Die Perser Katze

Die Perser Katze gilt als die Diva unter den Rassenkatzen. Das hat sie nicht nur ihrem eigenwilligen Charakter zu verdanken, sondern auch ihrem einzigartigen Aussehen. Hierbei handelt es sich um einen vierbeinigen Liebling, der genau weiß, was er will und was nicht und das seinem Halter unmissverständlich klar macht. Dennoch zeigt sich die Katze in der Regel als sehr gelassen ihrem Menschen gegenüber und ist über jede einzelne Streicheleinheit sehr dankbar.

Die Herkunft der Perser Katze

Wie der Name der Katze bereits verrät, kamen die Vorfahren dieser Katze aus der Türkei und aus Persien. Anfang des 17. Jahrhunderts gelangte diese Rassekatze nach Europa. Dort erregte sie dank ihrem langen Fell gleich großes Aufsehen. So hat es nicht lange gedauert, bis diese Katze als Rassekatze bei den Reichen und Adeligen Einzug hielt. Der exotische Import aus Persien durfte sich über ein gehobenes Zuhause in noblen Gefilden erfreuen. Bevor sie aber am europäischen Hofe zu finden war, machte sie die türkische Hauptstadt Ankara unsicher.

Züchterische Entwicklung

Inzwischen gibt es nicht mehr viele Gemeinsamkeiten mit der Perserkatze aus dem 17. Jahrhundert und der heutigen Rassekatze. Denn im 20. Jahrhundert haben sich die Standards für die Rasse geändert und eine Überzüchtung dieser Tiere ließ nicht lange auf sich warten. Gerade in den 60-er und 70-er-Jahren war die Züchtung mit der Perser Katze ein sehr großes Thema. So gibt es eine Unterscheidung zwischen der Amerikanischen Perser Katze und der Europäischen Perser Katze. Die Optik dieser beiden Tiere kann klar unterschieden werden. Die Amerikanische Perser Katze hat ein sehr flach gezogenes Gesicht, wo Beschwerden bei der Atmung dann meist vorliegen. Auch Tränen in den Augen sind bei solchen Züchtungen klar zu erkennen, das hat mit den verkürzten Tränenkanälen zu tun. Die Nasenläge liegt bei Perser Züchtungen bei 1,5 cm. Somit wurde der Körper der Perserkatze immer klein gezüchtet und der Kopf des Tieres wurde mit den Jahrzehnten immer runder und auch flacher.

Die Perserkatze gilt meist als der Inbegriff für Rassekatzen, die einfach ein jeder kennt. Früher war die Verwechslung an der Tagesordnung, dass die Perser Katze mit der Angora Katze verwechselt wurde. Bei einer Katzenschau im Crystal Palace in London wurde die Perser Katze dem Publikum zum ersten Mal näher gebracht.

Das Aussehen der Perser Katze

Auffällig bei dieser Katzenrasse ist das lange Fellkleid und die relativ große Struktur des Tieres. Darum dürfen sich Perser Katzen zu den großen und mittelgroßen Katzenrassen zählen. Sie können ein Gewicht bis zu 10 kg erreichen. Gerade bei einem Perser Kater ist das keine Seltenheit. Die weiblichen Artgenossen sind etwas leichter, aber ihr Gewicht liegt in der Regel noch immer bei etwa 8 kg. Übergewicht ist somit ein großes Thema für diese Katzenrasse. Daher sollte immer auf eine artgerechte und ausgewogene Ernährung bei dem Tier geachtet werden.

Der Trend der abgeflachten Nase bei dieser Rasse hält leider weiter an, obwohl die gesundheitlichen Probleme bei solchen Züchtungen nicht zu unterschätzen sind. Denn eine gesunde Katze kann jeder daran erkennen, dass ihr Mund geschlossen ist und sie dennoch frei atmen kann. Bei der Atmung der Perser Katze dürfen keine Geräusche hörbar sein. Auch Tränen in den Augen der Katze dürfen nicht sein.

Der Körperbau der Perser Katze

Der Körper erweist sich als kräftig und stämmig. Dieser stämmige Körper wird von relativ kurzen und kräftigen Beinen getragen. Der Schwanz zeigt sich buschig, somit passt er sich dem langen Fellkleid der Katze gekonnt an, er ist aber recht kurz gehalten.

Das Fell der Perser Katze

Dieses ist auffällig, dank des langen Fellkleides und der dicken Unterwolle. Das Deckhaar erweist sich als lang, die Unterwolle ist kräftig. Daher bleibt es dem Halter nicht aus, diese Rassekatze tagtäglich zu bürsten und ihr dadurch die entsprechende Fellpflege zukommen zu lassen.

In den ersten Lebensjahren zeigt sich das Fell der Perser Katze noch als sehr pflegeleicht, an eine Knotenbildung ist noch nicht zu denken. Erst mit den Jahren  – ca. ab dem 2. Lebensjahr –  macht das Fell dieser Katze auf sich aufmerksam und braucht dann die nötige Pflege. Wichtig ist, dass die Perser Katze von klein auf an das regelmäßige Bürsten und Kämmen gewöhnt wird. So empfindet die Katze den Vorgang des Bürstens nicht als unangenehm, sie ist es gewöhnt und kennt es vom Kitten Alter an. Wer bei der Fellpflege der Perser Katze nachlässig ist, riskiert, dass das Fell extrem verfilzt und nur mehr ein Tierfriseur in Folge Abhilfe schaffen kann.

Die ersten Perser Katzen hatten eine schwarze oder weiße Fellfärbung. In der Zwischenzeit gibt es die Perser Katze in allen erdenklichen Farbvarianten und Musterungen. Die löwenartige Mähne und das lange Fell verlangen nach dem regelmäßigen Bürsten und Kämmen, damit sich die Katze lange über ihre Schönheit erfreuen kann.

Das Gesicht der Perser Katze

Perser Katzen werden sehr oft mit Teddybären verglichen. Der runde und relativ breite Kopf der Katze mag wohl der Anlass dafür sein. Die Ohren stehen weit voneinander ab und weisen zudem eine runde Gestaltung auf. Die Perser Katze darf sich auch über volle Wangen erfreuen, die die Struktur des Kopfes und seine Rundungen noch besser zur Geltung bringen. Die Augen weisen eine gute Strahlkraft auf, wenn die orangen- oder kupferfarbenen Augen hell leuchten, dann erregen sie immer die ganze Aufmerksamkeit.

Der Charakter der Perser Katze

Die Perser Katze darf sich zu den eher ruhigeren Katzenrassen zählen. Diese Katze gilt  für jene künftigen Katzenbesitzer als die Errungenschaft, denn sie findet sich in der neuen Umgebung schnell zu Recht und kann sich von Anfang an gut einbinden und integrieren. Egal, ob der Halter nun einen Single Haushalt führt oder die Katze auf andere Artgenossen im Haushalt trifft, der Perser Katze gelingt es immer, sich mit den Gegebenheiten  vor Ort zu arrangieren. Auch für einen Haushalt mit Kindern ist sie geschaffen. Obwohl ihr nachgesagt wird, sie hat ihren eigenen Kopf, lässt sie sich schnell auf jegliche Kompromisse mit dem Halter ein und gibt auch nach. Ganz wichtig ist für die Perser Katze, dass sie mit sich und ihrem Umfeld zufrieden ist, denn somit verbreitet sie Ruhe in den eigenen 4 Wänden. Für die alleinige Haltung ist die Perser Katze nicht gemacht, dafür liebt sie die Gesellschaft von Artgenossen einfach viel zu sehr.

Entwicklung des Wesens der Perser Katze

In den ersten Jahren lebt diese Katze ihren Spiel- und Jagdtrieb voll aus. Erst wenn sie das Alter einer Erwachsenen Katze erreicht hat, zeigt sie sich in ihrem Verhalten ruhig und gelassener. Sie strahlt in Folge die Gelassenheit regelrecht aus. Perser Katzen im Seniorenalter sind sehr zurückhaltend und ihr Spiel- und Jagdtrieb hat dann auch stark nachgelassen. Sie wollen vermehrt in Ruhe gelassen werden. Ein ruhiger warmer Fensterplatz auf dem Heizkörper genügt ihnen dann vollauf, um den Katzenalltag genießen zu können. Wer eine sehr aktive Katzenrasse wünscht, für den ist die Perser Katze nicht die richtige Wahl. Denn sie ist eine ruhige und unauffällige Katze von ihrem Charakter her. Da sie von sich aus sehr ruhige Tiere sind, eigenen sich Perser Katzen sehr gut für die Haltung in einer Wohnung. Das gemäßigte Temperament dieser Katzenrasse spricht für die Haltung in der Wohnung. Für die Katze genügt es voll und ganz, wenn sie den katzensicheren Balkon für sich erobern darf. Denn Katzen lieben einen warmen Platz an der Sonne, den sie zum Schlafen nützen können.

Das Alter der Perser Katze

Diese Katze hat eine durchschnittliche Lebenserwartung, die bei 14 Jahren liegt. Gerade Perser Katzen, die in einer Wohnung gehalten werden, werden auch etliche Jahre älter.

Durch die Züchtung und das flache Gesicht hat die Katze oft mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Die Nase läuft anhand der verengten Nasenöffnungen. Die Augen tränen immerfort, die verengten Tränenkanäle gelten als Verursacher hierfür. Entzündungen im Augen- und Gesichtsbereich sind daher keine Seltenheit bei der Perser Katze. Auch Kieferfehlstellungen können anhand der Züchtung in Erscheinung treten.

Eine häufige Erbkrankheit, die es auch bei der Perser Katze gibt, nennt sich Polyzistische Nierenkrankheit (PKD). Hierbei handelt es sich um eine ernstzunehmende Nierenerkrankung, die nicht heilbar ist.

Bei Perser Katzen konnte vermehrt progressiver Netzhautschwund diagnostiziert werden, der zur vollständigen Erblindung bei dem Tier führen kann.

Fazit über die Perser Katze

Kaum eine andere Katzenrasse ist so populär wie die Perser Katze. Ihr auffälliges Aussehen ist nach wie vor sehr gefragt. Die löwenartige Mähne und das lange Fell machen sie zu einem ganz besonderen Tier, das sich mit vielen Gegebenheiten anfreunden kann. Sie kann gut in der Wohnung gehalten werden, ihr gemächliches Wesen macht es gut möglich. Gerade für Halter im Senioren Alter ist eine solche Rasse genau die richtige Wahl.

 

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