oder der Kratzbaum, unter dem Oberbegriff der sogenannten Kratzmöbel subsumieren. Diese sind, wie eingangs schon beispielhaft recht anschaulich aufgezeigt werden konnte, für die Gesundheit und für das Wohlbefinden von jeder Katze wesentlich und essentiell.

Da gerade jedoch in eine klein und eng geschnittenen Stadtwohnung nicht immer ein dazu ausreichendes Platzvolumen dazu erforderlich ist, um einen groß dimensionierten Kratzbaum oder auch Kratzstamm aufstellen zu können, bieten der Zoofachfachhandel und dann natürlich auch das Internet heute als extrem platzsparende Lösung und als klein dimensionierten Ansatz die Kratzecke an.

Diese lässt sich entweder an einer vorspringenden Zimmerecke oder bei entsprechenden Möglichkeiten auch an den hölzernen Zargen der Türen in Haus oder Wohnung vergleichsweise schnell, einfach und effektiv montieren, ohne dass es hierzu eines profunden handwerklichen Könnens, beziehungsweise eines umfangreich dimensionierten Werkzeugarsenals bedurft hätte.

Damit ist und bleibt die beliebte und vor allem bei Großstadtbewohnern geschätzte Kratzecke, die als Stadtmenschen dazu gezwungen sind, ihre Katze ganz ausschließlich nur als ausgewiesene Haus- und Wohnungskatze ohne Freigang und entsprechenden Auslauf halten zu müssen, neben dem wandhängenden Kratzbaum das vermutlich populärste Kratzmöbel überhaupt.

Die Kratzecke beansprucht praktisch gar keine Platz in der Horizontalen, da sie ausschließlich vertikal montiert werden kann und sich dann an der Türzarge oder an der Zimmerecke befindet.

Maßnahmen zur Unterstützung der Annahme der Kratzecke durch die Katze

Hat eine solche Haus- und Wohnungskatze, die in einer Großstadtwohnung durch ihren jeweiligen Besitzer als Gefährte und als Hausgenosse aufgezogen und gehalten wird, sich m Verlaufe ihres Lebens erst einmal daran gewöhnt, das bereit stehende Mobiliar und die Tapeten dazu zu nutzen, um die Krallen täglich zu wetzen und zu schärfen, um entsprechende Kratzmarken hinterlassen und um sich nach dem Schlafen trecken und dehnen zu können und wird ihr dann plötzlich durch den Besitzer eine Kratzecke installiert, so nimmt sie diese erfahrungsgemäß nicht immer gleich bereitwillig an. Sondern vielfach verharrt sie dann in ihrem verfestigten Verhalten, trotz vorhandener Kratzecke, weiterhin die Möbel und Tapeten zu nutzen. Vielfach sieht man dann Katzenbesitzer, die entsprechend hilflos eingreifen, indem sie ihre Katze vor der Kratzecke positionieren, dann die Pfoten der Katze ergreifen und unter Zuspruch die Pfoten des Tieres kratzend über die Oberfläche der installierten Kratzecke hinweg bewegen, um die Katze dadurch zur Nutzung des Accessoires zu animieren und zu motivieren.

Ein solches quasi von Hilflosigkeit und von entsprechender Ratlosigkeit seitens des Katzenbesitzers getragenes Vorhaben wird jedoch nur in den aller seltensten Fällen gelingen. Es ist hingegen für den Katzenbesitzer möglichst sinnvoll, die Installation und Bereitstellung einer entsprechend geeigneten Kratzecke gleich möglichst früh und noch im Welpenalter der Katze voran zu treiben und zu realisieren.

Im einschlägigen Zoofachhandel direkt und unmittelbar vor Ort und letztendlich dann auch schon im Internet, sind heute zum Beispiel auch sogenannte Kratzecken mit Katzenminze erhältlich, die einen durchaus effektiven Beitrag zur Lösung des hier dargestellten Problemfeldes zeitigen können.

Ebenso ist es dem Katzenbesitzer zu empfehlen, die spät bereit gestellte und entsprechend für das Tier in der Wohnung oder auch im Haus installierte Kratzecke mit geeigneten Duftstoffen zu besprühen und die Katze auf diese vergleichsweise harmlose, einfache und zugleich stets auch recht kostengünstige Art und Weise, zur Nutzung einer installierten Kratzecke bewegen zu wollen.

Das Fazit zur Kratzecke

Die platzsparendste und vermutlich dann auch noch die kostengünstigste Möglichkeit dazu, um der Katze die so dringend erforderlichen Voraussetzungen und Gegebenheiten zum Wetzen und Schärfen ihrer Krallen, zum Hinterlassen der obligatorischen Kratzmarken im Revier und schließlich auch zur Verwirklichung und zur Ausführung ihrer ritualisierten streck- und Dehnvorgänge nach dem Schlafen, bildet heutzutage die Kratzecke.

Sie ist zudem dann auch mit nur wenigen Handgriffen und ohne umfangreiches handwerkliches Können und Werkzeug, an praktisch jeder vorspringenden Zimmerecke und an jeder Türzarge im Haus oder auch in der Wohnung zu installieren.