Es ist bekannt, dass die Katzen in praktisch jedem Lebensalter überaus verspielt sind. Auf diesen natürlichen und quasi auch genetisch bedingten Spieltrieb der Vierbeiner stellt natürlich auch die berühmte Katzenangel ab. Bei der Katzenangel handelt es sich nämlich keineswegs um ein Instrument, mit welchem die Katze eingefangen oder gar geangelt werden kann. Die Katzenangel ist ein populäres und bei den Tieren überaus beliebtes Spielgerät, welches der Katze zur Befriedigung ihres Spiel- und Bewegungstriebes dient, mit welchem sie aber auch ganz bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten durch Üben erlernen kann, die sie sich ansonsten durch Nachahmung, draußen in der freien Natur, von ihren Elterntieren, meist jedoch von der Katzenmutter, abschauen kann.

Die Katzenangel hat tatsächlich das Potenzial, um zum Lieblingsspielzeug vieler Katzen werden zu können

Die Katzenangel wird dann, zumindest rein optisch, ihrem Namen und ihrer Produktbezeichnung auch vollauf gerecht. In der Mehrzahl der Fälle besteht die Katzenangel nämlich aus einem mehr oder minder lang dimensionierten Stock oder bei extrem preisgünstigen Ausführungen des beliebten und von den Katzen aller Altersklassen stets ganz besonders gern und intensiv angenommenen Spielzeugs, auch aus einfachem PVC.

Dieser lange Stab oder Stock der Katzenangel dient dann letztendlich dazu, um unterschiedlichste Arten von Spielzeugen oder auch Imitationen von potenziellen Beutetieren der Katze, in der Gegend herum wedeln zu können. Gleichzeitig dient der lange Stab oder Stock am Ende der Katzenangel jedoch stets auch dem Schutz der Hände des Katzenbesitzers vor entsprechenden Kratzwunden oder gar Bisswunden, denn die Katze wird unter Einsatz ihrer gesamten Kraft und Geschicklichkeit versuchen, sich in den Besitz des Tierimitats oder Spielzeugs zu bringen, welches sich jeweils am Ende der Schnur befindet, die an der Katzenangel durch den Hersteller befestigt worden ist.

Den Jagd- und Verfolgungstrieb der Katze wecken

So niedlich, kuschelig und verschmust gerade die kleineren und langhaarigen Rassen der Katze auch sein und sich in der Öffentlichkeit präsentieren mögen: Der Besitzer sollte dennoch niemals und zu keinem Zeitpunkt je vergessen, dass es sich bei seinen Lieblingen dennoch um veritable Raubtiere handelt.

Wer dies nämlich letztendlich einmal vergisst, wenn die Katze unbeaufsichtigt zum Beispiel in der Nähe eines Aquariums bleibt, in welchem ein Goldfisch schwimmt oder wenn sie sich bei einem Wellensittich aufhalten soll, der wird schnell überrascht und eines Besseren belehrt.

Jedes Tier und somit dann letztendlich vor allem auch die reine Haus- und Wohnungskatze, welche auf Freilauf und auf Ausgang nach draußen und hinein in die freie Natur ja völlig verzichten muss, sollte Gelegenheit dazu bekommen, seinen Jagd- und Beuteinstinkt entwickeln und schulen zu können und vor allem auch dazu, sich ausreichend bewegen zu dürfen.

Das Austoben bis hin zur körperlichen und geistigen Erschöpfung ist nämlich der reinen Haus- und Wohnungskatze, die gezwungen ist, in einer Wohnung inmitten der Großstadt zu leben, ebenso ein natürliches und quasi genetische Bedürfnis, wie ihren Verwandten, die als Wildkatzen in den entsprechenden Reservaten in unseren Wäldern leben.

Der Katze, auch, wenn sie in einer Großstadtwohnung lebt, die Ausbildung und die Schärfung ihres Jagd- und Beutetriebes umfassend und im Rahmen die jeweiligen Möglichkeiten des Katzenhalters zu gestatten, kann somit dann letztendlich als artgerechte Haltung des Tieres verstanden und definiert werden.

Die Katze ist und bleibt nämlich ein äußerst elegantes, leistungsfähiges und mit eindrucksvollen Sinnen ausgestattetes Raubtier und sie soll und muss dies auch in einer Großstadtwohnung bleiben können. Da es dort jedoch keine potenziellen Beutetiere in Gestalt von Mäusen, Ratten, diversen Vogelarten oder auch Fischen gibt und geben kann, müssen diese zumindest einigermaßen authentisch durch den jeweiligen Katzenbesitzer simuliert werden, um die artgerechte Entwicklung und Haltung des Tieres umfassend gewährleisten zu können. Hierzu, zur Weckung und Schulung des charakteristischen Jagd- und Beutetriebes, dient dann letztendlich auch die beliebte Katzenangel,

Die Katzenangel ist ein Stück weit Ersatz des Muttertieres

Man sagt, dass in der Gegenwart des Menschen aufgezogene und gehaltene Katzen im Grunde genommen nicht erwachsen werden. Der Verhaltensforscher und Biologe spricht in diesem Zusammenhang dann auch oft und gern von der Begrifflichkeit der sogenannten Prägung.

Draußen, in der freien Natur, wird der Kater oder Kuder, der sich polygam verhält und nicht bei der Katzenmutter bleibt, meist in einer gewissen Phase der Trächtigkeit der Katze weg gebissen, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass er seine Katzenwelpen töten würde. De jungen Welpen werden durch die Katzenmutter aufgezogen und bleiben bis zu einem gewissen Lebensalter bei ihr. Es kann sogar sein, dass sich de erwachsenen Welpen mit ihrer Katzenmutter für einen gewissen Zeitraum in losen sozialen Sippenverbänden organisieren.

Dennoch jagt jede Katze grundsätzlich für sich allein. Die arbeitsteilige Form der Jagd, wie sie zum Beispiel vom Wolfsrudel her recht gut bekannt ist, gibt es bei der Katze nicht. Dies bedingt dann auch die Notwendigkeit, dass die jungen Katzenwelpen ganz bestimmte Jagdtechniken durch Nachahmung von der Katzenmutter erlernen müssen. In der Natur ist also die Katzenmutter die die Welpen prägende Autorität und Institution.

Hauskatzen geraten heute meist viel zu früh in die Gesellschaft des Menschen, der sie dann anstelle der Katzenmutter für ihr Leben prägt. Da in einer Großstadtwohnung, in welcher die Katze mit ihrer Menschenfamilie alleine lebt, keine anderen Artgenossen zur Verfügung stehen, von denen ganz bestimmte Verhaltensweisen und vor allem dann auch Jagdtechniken erlernt werden können, muss der Mensch dies leisten, um eine artgerechte Haltung seiner Katze sicher zu stellen.

Die Katzenangel, versehen mit Imitaten potenzieller Beutetiere, wie zum Beispiel auch Vogel oder Maus, die vielleicht sogar noch die charakteristischen Lautäußerungen der jeweiligen Beutetiere von sich geben kann, während der Mensch sie in der Gegend herum schwenkt, um die Katze zur Verfolgung und zum Beutemachen dadurch zu animieren, ist ein überaus geeignetes Utensil zur Schulung und Ausbildung der typischen und Charakteristischen Verhaltensweisen und Gewohnheiten einer Katze als Lauerjäger.

Die Katzenangel möglichst regelmäßig nutzen

Es ist immer dasselbe Ritual: Sobald der Katzenhalter seine Katzenangel aus dem Schrank hervorgeholt hat und sie dann in der Luft herum schwenkt, so dass das künstliche Beutetier am Ende der Schnur verheißungsvoll über den Boden schlittert, als wollte es sich durch ängstliche und überhastete Flucht einer möglichen Verfolgung der Katze entziehen, wird sofort der Jagd- und Beuteinstinkt in der Katze geweckt werden.

Als typischer Lauerjäger wird sie sich zunächst erst einmal in einer Ecke des Zimmers zusammenkauern, um ihre Sehnen und Muskeln anzuspannen und auf den blitzartigen Zugriff vorzubereiten. Währenddessen wird ihr Kopf deutlich sichtbar sämtlichen Arten von Bewegungen folgen, welche der Katzenbesitzer mit der Katzenangel vor ihrer Nase vollführt.

Die zu bestimmten Assoziationen durchaus fähige Katze, der es nach neuesten Erkenntnissen von Verhaltensforschern auch möglich ist, den Aufwand ins Verhältnis zu dem theoretisch erzielbaren Nutzen einer jagdlichen Attacke setzen zu können, wird sich immer weiter zusammen kauern und sich klein machen, um dann in einem ganz bestimmten Augenblick hinzu zu springen und sich des „Beutetieres“ am Ende der Katzenangel zu bemächtigen.

Wird die Katzenangel durch den Katzenbesitzer dann auch oft und vor allem letztendlich auch regelmäßig genutzt, um das hier beispielhaft vorgestellte Spiel zu vollführen, so kann und wird der Mensch dabei recht schnell beobachten können, wie das Tier immer mehr an Geschicklichkeit und auch an Kraft gewinnt und wie der Zugriff auf das vermeintliche Beutetier am Ende der Katzenangel immer effizienter und rascher erfolgt.

Am Ende wird es dem Menschen, der den Stab oder Stock von der Katzenangel in der Hand hält, dann kaum noch gelingen, das „Beutetier“ vor dem raschen und oftmals dann sogar auch blitzartig erfolgenden Zugriff der Katze in Sicherheit bringen zu können. Die Katzenangel hat also wirkungsvoll und effektiv dazu beigetragen, dass sich die natürlichen Anlagen der Katze entwickeln konnten.