Unterhaltskosten für eine Katze: Vor der Anschaffung bedenken

Katze mit Geld auf einer Couch
Jede Katze kostet monatlich im Unterhalt Geld | Foto: Kokhanchikov / depositphotos.com

Unterhaltskosten für eine Katze: Vor der Anschaffung bedenken und beherzigen. Denn eine Katze bringt nicht nur Freude mit sich, sie kostet auch Geld und will entsprechend versorgt sein. Denn jede Katze hat ihren Preis. Dennoch wird der gerne in Kauf genommen, da die Katze sehr viel Liebe an ihre Halter abgibt.

Eine Katze kostet Geld

Nichts im Leben ist umsonst, auch eine Katze kostet Geld.

Wenn es um die Kosten der Katze geht, müssen folgende 3 Faktoren berücksichtigt werden:

Die jeweilige Rasse:
denn das schlägt sich in der Anschaffung nieder. Eine Züchtung kostet natürlich mehr in der Anschaffung, als wenn auf einen Stubentiger im Tierheim zurückgegriffen wird.

Die Größe:
Maine Coon Katzen gelten als die größten der Katzen, entsprechend viel Futter brauchen sie.

Die Gesundheit:
Gerade eine ältere Katze neigt dazu, vermehrt zu erkranken, was tierärztliche Kosten mit sich bringt. Bei guter Pflege kann eine Katze ein Alter von 12 bis 15 Jahren erreichen. Der Vorsorge-Check beim Tierarzt bleibt dem Halter aber dennoch nicht erspart.

All diese Punkte sollten vor der Anschaffung des Tieres bereits berücksichtigt werden, damit es später zu keinen bösen Überraschungen kommen kann.

Unterhaltskosten für eine Katze: Vor der Anschaffung bedenken – Der Preis für das Tier

Die klassische Hauskatze

Der Preis der Katze hängt davon ab, ob sich die zukünftigen Halter nun für eine klassische Hauskatze entscheiden oder ob es eine Rassekatze sein muss, die vielleicht über einen Stammbaum verfügt.

Wer seine Katze von einer Privatperson übernimmt, der kriegt das Tier vielleicht auch geschenkt und der Besitzer der Jungtiere ist froh darüber, seine Katze in guten Händen zu wissen.

Dennoch sollte bei einem solchen Tier eine tierärztliche 1. Untersuchung veranlasst werden, diese zeigt auf, ob sich die Katze in einem gesunden Allgemeinzustand befindet. Eine solche Untersuchung kostet zwischen 60 bis 100 Euro.

Dazu kommen dann noch die Kosten für die Kastration, die später erfolgen muss. Auch die Kastration und diverse Impfungen schlagen noch einmal mit ca. 100 Euro zu Buche.

Die Katze aus dem Tierheim

Katzen aus dem Tierheim haben bereits ihren Preis. Für sie verlangt das Tierheim eine Schutzgebühr. Diese Schutzgebühr variiert von 100 bis 180 Euro je Katze.

Eine Vielzahl dieser Katzen ist bereits kastriert, gechippt, entwurmt und auch an diversen Impfungen fehlt es nicht.

Die Rassekatze

Die teuren Artgenossen sind die Rassekatzen, die von einem Züchter stammen. Je nach Rasse beläuft sich der Preis. Diese Rassekatzen werden dann meist mit einem Schutz- und Kaufvertrag vergeben.

Rassenkatzen kosten im Vergleich zu einer Katze aus dem Tierheim gerne das 4- bis 8-fache und ganz edle Rassekatzen kosten auch 4-stellig.

Unterhaltskosten für eine Katze: Vor der Anschaffung bedenken – Die Grundausstattung

Die Katze braucht vielerlei Anschaffungen. Diese Anschaffungen sollten dem Neuzugang von Anfang an zur Verfügung stehen. Siehe auch unser Artikel „Erstausstattung für Katenbabys kaufen„. Die Anschaffungstipps gelten natürlich auch für Senioren.

Zu den nötigen Anschaffungen zählen unter anderem der geeignete Wasser- und Futternapf. Davon sollten gleich mehrere ausgesucht werden, damit sie überall in der Wohnung aufgestellt werden können.

Auch die Katzentoilette sollte doppelt gekauft werden. Denn als Faustregel gilt, es sollte immer eine Katzentoilette mehr vorhanden sein, als Katzen im Haushalt leben. Zum Katzenklo gehören eine geeignete Schaufel, ein Kübel mit geruchssicherem Deckel um den Katzenstreu zu entsorgen und natürlich die passende Katzenstreu selbst.

Ein Kratzbaum für die Katze und am besten noch ein Kratzstamm dürfen im Wohnzimmer aufgestellt werden, da Katzen sich gerne im Klettern üben.

Eine Katzenhöhle darf auch gleich mitgenommen werden, denn nichts macht eine Katze lieber, als sich zu verstecken. An dem passenden Spielzeug darf es der Katze nicht fehlen.

So darf Spielzeug eingepackt werden, das ihre Intelligenz fördert – her mit dem Katzenfummelbrett oder dem Snackball. Zudem darf sich die Katze über diverse andere Spielzeuge erfreuen – Bälle, eine Fellmaus, eine Katzenangel,…  Das Sortiment an Katzenspielzeug zeigt sich umfangreich.

Zudem darf auf die passende Transportbox nicht vergessen werden, diese sollte eine entsprechende Größe haben, dass es sich die Katze darin für kurze Dauer so gemütlich als möglich machen kann.

Die Grundausstattung der Katze ist somit beisammen und der Preis hierfür? Der Preis variiert hier je nach Ausführung und Größe.

Wer sich mit einer günstigen Grundausstattung zufrieden gibt, der muss mit rund 100 Euro rechnen. Wer aber nicht nur auf den günstigen Preis achtet, sondern qualitativ hochwertige Produkte für seine Katze möchte, bei dem kann der Preis bis 300 Euro ansteigen.

Dafür halten aber bestimmte Anschaffungen meist ein ganzes Katzenleben lang.

Unterhaltskosten für eine Katze: Vor der Anschaffung bedenken – Die laufenden Kosten

Die Kosten für das Futter

Dafür müssen im Monat ca. 40 bis 50 Euro eingerechnet werden.

Es gibt Katzen, die werden für nur 10 Euro im Monat satt. Aber dennoch sollte nie beim Futter gespart werden, damit die Katze eine art- und bedarfsgerechte Fütterung erfährt.

Wer beim Futter für die Katze spart, der riskiert, dass diese anhand der falschen Fütterung früher oder später erkrankt und dann kommen die tierärztlichen Kosten auf den Halter zu. Die mit einer größeren Summe zu Buche schlagen.

Also wenn der Halter beim Futter seiner Katze sparen möchte, dann spart er am falschen Platz. Wenn es sich um eine herkömmliche Hauskatze handelt, die 4 kg wiegt, benötigt sie 250 – 300 Gramm Futter am Tag, so kommen Futterkosten im Schnitt von 35 Euro im Monat zusammen, wenn sich der Halter für ein mittelfristiges Futter entscheidet.

Dann werden noch immer ein paar Leckerlis für zwischendurch gereicht, die belaufen sich auf 5 Euro. Schließlich will jeder Halter seine Katze auch einmal einen besonderen Leckerbissen gönnen.

Dann darf das Trockenfutter und vielleicht eine Schale Katzenmilch als Beigabe nicht vergessen werden. Auch das kostet.

Zudem sollte nicht auf das Katzengras für die Katze vergessen werden. 2 x pro Monat sollte die Katze neues Katzengras genießen können. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 6 Euro.

Die Kosten für die Einstreu

Einstreu ist nicht gleich Einstreu. Denn findet die Katze wenig Gefallen an der Einstreu, wird sie die Katzentoilette nur ungern für ihre Zwecke nutzen. Es bietet sich hochwertiges Katzenstreu an (vgl. unsere Artikel „Coshida Katzenstreu„, „Premiere Katzenstreu“ und „Thomas Katzenstreu„).

Wer eine Freigänger Katze hat, der wird nicht viel Einstreu benötigen, die Kosten belaufen sich dann auf wenige Euros. Eine Wohnungskatze braucht selbstverständlich mehr Einstreu, hierfür müssen dann ca. 10 Euro aufwärts für die Einstreu berechnet werden.

Die Kosten für den Tierarzt

Auch wenn sich die Katze bester Gesundheit erfreut, bleibt irgendwann der Termin beim Tierarzt nicht aus. Eins sollte aber jeder Halter bedenken, der tierärztliche Besuch ist mit Geld verbunden.

Wie hoch die Kosten für den Tierarzt tatsächlich sind, hängt von der jeweiligen Katze ab und wie anfällig diese gegen diverse Krankheiten ist. Ein ungefährer Jahresbeitrag von 200 Euro wird ausreichen, damit sich die Katze über einen gesunden und fitten Allgemeinzustand erfreuen darf.

Diverse Impfung

Die Impfungen machen den größten Anteil der Tierarztkosten aus. Schließlich braucht die Katze eine Grund-Immunisierung und weitere Impfungen, die 1 x pro Jahr, verabreicht werden.

Die Zahnsteinentfernung

Oft muss bei der Katze der Zahnstein tierärztlich entfernt werden, damit sich das Tier über eine gute Zahngesundheit erfreuen kann. Die Entfernung des Zahnsteins beläuft sich auf rund 30 Euro.

Mögliche Operationen

Mögliche Operationen können bei einer Katze nie ausgeschlossen werden. Viele Eingriffe können nur unter Narkose durchgeführt werden. Zudem kommen nach jedem operativen Eingriff dann auch noch die Nachbehandlung dazu und die Verabreichung diverser Medikamente. Mögliche Operationen kosten selbstverständlich Geld. Wie viel? Das hängt vom jeweiligen Eingriff ab.

Die Kastration

Damit es nicht zu unerwünschtem Nachwuchs kommen kann, hilft die entsprechende Kastration weiter. Bei weiblichen Katzen kostet ein solcher Eingriff ca. 100 Euro. Bei den männlichen Artgenossen ist es etwas günstiger, hierbei fallen Kosten von rund 50 bis 60 Euro an.

Das Chippen

Wer seine Katze chippen möchte, der muss dafür ungefähr 40 Euro berechnen.

Altersprobleme

Im Alter wird die Katze normalerweise häufiger zum Tierarzt müssen. Gelenkbeschwerden (vgl. Gelenkprobleme bei der Katze), eventuell ein Katzendiabetes oder gar eine Nierenisuffizienz müssen in der Planung der Kosten berücksichtigt werden. Am besten legt man als Katzenbesitzer bereits in jungen Jahren etwas Geld zur Seite.

Katze wird beim Tierarzt untersucht mit Ultraschall
Einige Untersuchungen beim Tierarzt sind etwas teurer, deshalb empfiehlt sich, bereits ab Anschaffung der Katze Geld zur Seite zu legen | Foto: Alexpunker / bigstock.com

Eine Krankenversicherung für die Katze

Es besteht durchaus die Möglichkeit, für die Katze eine eigene Krankenversicherung abzuschließen. Für was soll das gut sein?

Treten Kosten für eine unvorhergesehene Behandlung auf, sei es durch Krankheit oder Unfall, kommt diese Katzenversicherung zum Tragen. Sie deckt dann die Kosten der teuren Behandlung ab.

Je nach Versicherung kann der Halter auch die 1 x pro Jahr stattfindenden Impfungen zurückerstattet bekommen.

Gerade für Katzen, die sich sehr anfällig zeigen, ist eine solche Krankenversicherung oft sehr hilfreich.

Unterhaltskosten für eine Katze: Vor der Anschaffung bedenken – Die Kosten der Betreuung

Was ist wenn sich der Halter einmal nicht selbst um seine Katze kümmern kann, aus welchem Grund auch immer.

Dann braucht er eine entsprechende Betreuungsperson für seinen Stubentiger. Bieten nicht Freunde oder Bekannte diesen Freundschaftsdienst an, dann schlägt die Betreuung der Katze ebenso zu Buche. Im Schnitt beläuft sich die Betreuung der Katze durch einen Katzensitter auf 10 bis 30 Euro pro Tag.

Unterhaltskosten für eine Katze: Vor der Anschaffung bedenken – Eine Katze ist für jeden leistbar, der eine Katze haben möchte

Viele werden sich jetzt denken, eine Katze zu halten gestaltet sich als purer Luxus. Aber das ist in Wirklichkeit nicht so, denn die Unterhaltskosten für eine Katze müssen nicht auf einmal gezahlt werden.

Eine Katze ist grundsätzlich für jeden gut leistbar, egal welches monatliche Einkommen zur Verfügung steht. Schließlich geht es bei den Unterhaltskosten für eine Katze um viele Anschaffungen, die nur 1 x getätigt werden müssen.

Die Grundausstattung wird nur 1 x angeschafft und wer da auf hochwertige Produkte achtet, wird diese für sehr viele Jahre hinweg nutzen können. Wir empfehlen jedoch, monatlich ein paar EUR für die ältere Katze zurückzulegen und so ein kleines Polster für nötige OPs und Medikamente anzusparen.

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