Das Katzengras ist wiederum ein ganz spezielles tierisches Nahrungsmittel, beziehungsweise ein Mittel der Nahrungsergänzung, welches von allen Rassen, Geschlechtern und Altersklassen von Tieren entsprechend benötigt wird, um die natürliche Verdauung zu unterstützen und um das Wohlbefinden der Katze erzielen zu können.

Das Katzengras kann von den Freigängern meist ganz nach Bedarf und nach Gusto aufgenommen werden, wenn sie es zum Beispiel irgendwo in ihrem Revier finden kann. Ganz anders jedoch wiederum die klassische Haus- und Wohnungskatze. Da diese sich nicht frei draußen in der Natur bewegen kann, um dort dann ganz explizit auf die Suche nach dem Katzengras zu gehen, ist es heute gerade bei de reinen Haus- und Wohnungskatze im Sinne von einem zumindest halbwegs normalen artgerechten Leben und von Gesunderhaltung und von Wohlbefinden, zwingend erforderlich, dass der betreffende Katzenbesitzer die Samen für das Katzengras aus dem Handel oder aus dem Internet beschafft, um das Katzengras dann in Pflanzkübeln oder in Blumenkästen anzusäen und es dem Tier in Haus oder Wohnung entsprechend bereit stellen zu können.

Katzengras: Was ist das eigentlich?

Es wurde ja auch schon eingangs darauf hin gewiesen, dass das Katzengras ein natürliches Nahrungsmittel oder zumindest jedoch eine Art von Nahrungsergänzungsmittel darstellt, welches durch die Katze regelmäßig aufgenommen werden muss.

Als sogenanntes Katzengras kommen dabei dann letztendlich ganz unterschiedliche Sorten von Gräsern in Betracht, die dem Laien heute vielfach gänzlich unbekannt sind und deren wesentliche und nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Gesunderhaltung der Katze und für deren Wohlbefinden, er gar nicht einzuschätzen vermag.

Gerade jedoch das sogenannte Zypergras (Cyperus zumula) gilt traditionell als Katzengras. Es wird den Sauergrasgewächsen zugerechnet, wobei weltweit inzwischen insgesamt mehr als 600 Arten dieser Gattung identifiziert und beschrieben werden konnten.

Ursprünglich war dieses heute beliebte Katzengras jedoch in den subtropischen und in den tropischen Regionen und Gebieten unseres Planeten beheimatet, ehe es schließlich ein neues Verbreitungsgebiet und charakteristisches künstliches Biotop in den zahlreichen Wohnungen und Häusern der ambitionierten Katzenbesitzer finden konnte.

Katzengras bildet eine krautige Pflanze aus, die durch dreikantige Halme gekennzeichnet und charakterisiert ist. Die Halme können jedoch durchaus auch einen runden Querschnitt besitzen und am Ansatz Blätter haben.

Die Blüte vom Katzengras ist dann eine typische und recht flach ausgebildete Art von Ähre. Zwittrige Blüten und linsenförmig-flache, beziehungsweise auch dreikantige Nüsse, vervollständige dann das Erscheinungsbild vom Katzengras oder Zypergras. In Mitteleuropa gelten heute bereits insgesamt 27 Arten vom Katzengras als heimisch und in den entsprechenden Biotopen als verbreitet.

Die Aufgaben vom Katzengras im Verdauungstrakt der Katzen

Die Katzen betreiben, was jedem aufmerksam beobachtenden Katzenhalter und Katzenfreund zutiefst vertraut und bekannt sein dürfte, eine vergleichsweise ausgiebige und gründliche Form der Haarpflege, die sie allen erreichbaren Stellen von ihrem Haarkleid mit der Zunge, mit der Hilfe der Zähne und nicht zuletzt dann sogar auch mit der Unterstützung und der Zuhilfenahme ihrer Pfoten, angedeihen lassen. Natürlich gelangen dabei stets auch Katzenhaare, beziehungsweise Haarballen, die sogenannten Bezoaren, in größerem Umfang in den Verdauungstrakt der Katze. Aber auch das Fell und de Haare entsprechender Beutetiere, welche die Katze vielleicht erjagt, erlegt und dann anschließend verzehrt hat, findet sich unter Umständen in ihrem Verdauungstrakt wieder.

Als unverdauliche Bestandteile des Nahrungsbreis müssen diese Bezoaren oder Haarballen dann grundsätzlich durch die Katze auch wieder ausgewürgt werden. Diesen vergleichsweise umständlichen Prozess, der die Katze vor dem gefürchteten Darmverschluss schützen und bewahren soll, wie er im schlimmsten anzunehmenden Fall infolge des Verklumpens dieser Haarballen und Bezoaren beim Passieren des Magen-Darm-Traktes eintreten könnte, wird dann durch die Aufnahme von Katzengras in mehr oder minder größeren Mengen generell vereinfacht und effektiv unterstützt.

Das Katzengras ist ohne ernährungsphysiologische Bedeutung für die Katzen

Das Katzengras bildet ein rein funktionales Nahrungsmittel, beziehungsweise Nahrungsergänzungsmittel, welches im Verdauungstrakt de Tiere ohne jede Art von ernährungsphysiologischer Funktion ist und bleibt.

Die Katze bezieht nämlich aus dem Katzengras generell keinerlei Nährstoffe, die dann anschließend in ihren Zellstoffwechsel integriert werden können oder in diesem irgend eine Art von Bedeutung erlangen können. Das aufgenommene Katzengras wird daher durch die Tiere auch nicht verdaut, ja nicht einmal ansatzweise verdaut.

Die Katze bezieht aus dem entsprechend aufgenommenen Katzengras keinerlei physiologisch oder ernährungstechnisch bedeutsame Bestandteile. Das Katzengras wird daher in gänzlich unverdauter Form entweder rektal über den Magen-Darm-Trakt der Tiere wieder ausgeschieden oder oral im Zusammenhang mit den eingangs schon recht umfänglich beschriebenen Bezoaren oder Haarballen dann wieder ausgewürgt.

Die Haare oder Bezoaren werden durch das aufgenommene Katzengras im Magen deutlich besser gebunden und lassen sich zu leichter auszuscheidenden charakteristischen Arten von Klumpen miteinander verbinden und verschmelzen. Ebenso ist anzunehmen, dass das einmal durch die Katze aufgenommene Katzengras den eigentlichen Würgevorgang recht massiv und effektiv unterstützen kann, durch welchen dann letztendlich die Bezoaren oral wieder ans Tageslicht gebrach und durch die Katze ausgeschieden werden können.

Das Katzengras ist auch geschmacklich für die Katze ohne jede Bedeutung

Viele Laien und nicht zuletzt jedoch auch diverse Katzenfreunde oder Katzenliebhaber, diskutieren im Web und auch anderswo recht intensiv die Ansicht, wonach die Aufnahme vom Katzengras durch die Tiere einer besonderen geschmacklichen Bedeutung und Relevanz gerade eben dieser einen Art der Grünpflanze geschuldet sei, sie quasi geschmacklich eine sinnvolle Ergänzung der ansonsten überwiegend tierischen Anteile der Nahrung bilden müsse.

Auch diese Ansicht muss nach aller neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen leider absolut in das Reich der Fabel verwiesen werden. Wie bereits auch schon eingangs und an anderer Stelle recht umfangreich skizziert worden ist, erlangt das durch die Katze einmal aufgenommene Katzengras im Organismus, beziehungsweise im Verdauungstrakt, eine rein kurzfristige und funktionale, beziehungsweise nur unterstützende Funktion und Bedeutung. Die Tiere können dem einmal aufgenommenen Katzengras daher auch geschmacklich nichts abgewinnen. Die Aufnahme erfolgt rein instinktiv und aus der genetisch vorbedingten Erfahrung heraus, wonach das Abfressen dieses quasi natürlichen Brechmittels für den Vorgang des Auswürgens der lästigen Bezoaren absolut sinnvoll und zweckmäßig ist.

Fressen Katzen Katzengras aus Langeweile?

Viele Laien und Tierfreunde sind heute außerdem auch oft der irrigen Ansicht, wonach die Tiere aus reiner Langeweile inmitten von Wiesen aus Katzengras fressen und grasen würden. Auch diese Ansicht und Theorie konnte durch entsprechende verhaltensspezifische Untersuchungen bislang noch nicht belegt und untermauert werden.

Es ist davon auszugehen, dass die Katze das Katzengras nicht aus Langeweile zu sich nimmt, sondern weil sie genetisch dazu determiniert und bestimmt worden ist oder auch weil sie im Welpenalter durch das anwesende Muttertier wiederholt dazu animiert worden ist, beziehungsweise den Vorgang gesehen und dann anschließend entsprechend imitiert hat.

Die Grünlilie ist abzulehnen

In der Vergangenheit konnte in denjenigen städtischen Haushalten, in denen Katzen als reine Haus- und Wohnungstiere aufgezogen und gehalten worden sind, vielfach beobachtet werden, dass die jeweiligen Katzenbesitzer ihren Tieren hier ganz explizit die sogenannte Grünlilie (Chlorophytum comosum) als Katzengras zur Verfügung gestellt haben. Rein physiologisch ist dies zwar letztendlich durchaus legitim und damit auch möglich gewesen. Allerdings haben einschlägige Untersuchungen und Erhebungen in Bezug auf gerade die Grünlilie heute ergeben, dass diese Pflanzenart die gefürchteten Wohngifte in einem als extrem zu bezeichnenden Ausmaß aufnehmen und in ihren Zellen speichern kann.

Diese potenziell hohe Belastung mit all jenen gefürchteten Substanzen und Verbindungen, die heute unter dem Oberbegriff der sogenannten Wohngifte zusammengefasst werden können, lässt die Nutzung und Verwendung gerade jedoch der Grünlilie als Katzengras als gefährlich erscheinen. Um die Tiere nicht mit den betreffenden Schadstoffen zu belasten und dadurch dann am Ende gar Vergiftungen oder zumindest doch entsprechende Allergien auslösen und initiieren zu können, ist die Nutzung der Grünlilie absolut zu verneinen.

Im einschlägig bekannten Fachhandel und auch im Internet dürften sich heute harmlosere Arten vom Katzengras finden lassen, die als Nahrungsergänzungsmittel und als Würgehilfe zweckmäßiger erscheinen.